Neubau Gustav-Heinemann-Gesamtschule

Aktuelle Informationen - Entsorgung der asbesthaltigen Bodenmaterialien

Mit dem Abtransport der asbesthaltigen Bodenmaterialien auf dem Baufeld der Gustav Heinemann-Gesamtschule wurde am 19. November 2019 begonnen. Der Abtransport des asbesthaltigen Abfalls im ersten Sanierungsbereich wurde am 3. Januar 2020 abgeschlossen. Vom 29. Januar bis Mitte Mai erfolgte die Entsorgung im zweiten Bereich. Die Asbestentsorgung aus dem dritten und letzten Sanierungsbereich auf dem Gelände der Gustav-Heinemann-Gesamtschule läuft seit Mitte/Ende Juni planmäßig. Die gesamte Asbest-Entsorgung dauert voraussichtlich bis Herbst 2020 an.

Umgehend nach Beginn der Entsorgung wurden im Umfeld der Baustelle Luftpartikel- und Schallmessungen durchgeführt. Es wurde nachgewiesen, dass durch die Betreibung der Absaug- und Filteranlagen auf der Baustelle keine Lärmschutzgrenzwerte überschritten werden. Der Asbeststaubgehalt der Umgebungsluft wird einmal im Monat überprüft, bisher konnten keine Auffälligkeiten gemessen werden.

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Der Neubau wächst

Die Rohbauarbeiten wurden Ende Dezember 2018 abgeschlossen. Nun wird die aufgegliederte Gebäudekubatur in ihrem Ausmaß deutlich. Die Klinkerfassaden, Fenster und Dachflächen der Gebäudeteile sind größtenteils bereits fertiggestellt. Zurzeit wird am Innenausbau im Bereich Elektro, Heizung, Lüftung, Sanitär und Trockenbau gearbeitet. Ab Mai 2020 wird mit der Herrichtung und dem Bau der Außenanlagen unmittelbar an den neuen Gebäuden begonnen, sodass Ende des Jahres der Hochbau abgeschlossen werden kann.

Planerisches Konzept

Der Neubau unterteilt sich in zwei dreigeschossige und zwei viergeschossige Gebäudeteile und sieht eine klare Strukturierung in Lernclustern vor.

Den Clustern der vier Gebäudeteile sind verschiedene Unterrichts- oder Lerneinheiten zugeordnet, die alle durch eine „Schulstraße“ miteinander verbunden sind. Das Raumprogramm der Schule wurde nach den Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland, der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, entwickelt und entspricht den neusten pädagogischen Anforderungen. Ein wichtiger Bestandteil ist hierbei das Thema Inklusion. Der Entwurf sieht Klinkerfassaden mit Wasserstrich Backstein vor, die Fassaden zu den Innenhöfen des Gebäudes erhalten ein Wärmedämmverbundsystem. Bibliothek, Mensa und Außenfluchttreppen werden mit Aluminiumverbundblechplatten gestaltet und heben sich so von dem massiven Gebäude ab.

Für die Dächer des Gebäudes werden Gründächer mit extensiver Begrünung vorgesehen. Diese Begrünung ist mit geringem Aufwand herzustellen und muss nicht zusätzlich bewässert werden. Sie bietet einen Hitzeschutz im Sommer und eine zusätzliche Wärmedämmung im Winter, sodass auch hierdurch ein Beitrag zur Energieeinsparung geleistet wird. Der Dachbegrünungsaufbau schützt die Dachabdichtung, wodurch die Instandhaltungs- und Betriebskosten gesenkt werden. Zudem speichert der Aufbau überschüssiges Wasser und gibt dieses über die Verdunstungsprozesse wieder an die Umgebungsluft ab. Hierdurch entsteht ein Abkühlungs- und Befeuchtungseffekt der Umgebung und auch der unterhalb des begrünten Daches liegenden Räume.

Stadtteiloffenheit

Das Gebäude mit seinem Außenareal soll künftig nicht nur für die eigentlichen Nutzer der Schule, sondern auch für die Bewohner des Stadtteils einen Mehrwert darstellen.

Die integrierte Stadtteilbibliothek, das Forum, die Mensa und die Aula sowie einzelne Fachräume sollen auch dem Stadtteil zur Verfügung stehen. Diese Räume sind vielfältig nutzbar und bieten künftig zahlreiche Möglichkeiten zur Begegnung, Kommunikation und themenbezogenen Arbeit im Stadtteil. Sie sind durch das Forum gut zu erreichen und leicht zu erkennen. Der attraktive Vorplatz des Haupteinganges bildet den Auftakt des Gebäudes und verleiht dem Schulneubau einen Charakter von Offenheit und Willkommen sein. Das neugestaltete Außengelände ist Treffpunkt und lädt zum Skaten, Biken und Fußballspielen ein.

Nachhaltigkeit und Energiekonzept

Der massive Schulneubau wird den Grundsätzen des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit entsprechen. Eine Zertifizierung in Silber wird angestrebt. Die Qualitätserwartungen an die Nachhaltigkeit werden sich im Gebäude in soziokulturellen, ökologischen und ökonomischen Aspekten wiederspiegeln. Der Bau wird hohe Nutzungs- und Innenraumqualitäten aufweisen und wartungsarme und reparaturfreundliche Ausstattungen erhalten. Hohe Raumluftqualität, gute Akustik und optimale Lichtversorgung und –verteilung werden eine bestmögliche Lernumgebung gewährleisten.

Eine Optimierung der Luftqualität wird durch eine Hybridlüftung erreicht. Dieses Lüftungssystem verbindet die Vorteile einer natürlichen Lüftung durch manuelles Öffnen der Fenster mit denen einer mechanischen raumlufttechnischen Anlage und nutzt beide Systeme je nach Bedarf. Ein individuell steuerbarer außenliegender Sonnenschutz schützt vor Wärme. Zur Hitzeabfuhr im Sommer erfolgt eine Nachtauskühlung über die raumlufttechnische Anlage. Für besondere Behaglichkeit sorgt die schwere Bauweise mit ihrer Speichermasse, diesicherstellt, dass die Innenraumtemperatur bei wechselnden äußeren Einflüssen über den Tagesverlauf stabil bleibt.

Im Rahmen der Planung wurde ein Energiekonzept unter Berücksichtigung des Standortes und der späteren Nutzung des Gebäudes als Schule, erarbeitet und optimiert. Es findet eine Balance zwischen einer einfachen Betriebsführung inklusive Wartung und einer betriebswirtschaftlichen Optimierung der Lebenszykluskosten. Die Energieeffizienzmaßnahmen orientieren sich an den Empfehlungen des Effizienzhaus Plus Standards. Die Bauteilauswahl der Gebäudehüllflächen entspricht der Passivhausbauweise, die Auswahl der Technischen Gebäudeausrüstung erfolgt nach den Empfehlungen des BNB zur Optimierung der Lebenszykluskosten. Durch die Umsetzung des Konzeptes wird der Schulneubau einen hohen Energieeffizienzstandard erhalten.

Frau Lalli, Sandra
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Frau Doddek, Marina
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