Sanierung der ehemaligen Dilldorfschule

Nach Prüfung der Erweiterungsmöglichkeiten verschiedener Grundschulstandorte hat sich der Rat der Stadt am 25.04.2018 als 1. Bauabschnitt für die Reaktivierung der ehemaligen Dilldorfschule an der Oslenderstraße 36b in Essen-Kupferdreh entschieden. Um das Bestandsgebäude für schulische Nutzung in Form einer zweizügigen Gemeinschaftsgrundschule herzurichten, sind bauliche Sanierungsarbeiten und Anpassungen des Brandschutzes an die aktuellen Anforderungen notwendig. Auf der Schulhofseite ist ein neues außenliegendes Treppenhaus mit integriertem Aufzug als zweiter baulicher Rettungsweg geplant, dass das Gebäude auch für Rollstuhlfahrer zugänglich macht. Eine weitere Fluchttreppe wird an der nord-westlichen Giebelwand errichtet. Der Außenbereich wird neu gestaltet. Um eine Feuerwehrzufahrt zu ermöglichen, sind Geländeaufschüttungen geplant. Gleichzeitig wird dadurch ein barrierefreier Zugang in die Schule geschaffen. Im Bestandsgebäude sollen künftig etwa 100 Kinder in vier Klassen, inklusive der damit verbundenen Mehrbedarfe im Bereich der offenen Ganztagsbetreuung, der Essensversorgung (Mensa), der Verwaltung und sonstiger Funktions- und Nebenräume, untergebracht werden. Im Bereich zur Nierenhofer Straße ist ein optisch ansehnlicher und begrünter Lärm- und Sichtschutz geplant.
Zurzeit sind die Umbaumaßnahmen im und am Gebäude in vollem Gange.

Das Essener Architekturbüro Schröder/Partner Architekten GmbH wurde mit der Planung und Bauausführung beauftragt.

Zur Historie der Dilldorfschule

Am 10. November 1933 wurde die Grundschule eingeweiht, die bauliche Fertigstellung erfolgte 1935. Zum Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Schule geräumt und es fand kein Unterricht mehr statt. In den Kriegsjahren wurde die Schule von Soldaten besetzt. 1948 konnte die Dilldorfschule wieder bezogen werden und war bis 1968 eine katholische Grundschule. 1968 wurde sie eine städtische Gemeinschaftsgrundschule. 2010 musste die Schule aufgrund sinkender Anmeldezahlen geschlossen werden. Zwischen 2012 und Frühjahr 2017 wurde das Gebäude als Unterkunft für Asylbewerber genutzt.

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