Erweiterung der Sternschule

Die aktuelle Schulentwicklungsplanung belegt einen Mehrbedarf an Grundschulplätzen in Essen-Rüttenscheid. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, wurde mit dem Architekturbüro RKW Architektur + Rhode Kellermann Wawrowsky GmbH aus Düsseldorf und der Stadt Essen ein überzeugendes Konzept für ein modernes Erweiterungsgebäude am Standort Brigittastraße 34 erarbeitet. Es ist geplant die vorhandene Pausenhalle mit dem jetzigen Toilettentrakt durch ein dreigeschossiges Schulgebäude zu ersetzen und die bisher 2-zügige Grundschule um einen Zug zu erweitern. Etwa 100 zusätzliche Grundschulkinder können zukünftig das Schulangebot der Sternschule nutzen. Die derzeitige Anzahl der Kinder von etwa 210 wird sich auf insgesamt rund 310 Kinder in 12 Klassen erhöhen.

Der Neubau

Das Erweiterungsgebäude wird dem Schulkomplex durch seine Lage direkt an der südlichen Grundstücksgrenze zur Brigittastraße ein frisches und modernes Gesicht geben. Der neue einladende Haupteingang führt künftig in ein großzügiges Foyer mit Sitz- und Spiellandschaft. Es entsteht eine neue Schulmitte, die einen unkomplizierten Wechsel zwischen Konzentration und Erholung erlaubt. Im Erdgeschoss befinden sich die Räume für die Ganztagsbetreuung. Angrenzend ermöglichen die zukünftige Mensa und das großzügige Foyer eine vielfältige Nutzung für Veranstaltungen, Ausstellungen sowie als Pausen- und Aufenthaltsbereich im Schulalltag. Natürliche Materialien, wie Holz-, Kautschuk und Keramik, in Kombination mit einem abgestimmten Farbkonzept, schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität für das Lernen und Leben in angenehmer Atmosphäre. Gruppendifferenzierungsräume, Mehrzweckräume, Unterrichtsräume und ein Besprechungsraum verteilen sich über alle Geschosse des neuen Schulgebäudes. Ein verglastes Verbindungsgebäude schafft einen engen Austausch auf allen Geschossen mit dem bestehenden Hauptgebäude, wo im Erdgeschoss die Französische Bibliothek mit kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen zum Dialog einlädt. Als öffentliche Einrichtung des Bildungswesens wird das Gebäude barrierefrei gestaltet. So ist zum Beispiel der Eingang stufenlos und ein Aufzug verbindet alle Geschosse miteinander. Ein Leitsystem mit taktil erfassbaren Bodenstrukturen erleichtert die Orientierung innerhalb und außerhalb des Gebäudes, insbesondere für sehbehinderte Menschen. Das Dach des neuen Schulgebäudes wird eine extensive Dachbegrünung erhalten.

Der Altbau

Das Hauptgebäude stammt aus den 1960er Jahren und bietet neben Schulraum auch Räume für die Französische Bibliothek, eine Spezialbibliothek der Stadtbibliothek Essen. Das Gebäude erhält an der Westseite ein neues Treppenhaus, die Verwaltung und Toiletten werden in den Neubau verlegt.

Außenanlagen

Im Zuge der Gesamtbaumaßnahme erhält auch der Schulhof ein neues Gesicht. Die großzügige Asphaltfläche wird wie bisher ausreichend Platz für Sonderprojekte der Schule bieten. Markierungen lockern die Fläche mit Spielangeboten auf. Durch eine neue Einfriedung wird zusätzliche Spielfläche gewonnen.

Der Schulanbau soll im Sommer 2023 fertiggestellt werden und zum Schuljahr 2023/2024 an die Schule übergeben werden. Das Projekt wird durch das Programm „Gute Schule 2020“ des Landes NRW gefördert.

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