Neue Kita mit Blick in die Natur

Der Stadtteil Heisingen liegt an der Ruhr und wird durch meist lockere Wohnbebauung inmitten von Naturschutzgebieten geprägt. Für Eltern von Vorschulkindern sollte er aufgrund verstärkter Nachfrage nach Betreuungsplätzen attraktiver werden. Durch den Bau einer 4-gruppigen KiTa auf dem städtischen Gelände an der Uhlenstraße 2, Ecke Westpreußenstraße, wurden zusätzliche dringend benötigte Betreuungsplätze geschaffen. Bis zu 77 KiTa-Plätze mit der Möglichkeit, auch Kinder unter 3 Jahren zu betreuen, stehen seit Eröffnung im Mai 2019 in Trägerschaft der cse gGmbH zur Verfügung.

Umwelt und Natur

Die neue Kindertagesstätte ist von Grün umgeben, und fügt sich durch die Auswahl von beruhigend wirkenden natürlichen Farben des Gebäudes besonders gut in das Umfeld ein.

Der pflegliche Umgang mit der Natur und ein gestärktes Umweltbewusstsein der Kinder sind Themenschwerpunkte der Einrichtung. Der Name "Katthult" der KiTa entstammt dem schwedischen Bauernhof, auf dem Michel aus Lönneberga mit seiner Familie lebte. Die Kinderbuch-Romanfigur von Astrid Lindgren ist für seine Neugier und Abenteuerlust bekannt, wichtige Motivationsquelle und Lernantrieb für Kinder.

Der zweigeschossige nicht unterkellerte Neubau wurde in massiver konventioneller Bauweise mit Pultdach errichtet. Im Erdgeschoss befinden sich zwei U3-Gruppen mit den erforderlichen Nebenräumen (Neben-, Ruhe- und Abstellraum sowie Sanitärbereich). Beide Gruppen haben direkte Ausgänge in den Außenbereich. Das Obergeschoss erreicht man barrierefrei über einen zentral angeordneten Aufzug, hier befinden sich zwei altersgemischte Gruppen, Nebenräume sowie ein Mehrzweckraum. Auch aus diesen Gruppenräumen und aus dem Mehrzweckraum ist ein direkter Zugang zum Fluchtbalkon und somit ins Außengelände möglich.

Der Eingangsbereich der Kita und die Flure sind nicht nur Verkehrswege sondern können als Spielflure genutzt werden. Um auch den Kleinkindern den Blick in die Kita und von den Gruppenräumen in den Außenraum zu ermöglichen, wurden entsprechend tief liegende Fenster ausgeführt.

Der architektonische Entwurf des Gebäudes wurde durch die Immobilienwirtschaft erarbeitet, mit der Ausführungsplanung und Bauleitung wurde das Essener Architekturbüro Dipl.-Ing. Bause beauftragt. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen über 3,1 Millionen Euro erhielt Förderung durch das Land gemäß Gesetz zur Umsetzung des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes in Nordrhein-Westfalen.

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