Häufig gestellte Fragen

Wann und wo kann man im Baldeneysee baden?

Das erste offizielle Badegewässer am Baldeneysee liegt an einem 50 Meter langen Uferabschnitt im Bereich des Seaside Beach Baldeney. Besucher dieser beliebten Freizeiteinrichtung haben über Stege am Ufer des Sees Zugang zur abgegrenzten Badestelle.

Das Badegewässer "Seaside Beach/Baldeneysee" ist beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) angemeldet worden.

Wie groß ist die Badestelle?

Die Badestelle liegt an einem 50 Meter langen Uferabschnitt im Bereich des Seaside Beachs. Vom dort installierten Holzsteg ragen drei 10 Meter lange Schwimmstege in den See, an deren Ende die Begrenzung zum See durch eine Bojenkette markiert ist. So entstehen zwei 10 mal 20 Meter große Wasserflächen für den Badebetrieb. Außerhalb dieses Bereiches ist das Baden verboten.

Gibt es einen Kinderbereich/ einen Nichtschwimmer-Bereich?

In diesem Bereich des Baldeneysees fällt der Grund sehr schnell auf eine Wassertiefe von fünf Metern ab. Deshalb ist die Badestelle für Nichtschwimmer und Kleinkinder nicht geeignet.

Warum heißt es "Baden in der Ruhr", obwohl man nur im Seaside Beach schwimmen darf?

Baden in der Ruhr ist der Name der Initiative, die sich für die Freigabe von sicheren Badestellen in der Ruhr einsetzt. Die Badestelle am Seaside Beach Baldeney ist die erste realisierte Bademöglichkeit, die Vorbild für weitere Stellen an der Ruhr sein wird.

Warum ist an anderen Stellen der Ruhr das Baden verboten?

Neben der Wasserqualität und einem Frühwarnsystem spielen bei der Auswahl geeigneter Stellen auch die Wassertiefe, Strömungsverhältnisse oder die Beschaffenheit des Grundes eine wichtige Rolle. Nur wo gefahrloses Baden möglich ist, können weitere Badestellen entstehen. Dazu ist die förmliche Ausweisung eines Badegewässers erforderlich. Bis dahin gilt: Das Baden in der Ruhr außerhalb dieser Stellen ist lebensgefährlich und daher verboten.

Welche Gründe führen zu einem Schwimmverbot?

Entscheidend ist in erster Linie die Wasserqualität. Diese hat sich im Laufe der Zeit zwar deutlich verbessert, sodass bei günstigen Rahmenbedingungen die von der EU geforderte Wassergüte für Badegewässer erreicht wird. Bei starken Niederschlägen gelangen aber größere Wassermengen in das Kanalsystem, sodass es zu direkten Einleitungen in die Ruhr kommen kann. Dies führt je nach Menge zu einer schlechteren Wasserqualität. Wegen der höheren bakteriellen Verunreinigung des Wassers muss in diesem Fall der Badebetrieb zum Schutz der Besucher eingestellt werden.

Wie funktioniert das Frühwarnsystem

An ausgewählten Messstellen oberhalb des Baldeneysees werden die Niederschlagsmengen gemessen und stündlich online übermittelt. Bei einer Überschreitung des Maximalwertes erfolgt umgehend die Erteilung des Badeverbots. Erst wenn die Belastung der entnommenen Wasserproben wieder unterhalb des Grenzwertes liegt, wird das Badeverbot durch das städtische Gesundheitsamt aufgehoben.

Wie lange gilt ein ausgesprochenes Schwimmverbot und ab wann ist das Schwimmen wieder erlaubt?

Nachdem ein Badeverbot ausgesprochen wurde, muss das Ende der kurzzeitigen Verschmutzung des Wassers abgewartet werden. Danach wird eine Wasserprobe entnommen und auf ihre bakterielle Belastung hin überprüft. Sobald der Grenzwert von 1.800 KBE (koloniebildende Einheiten) je 100 ml unterschritten ist, wird das Badeverbot wieder aufgehoben. Das bedeutet, dass auch kurz nach einer Regenphase an einem sonnigen Sommertag das Badeverbot noch bestehen bleiben muss.

Wie oft werden die Wasserwerte gemessen?

Gemäß der Richtlinie 2006/7/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 15. Februar 2006 über die Qualität der Badegewässer und deren Bewirtschaftung und der Verordnung über die Qualität und die Bewirtschaftung der Badegewässer in Nordrhein Westfalen (Badegewässerverordnung NRW) vom 11. Dezember 2007 ist kurz vor Beginn jeder Badesaison eine Probenahme vorzunehmen. Im Laufe der Badesaison sind mindestens drei weitere Proben zu nehmen.

Das Essener Gesundheitsamt hat für 2017 insgesamt fünf Probeentnahmen in dreiwöchigem Abstand vorgesehen, die in eine Bewertung des Badegewässers einfließen.

Nach Erteilung eines Badeverbots aufgrund schlechter Wasserqualität wird eine Probe entnommen und analysiert. Erst wenn der Grenzwert der Belastung wieder unterschritten wird, kann das Badeverbot aufgehoben werden.

Kann es sein, dass im Laufe eines Tages von Schwimmen erlaubt auf Schwimmen verboten umgestellt wird?

Das kann durchaus sein, wenn das Frühwarnsystem im Laufe des Tages die Überschreitung des Grenzwertes für die Niederschlagsmenge im Gebiet flussaufwärts meldet.

Warum wurde der Bereich Seaside Beach als Pilotprojekt ausgewählt?

In diesem Bereich wurden im Rahmen des Forschungsprojektes "Sichere Ruhr" sehr viele Wasserproben entnommen. Durch Verknüpfung dieser Proben mit Online-Regenmessstationen konnte ein erstes Frühwarnsystem entwickelt werden, das kurzzeitige Verschmutzungen in diesem Gewässerbereich sicher erkennt.
Der Betreiber Seaside Beach Baldeney GmbH sorgt zudem mit seiner Infrastruktur und seinem Personal für einen sauberen und sicheren Betrieb der Badestelle.

Was geschieht, um die Einleitungen, die zu kurzzeitigen Verschmutzungen des Wassers führen, zu vermeiden?

Durch umfangreiche Investitionen in das Kanal- und Klärsystem konnte die Wasserqualität der Ruhr bereits deutlich verbessert werden. Die Umsetzung des verbindlichen Abwasserbeseitigungskonzeptes wird die Einleitungen in Häufigkeit und Intensität weiter verringern.