essen.de > Leben in Essen > Sport und Freizeit > Freizeit > Baden in der Ruhr

Vom Forschungsprojekt "Sichere Ruhr" zum Pilotprojekt-Badegewässer "Seaside Beach/Baldeneysee"

Forschungsprojekt Sichere Ruhr

Die Wasserqualität der Ruhr hat sich durch Investitionen in das Kanal- und Klärsysteme der letzten Jahrzehnte deutlich verbessert, sodass heute in weiten Teilen sauberes Wasser der Gewässergüteklasse II gemessen wird.

Vor diesem Hintergrund widmete sich von 2012 bis 2015 das Forschungsprojekt Sichere Ruhr dem Fluss im Essener Süden. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts wurde erforscht, unter welchen Bedingungen das Baden in der Ruhr zugelassen werden kann. Dazu wurde unter anderem die Wasserqualität auf einem 52 Kilometer langen Flussabschnitt zwischen Kemnader Stausee und Mülheim an der Ruhr regelmäßig überprüft mit dem Ergebnis, dass das Baden in der Ruhr an vielen Tagen im Jahr unbedenklich ist.

Initiative Baden in der Ruhr

Von Anfang an fand das Projekt Sichere Ruhr großes Interesse in der Öffentlichkeit und so war die Forderung nach Realisierung von Badestellen an der Ruhr nach dem Projektende nur konsequent. Im Juni 2015 gündete sich die Interessengemeinschaft Baden in der Ruhr, die als Pilotprojekt die Errichtung einer ersten Badestelle im Baldeneysee in Angriff nahm.

Wichtigste Aufgabe neben der baulichen Gestaltung der Badestelle ist die Einrichtung eines Frühwarnsystems, das die schwankende Qualität des Flusswassers permanent registriert und aufgrund der Ergebnisse im Ernstfall automatisch ein Badeverbot erlässt. Entsprechend der EU-Badegewässerrichtlinie ist dies die Voraussetzung und Bewirtschaftungsmaßnahme für den Betrieb von Badegewässern.

Die Bürgerbeteiligung zum Forschungsprojekt und Diskussionen in der Interessengemeinschaft zeigten Wünsche und Möglichkeiten für weitere Badestellen an der Essener Ruhr auf. Diese sollen erst nach Auswertung der Erfahrungen mit dem Pilotprojekt weiter geprüft werden. Daher bleibt das Baden in der Ruhr außerhalb des Badegewässers "Seaside Beach/Baldeneysee" weiterhin untersagt.