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Die Geschichte Altenessens

Die Schurenbachhalde mit der 15 m hohen Bramme für das Ruhrgebiet des amerikanischen Künstlers Richard Serra.

Stadtteilwappen Altenessen

Stadtteilwappen Altenessen

Schichtwechsel an der Zeche Fritz-Heinrich 1960

Kaiser-Wilhelm-Park um 1930

Zeche Helene 1960

Namenserklärung

Die Namensherkunft basiert auf "Alden Essende" oder "Aldenessende". Diese gehen wiederum zurück auf den Siedlungsnamen Astnide, der seit etwa 870 die Existenz des Stiftes Essen bezeugt. Eine gesicherte Deutung des Ortsnamens Essen ist bis heute nicht gegeben.

Erstmals urkundlich erwähnt

Erstmals bezeugt ist der Name "Aldenessende" in einer Urkunde von 1220, deutlich in Abhängigkeit vom benachbarten Machtzentrum Essen.

Gehört zu Essen seit

1.4.1915

Stadtteilwappen Altenessen

Das Wappen steht für Altenessen Nord und Süd. Es spielt auf den alten Namen von Essen "Asnide" an. Dafür gibt es mehrere Deutungen, meistens aber als Esche, deren Äste am besten zur Speerherstellung geeignet waren.
Das blaue Schild zeigt das Schwert aus dem Essener Wappen und entgegengesetzt zwei schrägliegende silberne Eschenzweige.
(Johann Rainer Bausch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile)

Geschichte

In der Zeit des, von Napoleon errichteten, Großherzogtums Berg, genau am 1.9.1808, wurde die Bauerschaft Altenessen mit Frillendorf, Huttrop, Karnap, Katernberg, Kray, Leithe, Rotthausen, Rüttenscheid, Schonnebeck und Stoppenberg zu einer "Munizipalität" zusammengelegt. Sie erhielt den Namen Altenessen, ihr Sitz war in Stoppenberg. Unter den Preußen wurde 1813 die Munizipalität zur Bürgermeisterei, doch erfolgte am 1.1.1874 eine Teilung: Nur noch Altenessen und Karnap bildeten die Bürgermeisterei Altenessen, alle anderen Bauerschaften gingen in der "Bürgermeisterei Stoppenberg" auf. Am 1.4.1915 wurde Altenessen nach Essen eingemeindet, während Karnap die Selbständigkeit erhielt. Das Altenessener Gebiet kam schon früh mit der Industrialisierung in Berührung. Hier gründete Friedrich Krupp 1812 einen ersten Schmelzbau und ein Hammergebäude zur Gussstahlherstellung - auf Jahre eine Fehlinvestition.

Bergbau in Altenessen

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Ruhrgebiet an den Schienenverkehr angeschlossen. Dabei erhielt Altenessen die erste Essener Eisenbahnstation. Die neue Transportmöglichkeit von Gütern, insbesondere von Kohle, hat die Wirtschaft stark angeregt. So wurde aus dem bäuerlichen Altenessen ein Bergbauzentrum. Es wurden in den folgenden Jahren insgesamt fünf Zechen eröffnet: Zeche Anna (1851), Zeche Carl (1855), Zeche Heinrich (1859), Zeche Helene (1873) und Zeche Fritz (1875). Entsprechend wuchs die Zuwanderung massiv. Während Altenessen im Jahr 1815 lediglich 733 Einwohner zählte, lag die Anzahl 1915 bei 45916 Einwohnern. Die erlangte Größe des Stadtteils führte zur organisatorisch begründeten Teilung in Altenessen-Nord und –Süd.

Strukturwandel

1973 endete mit Schließung der Zeche Emil-Fritz der aktive Bergbau in Altenessen. Folge war eine notwendige Neuorientierung und ein Strukturwandel. Ehemalige Bahntrassen wurden zu Radwegen umfunktioniert. Alte Zechengebäude haben neue Nutzungszwecke erhalten. Heute werden sie als Sport- und Kulturzentren oder als Bürogebäude genutzt. Die Zeche Carl beispielsweise ist heute Residenz für vielfältige soziale und kulturelle Angebote. Neben des Fördertumhauses, das Schulkinder nachmittags betreut, und einer Zweigstelle des Allgemeinen Sozialen Dienstes im Badehaus ist im Maschinenhaus Platz für künstlerische Freiräume. Das Casino ist seit den siebziger Jahren ein beliebter Veranstaltungsort für Bühnenauftritte jeglicher Art. Mit der Ansiedlung neuen Gewerbes, Grünanpflanzung und einer umfassenden Sanierung der Nord-Süd-Achse Altenessener Straße sowie besseren Verkehrsverbindungen im ÖPNV hat es die Stadt vermocht, neue Lebensqualität herzustellen.

 
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