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Die Geschichte Burgaltendorfs

Stadtteilwappen Burgaltendorf

Grafik: Stadtteilwappen Burgaltendorf

Das alte Burgaltendorf in Bildern

Die Burgruine mit Wohnturm und Ringmauer
Die Hauptstraße in Burgaltendorf
Foto: Mühle in Altendorf (Burgaltendorf) um 1910
Mühle in Altendorf um 1910

Namenserklärung:

Ursprünglich ist der Name als "Dublettbildung" (Derks) zum Stift-Essener Altendorf zu sehen. Der Zusatz "Burg" wurde mit der Eingemeindung in die Stadt Essen notwendig. Die Ruine der Burganlage der ehemaligen Ministerialien von Altendorf war für die Namensgebung ausschlaggebend.
(Paul Derks: Die Siedlungsnamen der Stadt Essen)

Erstmals urkundlich erwähnt:

1166 (Aldonthorpa)

Gehört zu Essen seit:

1. Januar 1970

Stadtteilwappen:

Die Burgherren von Altendorf führten drei silberne Pferdepramen im roten Schild. Ähnliche Wappen mit Pferdepramen führten eine Reihe von Familien, die im Dienste der Fürstäbtissin standen. Die Herren von Altendorf hatten bei ihr das wichtigste Hofamt, das des Drosten, inne.

Geschichte

Burg und Höfe

Im 12. Jahrhundert wurde die Burg von Rittern, den Herren von Aldendorpe, errichtet. Die Ruine der Burg bildet bis heute das Ortszentrum. Bis etwa 1800 war die Burg bewohnt, zuletzt von einer zugewanderten Bergmannsfamilie. Danach wurde sie als Steinbruch benutzt, worauf allerdings ihr rascher Verfall zu einer Ruine begann.

Um die Burg herum stand eine Reihe von Bauernhöfen, von denen einige vermutlich älter waren als die Burg selbst. Landwirtschaft und handwerkliche Betriebe prägten lange Zeit den Ort. Bereits um 1500 wurde nach Kohle gegraben, die in der Burgschmiede Verwendung fand.

Bergbau und Eisenbahn

Heute kaum noch vorstellbar, aber mit der Schiffbarmachung der Ruhr Ende des 18. Jahrhunderts, wuchs auch die Bedeutung des Bergbaus. In drei großen Tiefbauzechen wurde in Altendorf bis in die 60er Jahre hinein Kohle gefördert. Mit dem zunehmenden Bergbau wurde auch die Eisenbahn angelockt, sodass die Zechen ihre Kohle schon ab 1874 über Güterzüge zu ihren Kunden bringen konnten. 1879 legte die „Rheinische“ neben einer Kohlebeförderungsstrecke von Steele Süd nach Altendorf-Ruhr parallel auch einen Personenbahnhof an. 1968 wurde sogar Zeche Theodor, die mit 1060m den tiefsten Schacht aller Zechen an der Ruhr besaß, als letzte heimische Schachtanlage geschlossen.

Eingemeindung

1970 wurde die Gemeinde Altendorf / Ruhr, die zuletzt zum Kreis Ennepe-Ruhr gehörte, als einer der letzten Stadtteile in die Stadt Essen eingemeindet. Burgaltendorf - in Essen gab es bei der Eingemeindung bereits einen Stadtteil Altendorf - ist heute ein beliebter Wohnort, der sich seinen dörflichen Charme bewahrt hat.

 
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