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Sandra Dündar über Burgaltendorf

Die quirlige Sozialarbeiterin ist eine echte Powerfrau. Nach Feierabend engagiert sie sich auch "im Dorf" in der Jugendarbeit, an Wochenenden manchmal auch bis spät in die Nacht. Gerade für Familien mit kleinen Kindern findet die Mutter zweier kleiner Töchter Burgaltendorf "toll, grün und sicher".

Was ist für Sie das Besondere an Burgaltendorf?

"Ich empfinde die Mischung von Alteingesessenen, die hier in der zweiten oder dritten Generation wohnen, und den neu Zugezogenen, zu denen ich gehöre, so besonders. Ich erlebe oft, dass Leute, die hier groß geworden und dann zum Studieren oder zur Berufsausbildung weggegangen sind, jetzt mit eigenen Familien wieder hierher zurückziehen. Das ist so eine Mischung aus Tradition und Moderne – und das spiegelt sich hier auch in den Menschen wider."

Warum wohnen Sie selbst ausgerechnet hier?

"Ich komme ursprünglich aus Essen-Altendorf und bin gemeinsam mit meinem Mann nach Essen-Burgaltendorf gezogen, der hier seine Kindheit verbracht hat. Für mich ist die Gegend hier total perfekt: Ich lebe auf dem Land, aber zugleich mitten in einer Großstadt. Wenn ich vor die Tür trete, kann ich sofort losjoggen, also jederzeit mit meiner Freizeit beginnen, das empfinde ich als echte Lebensqualität. Und egal ob mit Auto oder Bus, in zwanzig Minuten kann ich von hier aus alles erreichen, Bochum, Hattingen, oder die Essener Innenstadt. Gleichzeitig haben wir im "Dorf" für uns und unsere Töchter alles an Infrastruktur, was wir brauchen."

Was würden Sie neuen Nachbarn in Burgaltendorf unbedingt zeigen?

"Ich würde zuerst mit ihnen einen Stadtteilspaziergang machen. Hier gibt’s ja keine langen Wege und da bekommt man schnell einen Überblick, wo Kindergärten, Schulen, die Burg, die Geschäfte sind. Dabei kommt man auch an unserem Maibaum auf dem Marktplatz vorbei, da kann man dann erkennen, was und wo hier die wichtigen Menschen, Vereine und Institutionen sind, an die man sich wenden kann. Und zum Abschluss würde ich mir mit den Neuen die beiden Kirchengemeinden angucken. Das sind für mich die beiden wichtigsten Orte im Dorf. Dabei spielt es zunächst einmal keine Rolle von welcher Konfession oder ob man überhaupt gläubig ist: Hier sind die Menschen, die offen sind, die Spezialisten, die mich als Neuen weiterbringen. Hier kann man Leute kennen lernen, Kontakte knüpfen, Informationen und Hilfe bekommen. Außerdem gibt es da extra Infomappen für Neubürger."

Sie haben zwei kleine Töchter. Wie kinder- und familienfreundlich finden Sie Burgaltendorf?

"Meine Töchter sind sieben und neun Jahre alt. Es ist möglich, dass sie sich frei und ohne Erwachsene im Stadtteil bewegen. Hier ist immer jemand da, der aufpasst oder der sich bei Bedarf einmischt. Die Verkäuferinnen im Supermarkt kennen meine Kinder; wenn sie mal Pippi müssen, dann dürfen sie die Toilette im Eiscafé ebenso wie beim Bäcker benutzen. In Burgaltendorf gibt es eine dörfliche Gemeinschaft, aber ohne soziale Kontrolle, und das gibt mir ein gutes, subjektives Sicherheitsgefühl – das finde ich ganz wichtig für Familien mit Kindern.

Auch was die Betreuung angeht, ist Burgaltendorf gut aufgestellt. Es gibt drei Kindergärten, konfessionelle und nicht-konfessionelle und darüber hinaus eine Riesenpalette an unentgeltlichen Aktivitäten für Kinder. Wir haben hier vor Ort diverse ganz engagierte und liebe Tagesmütter – einfach unbezahlbar. Die Grundschule ist hervorragend ausgestattet und voll in den Stadtteil integriert, mit der Comenius-Schule, der städtischen Förderschule nebenan, gibt es eine Kooperation, die auch die Kindergärten mit einschließt. Sportlich gibt es hier tausend Kurse für Kinder – das fängt an beim Mutter-Kind-Turnen und hört mit der Wettkampfgruppe im Rhönradturnen auf.

Das beste Zeichen für das Zusammenleben ist für mich immer die Dreikönigsgruppe – die ist sicher die größte auf der ganzen Ruhrhalbinsel und da ziehen alle zusammen von Tür zu Tür, die katholischen und evangelischen genauso wie die muslimischen Kinder."

Was ist Ihr Lieblingsort in Burgaltendorf?

"Ich habe zwei: Zum einen unten die Ruhr – die finde ich wunderschön, egal an welcher Stelle. Ich bin da dankbar für die Weite, und wenn der Wind richtig steht, dann kann man manchmal glauben, das Wasser fließt flussaufwärts.

Mein anderer Lieblingsort ist eine besondere Stelle in der evangelischen Jesus-lebt-Kirche – dort am Kreuz zu stehen und durch die wunderschönen bunten Kirchenfenster nach draußen zu gucken. Die Fenster sind von der Essener Künstlerin Erika Steinbeck mit ganz viel Herzblut gemalt und gestaltet. Jedes erzählt eine Geschichte, und sie sind deshalb sehr persönlich und lebendig, wenn die Sonne durch sie herein scheint. Da fühle ich mich wohl."

Welche Veranstaltung muss man in Burgaltendorf besucht haben?

"Ach, gerade an der Vielzahl der Veranstaltungen merkt man, wie gesund der Stadtteil ist. Es passiert eigentlich immer etwas, es gibt hier ohne Ende Musik, Theateraufführungen, Gemeindefeste, die ganze Palette, vieles davon ehrenamtlich. Oder Autorenlesungen, die unsere kleine Dorfbuchhandlung veranstaltet. Und überhaupt alles, was an und in der Burg stattfindet. Wir haben mit der Burg die ideale Location, das ist ein Klopper."

 
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