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Andrea Laconi über Burgaltendorf

Ein bisschen mehr Italien wünschte er sich schon für Burgaltendorf – vor allem mehr Leben auf der Straße und auf dem Markt. Seinen eigenen Beitrag dazu leistet der gebürtige Sarde seit 2008 mit seinem Eiscafé, in dem sich mittlerweile Uraltendorfer ebenso regelmäßig als Stammgäste zum Kaffee treffen wie frisch Hinzugezogene.

Wieso wohnt und arbeitet ein Ehepaar aus Sardinien ausgerechnet in Burgaltendorf?

"Weil meine Frau gesagt hat, das wäre ihr Traum. Ich arbeitete damals, 1993, in Huttrop. Meine Frau hat mich da zum ersten Mal besucht und wir sind mit dem Auto durch ganz Essen spazieren gefahren. Es war ein sonniger Sonntag nach Ostern, und in dem Moment, als wir nach Burgaltendorf kamen, war gerade die Kirche aus und überall liefen die kleinen Kommunionkinder durch die Straßen, in ihren weißen Kleidern und ihren schwarzen Anzügen. Alles war so schön – es konnte nicht wahr sein, dass es so nah bei der Stadt so eine Idylle gab. Als ich dann zehn Jahre später meine Frau am Telefon bat, von Sardinien zu mir nach Essen zu ziehen und hier mit mir ein Lokal zu eröffnen, sagte sie als Bedingung: "Aber nur, wenn wir das in Burgaltendorf machen"."

Was gefällt Ihnen an Burgaltendorf besonders?

"Dass es ein Dorf ist. Man kennt die Nachbarn und die Nachbarn kennen einen ebenfalls. Es ist ruhig, hat ein nettes Ambiente – und ist trotzdem ein zentrales Dorf: Die Stadt ist nah – eigentlich sind viele Städte von hier nah zu erreichen: Bochum, Hattingen, selbst Düsseldorf und der Flughafen."

Gibt es etwas Verbindendes zwischen Burgaltendorf und Italien?

"Auf jeden Fall nicht das Wetter! Aber das Leben im Dorf ist schon vergleichbar. Auf dem Weg von Zuhause bis zum Eiscafé grüßen mich hier bestimmt zwanzig Mal die Leute. Manche Autofahrer hupen sogar, wenn sie mich oder meine Frau sehen – das ist fast wie in Italien."

Was würden Sie sich persönlich wünschen in Burgaltendorf?

"Mehr Leben auf der Straße, im ganzen Dorf. Als Sarde, als Südländer, liebe ich es, wenn man sich im Dorf draußen trifft, redet oder einfach nur mit Bekannten und Freunden auf der Bank am Marktplatz sitzt. Ich weiß aber auch, dass das vom Wetter abhängig ist.

Ich wünschte mir mehr Geschäfte, das machte die Straße lebendiger. Das ist nicht so einfach, denn einige Läden sind im Unterdorf, einige andere im Oberdorf. Die Geschäftsleute hier tun aber schon immer was, mit vielen Ideen – vom Mitternachtsshopping bis zu Weihnachtsaktionen, Kinderfesten oder Bücher- und Leseaktionen."

Welchen Tipp würden Sie jemandem geben, der neu nach Burgaltendorf zieht?

"In unserem Fall sind die Leute aus Burgaltendorf auf uns zugekommen. Sie haben uns gefragt "Sind Sie die Neuen?" Die Leute hier sind neugierig, aber im positiven Sinn. Sie freuen sich und helfen gern weiter. Mein Tipp also an Neue: Locker bleiben, vieles kommt von selbst. Und wenn nicht: Einfach selbst auf die Leute hier zugehen, in den Geschäften oder auf der Straße."

Haben Sie einen persönlichen Lieblingsort in Burgaltendorf?

"Wir lieben es, unten an der Ruhr entlang spazieren zu gehen. Da kann man auch kilometerweit Rad fahren. Wenn uns nicht danach ist, Spaziergänger und Freizeitsportler zu treffen: Am Ende der Burgstraße, da, wo die Wiesen und Felder der Ruhrau sind, da ist es schön ruhig und man hört die Vögel singen."

Welche Veranstaltung sollte man in Burgaltendorf nicht verpassen?

"Das Ritterfest rund um die alte Burg, ganz klar! Das ist bunt, da ist viel los, und die Musikanten kommen zwischendurch in das Dorf und spielen hier einfach so. Wenn dazu dann noch die Sonne scheint- das darf man nicht verpassen."

Die Potentiale Burgaltendorfs

Wie bewerten Sie persönlich die Potentiale von Burgaltendorf?

Möglich sind pro Thema folgende Bewertungen: ausgezeichnet, gut, ausbaufähig, keine Bewertung

Meine Stadtteilbewertung

Mieten
ausbaufähig
Einkaufen
gut
Bus & Bahn
ausgezeichnet
Freizeitangebote
gut
Angebote für Kinder
ausgezeichnet
Restaurants
ausgezeichnet
Grün im Stadtteil
ausgezeichnet
 
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