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Die Geschichte von Kupferdreh und Byfang

Blick über den See auf den Zechenturm der Zeche Carl Funke

Stadtteilwappen Kupferdreh

Stadtteilwappen Kupferdreh

Stadtteilwappen Byfang

Wappen des Stadtteils Byfang
Essen- Kupferdreh Blick vom Priembergweg auf Kupferdreh- Dilldorf 29. 08. 1933

Kupferdreh-Dilldorf 1933

Kupferdreher Markt mit Saalbau Riegels um 1925

Kupferdreher Markt mit Saalbau Riegels um 1925

Namenserklärung

Der Namensgebung Kupferdrehs werden mehrere mögliche Erklärungen gegeben. Der Name könnte zunächst auf einen Kupferhammer am Deilbach zurückgehen, der im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Eine Karte aus 1582 zeigt den Deilbach mit dem Zusatz kopper hutte. 1805 wurde der Name Kupferh(amme)r abgebildet. Eine weitere mögliche Erklärung liegt in der Benennung einer Serpentine an der Mündung des Deilbachs in die Ruhr. Der Name Kupperdreh stammt aus dem Jahr 1813. 1844 wurde der Name Kupferdreh erstmals in dieser Form an der Stelle am Bach auf einer Karte eingezeichnet. Der Name kann allerdings auch auf die Schiffersprache zurückgeführt werden. Die Kopperdrai war die gefährlichste Biegung auf der Ruhr und von Schiffern gefürchtet. Sie erhielt ihren Namen durch die Schifferrufe koppdraien (= Richtungsänderung des Bugs).

Byfang wurde erstmals 1124 in einer Schenkungsurkunde des Stiftes Rellinghausen als "Rellinghouser Biefang" namentlich erwähnt. Es bedeutet so viel wie Rodung und Landgewinn.

Gehört zu Essen seit

01.08.1929

Stadtteilwappen Kupferdreh

Das Wappen zeigt ein auf dem Kopf stehendes Kreuz, das alchemistische Zeichen für Kupfer. Außerdem sind ein Wasserrad und die Ruhr als krummer Balken abgebildet. Der krumme Balken soll die Drehe der Ruhr, nachdem Kupferdreh möglicherweise benannt ist, verdeutlichen.

(Johann Rainer Bausch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile)

Statteilwappen Byfang

Hier zeigen sich die Rosen aus dem Wappen der Herren von Dimborn. 1661 erhielten sie die Herrschaft Byfang vom Stift Rellinghausen.

(Johann Rainer Bausch: Kurz Schweders Wappen der Essener Stadtteile)

Geschichte

Die erste Eisenbahn Deutschlands verkehrte durch Kupferdreh. Ab 1830 fuhr die „Prinz-Wilhelm-Eisenbahn“, benannt nach dem Bruder des Deutschen Königs, von Unterbyfang durch Hinsbeck und das Deilbachtal bis nach Nierenhof. Zunächst wurde sie mit Pferden betrieben, 1847 erfolgte jedoch der Umbau zum Dampfbetrieb und eine Verlängerung der Strecke bis „Steele-gegenüber“ und Wuppertal Vohwinkel.

Die Gemeinde Kupferdreh entstand 1875 durch eine Zusammenlegung der Honnschaften Hinsbeck und Rodberg, die bis 1803 zur Abtei Werden zählten. 1896 wurde die Bürgermeisterei Kupferdreh gegründet, zu der nun auch Byfang zählte. Ursprünglich war Byfang eine Bauerschaft des Stiftes Rellinghausen. Drei Jahre später wird die Bürgermeisterei noch durch Dilldorf und Teile vom Voßnacken ergänzt.

Dem Bau des Baldeneysees 1929 fielen die Kupferdrehe, eine gefährliche Kurve in der Ruhr, und der damalige Hafen zum Opfer, sie wurden vom Stausee überflutet. Mit der Eingemeindung zu Essen am 01.08.1929 wurde Byfang zum selbstständigen Stadtteil.

 
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