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Die Geschichte des Nordviertels

Universitätsviertel

Stadtteilwappen Nordviertel

Stadtteilwappen Stadtkern
Zeche Victoria Mathias

Zeche Victoria Mathias

Nordviertel Segeroth Januar 1971

Segeroth

Essen-Nordviertel, Wohn- und Geschäftshäuser an der Rheinische Strasse 1936

Eltingviertel

Namenserklärung

Unmittelbar nördlich an den Stadtkern angrenzender Stadtteil.

Gehört zu Essen seit

1901

Stadtteilwappen Nordviertel

Das Nordviertel hat kein eigenes Stadtteilwappen. Zusammen mit dem Südviertel, dem Westviertel, dem Ostviertel und dem Südostviertel trägt es das Wappen des Stadtkerns.

Geschichte

Industrialisierung

Die Zeche Victoria Mathias, die ab 1840 arbeitete, kaufte fast flächendeckend Land auf und warb mehr und mehr Arbeiter an. Etwas weiter nördlich, im heutigen Gewerbegebiet beim Thurmfeld, war es die Maschinenfabrik Union. Ein Ring von Industrie legte sich um die Stadt, der Wohnungsbau konnte mit der Zuwanderung kaum mithalten, drangvolle Enge und katastrophale Wohnverhältnisse waren die Folge.

Ein Beispiel ist der Segeroth, dort, wo heute die Universität steht. Ungeordneter Bau von Mietshäusern bot schlechte Unterkünfte für Zuwanderer aus unterschiedlichen Ländern und die Belegung der Häuser wurde immer dichter. 1886 lebten hier etwa 8.000, 1930 etwa 40.000 Menschen. Der Segeroth galt immer als besonderes Beispiel für die Probleme, die die Industrialisierung mit sich brachte. Der Segeroth ist heute nur noch eine wilde Erinnerung, mit der Ansiedlung der Universität wurde das Viertel aufgelöst.

Eltingviertel

Ein völlig anderes Beispiel eines Wohnviertels ist das Eltingviertel, hier begann die Bebauung etwas später, aber nicht mehr unkoordiniert, sondern mit systematischer Stadtplanung in einem geordneten Straßenraster. Man sieht den Häusern, von denen heute viele unter Denkmalschutz stehen, ihre bauliche Qualität noch gut an, repräsentative Schmuckfassaden sprechen vom bürgerlichen Stolz.

Wohlhabende Privatleute bauten hier seit 1891. Sie wollten sich nicht verstecken, sondern sich in der Qualität der Architektur wiederfinden.

Als die Zeche Victoria Mathias begann, eine systematische Bodenpolitik zu betreiben, kaufte sie nach und nach die Häuser auf. Die Erweiterung der Bebauung nach Norden begann ab 1910 mit der Anlage einer urban geprägten Wohnsiedlung. Es entstanden eine Reihe von großen Wohnblocks, die um begrünte Innenhöfe herum angeordnet wurden, und mit einem Sockel aus Bruchstein, mit Dachgauben ausgestattet waren. Schmuckelemente wie zum Beispiel Erker an den Fenstern zierten die Fassaden.

 
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