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Stadtteil-Kurzportrait

Stadtteilname: Fischlaken

Namenserklärung:

Der Name reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück. Die Mönche des damals jungen Klosters Werden hatten hier landwirtschaftliche Gebiete und auch Fischteiche.

Erstmals urkundlich erwähnt:

9. Jahrhundert

Gehört zu Essen seit:

01.04.1929

Geschichte und Strukturwandel:

Fischlaken war schon im ersten Jahrtausend namentlich als Dorf bekannt. Bis in unsere Zeit hinein überwog die landwirtschaftliche und forstliche Nutzung. Sie spielt auch heute noch, neben reiner Wohnbebauung und geschützten Flächen für Freizeitgestaltung eine große Rolle. Schon 1578 gab es hier links der Ruhr Steinkohleabbau, 1779 gilt als Datum der Inbetriebnahme von Zeche Pörtingsiepen. Sie förderte Mitte des vorigen Jahrhunderts über 600000 Tonnen Kohle jährlich und wurde 1973 stillgelegt.

Stadtteilporträt:

Fischlaken gehört zu jenen Stadtteilen, die einen Besucher von außerhalb des Ruhrgebietes immer wieder staunen lassen. Es schließt sich, den Hang hinauf, an das westlich angrenzende Werden an, sozusagen als eine zusätzliche Wohnstube des historischen Städtchens zwischen Viehauser Berg und Kunkelsberg. Vieles davon ist in den letzten Jahrzehnten entstanden, schön durchgrünt. Maßvoll gebaute Mietwohnungen gibt es und manches für gehobene Ansprüche, bis zu neuzeitlichen Villen, von deren Gärten man hinüber nach Bredeney und Heisingen schauen kann. Das tun auch viele Leute, die nicht hier wohnen: die Wanderer. Denn Fischlaken ist ein Stadtteil mit Wanderwegen. Schon ein Spaziergang vom "Schwarzen" die Fischlakener Straße hoch über Zimmermannstraße und Weinberg stiftet Urlaubsstimmung. Von der höchsten Erhebung lässt sich auf mehrfachem Weg zum Baldeneysee hinunter wandern. Und das Hespertal gehört zu Fischlaken, von wo es aufgehen mag zur Hammer Mark mit dem Blick in die Weite nach Heidhausen, zum nördlichen Ruhrufer oder nach Velbert. Und wenn zufällig auch noch die Hespertalbahn gemütlich pfeifend Dampf ablässt, dann steht fest: Fischlaken ist ein Erholungsgebiet mit Wohnanlagen und freiem Zugang zum benachbarten schönen Werden.

Sehenswürdigkeiten:

Haus Scheppen am Baldeneysee, ehemaliger Rittersitz (13. Jh.). Seilscheibe des Fördergerüstes der einstigen Zeche Pörtingsiepen.

ÖPNV-Anbindungen:

Bus 180 verbindet Fischlaken mit Werden, Kupferdreh und Burgaltendorf. Von Werden
Bus 169 nach Velbert und Bredeney.

Nächstgelegener Bahnhof:

Essen-Werden mit S6 Richtung Essen Hbf. und Köln über Düsseldorf