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Die Geschichte Rellinghausens

Foto: Blücherturm in Essen-Rellinghausen

Stadtteilwappen Rellinghausen

Stadtteilwappen Rellinghausen

Das alte Rellinghausen in Bildern

Essen Rellinghausen 1909, Panorama von der Kaninenberghöhe, links Zeche Langenbrahm. Hinten im Wald (oben) Fördertürme v. Gottfried Wilhelm. Vordergrund: Stiftmühlenbrink.

Panorama 1909

Rathaus Rellinghausen

Rathaus Rellinghausen

Gaststätte "Am Schwarzen Horn", Frankenstraße Ecke Hexentaufe im Jahr 1934. Heute verläuft hier die vierspurige Wuppertaler Straße.

Schwarze Horn

Zeche Langenbrahm II

Namenserklärung:

Der Name leitet sich wohl von dem altmittelhochdeutschen "Ruoldinghus" ab, was auf den Besitz eines gewissen Ruolds schließen läßt. Um 860 ist ein Oberhof dieses Namens nachweisbar, der wahrscheinlich im Bereich des heutigen Stiftplatzes bestand.

Erstmals urkundlich erwähnt:

943 (Ruoldinghus)

Gehört zu Essen seit:

1.4.1910

Stadtteilwappen:

Das Wappen des Stadtteils Rellinghausen zeichnet die christliche Funktion der Stadt durch das Kreuz dar. Die blauen Wellenbalken stehen für die Lage an der Ruhr.

Geschichte

Rellekhusen

Das niederfränkische Rellekhusen kam nach 860 in Gebrauch, als das Ehepaar Eggihard und Rikilt im Gebiet des heutigen Stiftplatzes einen Oberhof besaßen.

Äbtissin Mathilde

Die Essener Äbtissin Mathilde gründete ein Frauenstift für die Töchter des Dienstadels und gelangte 996/998 an die Herrschaft Rellinghausen. Das Stift der Äbtissin Mathilde besaß ein eigenes Hoheitsgebiet, welches durch noch teilweise vorhandene Mauern begrenzt war.

Schloss Schellenberg

1452 kauft Johann "von den Vitinchave gen. Schele" das "hus, geheten de berg", welches das heutige Schloss Schellenberg ist, das damals eine einfache Wasserburg war, die im Laufe der Generationen zur heutigen Schlossanlage ausgebaut und erweitert wurde.

Doch die Familie Vittinghoff-Schell steckte nicht nur Unmengen an Geld in den Ausbau des Schlosses, viel mehr fungierte sie auch als großzügiger Wohltäter.

Sankt. Annen Tag

Am 25. Juli 1516 wird von einem durchziehenden Schäfer in einem Dornenstrauch des Rellinghauser Mühlentales ein Hostiengefäß mit geweihten Hostien aufgefunden, die tags zuvor beim Kirchweihfest aus der Stiftskirche gestohlen worden waren. Das "wunderbare Ereignis" bewegte die Gemüter, erfuhr bald schon eine legendenhafte Ausgeschmückung und lockte auch Pilger an den Ort. Später wurde über dem Dornenstrauch eine Kapelle errichtet. Bis auf den heutigen Tag wird - nunmehr fast fünfhundert Jahre lang - des Ereignisses am St.-Annen-Tag mit einer feierlichen Prozession von der Kapelle zur Stiftskirche hin gedacht.

Hexenprozesse

1579 begannen die Hexenprozesse die bis zum Jahre 1591 andauerten und 42 Menschenleben kosten. Diese wurden im Blücherturm, welcher als Gefängnis und Folterkammer diente, zum Tode verurteilt. Der Straßenname "Hexentaufe" erinnert noch an die grausamen Rituale.

Zechen

Auf dem Gebiet von Rellinghausen gab es von 1749 bis spät ins 20. Jahrhundert einige Zechen, von denen die bekannteste die Zeche Gottfried Wilhelm war. Die Förderschächte lagen einst tief im Schellenberger Wald. Erst im späten 20. Jahrhundert, 1972 wurde die Zeche Gottfried Wilhelm zusammen mit der Heisinger Zeche Karl Funke endgültig stillgelegt.

1876, bis zur Eingemeindung zur Stadt Essen im April 1910 bildete Rellinghausen eine eigenständige Bürgermeisterei. In dieser Zeit war Joseph Sartorius Bürgermeister der Gemeinde.

 
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