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Die Geschichte Rüttenscheids

Sommer in der Gruga

Stadtteilwappen Rüttenscheid

Stadtteilwappen Rüttenscheid

Das alte Rüttenscheid in Bildern

Gruga: Blick vom Turm, um 1929

Grugapark um 1929

Rathaus Rüttenscheid 1933

Rathaus Rüttenscheid 1933

Giradet Haus, Mai 1967

Girardet Haus 1967

Namenserklärung

Der Name entwickelte sich aus dem mittelalterlichen "Riudenscethe". Letzte Forschungen neigen dazu, an das altsächsische "hriudi" = Riedgras anzuknüpfen und im Ortsnamen einen Siedlungsraum zu sehen, der durch Schnitt des Riedgrases, des Schilfs also, gewonnen wurde.

Erstmals urkundlich erwähnt:

Die erste urkundliche Erwähnung Rüttenscheids war im Jahr 970.

"Rudenscethe / Tradidit Frithuric pro animas fratris sui Ripuvini sancto Lutgero; territorium unum in Rudenscethe com mansis et com omni utilitate". (Rüttenscheid / Frithuric hat für die Seele (das Seelenheil) seines Bruders Ripuvinus dem heiligen Ludgerus (der Abtei Werden) ein Stück Land in Rüttenscheid mit Haus, Eigentumsrechten und Nutzung übergeben).

Gehört zu Essen seit:

1.7.1905

Stadtteilwappen:

Im 12. Jahrhundert nannte sich das heutige Rüttenscheid noch „Riudenscethe“. Die letzte Silbe des alten Namens steht für „Waldbesitz zur Acker- und Wohnplatznutzung“. Heraldisch wird dieses Flächenmerkmal durch die keilförmig zulaufende Spitze dargestellt. Die mit Kugelkreuzen besteckten Herzen vereinen die Wappen der dort ehemals ansässigen Familien von Schielt (Lindenblätter) und Steenhuis (Kugelkreuze).

(Johann Rainer Bausch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile)

Geschichte

Bergbau

Im 14. bis 16. Jahrhundert fand in Rüttenscheid Silber- und Bleibergbau statt.

1772 wurde dann mit der Gewerkschaft Langenbrahm einer der ältesten Grubenbetriebe des Ruhrgebietes mit einer der längsten ununterbrochenen Förderungen gegründet, als der Fürstabt von Werden den Kohleabbau gestattete. Der Schacht war bis 1966 im Betrieb.

19. Jahrhundert

In der überwiegenden Zeit des 19. Jahrhunderts gehörte Rüttenscheid als Gemeinde dem Bürgermeistereiverband Altenessen an. Aus der Teilung Altenessens entstand u.a. am 1. Januar 1874 die Bürgermeisterei Stoppenberg, zu der auch Rüttenscheid geschlagen wurde. Zehn Jahre später änderten sich die Dinge schon wieder: Rellinghausen, Heisingen und Rüttenscheid bildeten gemeinsam die Bürgermeisterei Rellinghausen.

Erst am 1.6.1900 erlangte Rüttenscheid Selbständigkeit, doch nur für fünf Jahre. Bei der Eingemeindung war Rüttenscheid an Essen schon ziemlich dicht herangewachsen.

Die Bevölkerungszahl wuchs explosionsartig von 4.652 (1890) über 14.735 (1900) auf 31.081 Einwohner im Jahr 1910.

Verwaltungsviertel

Zwischen 1908 und 1913 entstand das Königliche Land- und Amtsgericht mit barocker Fassade, das nach der Kriegszerstörung im Stil der 50er Jahre als Landgericht wiederaufgebaut wurde. Das 1913 konzipierte und in den darauffolgenden Jahren errichtete Polizeipräsidium, überstand den Bombenhagel dagegen fast unversehrt.

 
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