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Die Geschichte des Stadtkerns

Foto: Blick über die Essener Innenstadt

Stadtteilwappen Stadtkern

Stadtteilwappen Stadtkern
Altes Rathaus, 1905, erbaut 1885

Essener Rathaus 1905

Limbecker Straße, Mai 1966

Limbecker Straße 1966

Stadtteilwappen

Das Schwert gilt als Attribut der beiden Stadtpatrone Cosmas und Damian und steht im Bezug zum Essener Stadtwappen. Die sechs abgebildeten Kugeln stellen die sechs Stadtteile Stadtkern, Nordviertel, Ostviertel, Südostviertel, Südviertel und Westviertel dar, die gemeinsam die Stadtmitte bilden.

Eine Stadt wird gegründet

852 gründete Altfrid, Bischof von Hildesheim, gemeinsam mit der ersten Äbtissin Gerswida ein Damenstift an der Stelle des heutigen Doms am Burgplatz. Damit entstand die Keimzelle der heute rund 590.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Stadt Essen.

Der bedeutende Westbau der Münsterkirche stammt aus dem 10. und 11. Jahrhundert. Zu dieser Zeit stand das Stift unter dem Schutz der Könige, und viele weibliche Mitglieder der Königsfamilie genossen dort ihre Ausbildung. Es vergrößerte sich zusehends und verfügte über mehr als 3.000 Höfe, ausgedehnt zwischen Mittelrhein und Westfalen. Mit dieser Größe stellte das Stift eine der mächtigsten geistlichen Grundherrschaften im Mittelalterlichen Reich dar.

Der Bau der Stadtmauer, die größtenteils der heutigen Grenze des Stadtteils entspricht, lässt sich auf das Jahr 1244 zurückführen. Sie bildete bis weit in das 19. Jahrhundert hinein die Grenze der Stadt. Durch Eingemeindungen umliegender Städte und Ansiedlungen von Fabriken im Umfeld dehnte sich die Stadt nach und nach über die Grenzen der Stadtmauer aus.

Industrialisierung

Im Laufe der Industrialisierung wird Essen zu einem der weltweit bedeutendsten Zentren der Montanindustrie. Die ansässige Stahlfabrik Krupp, gegründet 1811 als Gussstahlfabrik in Altenessen, stieg zum größten Stahlkonzern des 19. Jahrhunderts auf. Als sogenannte "Waffenschmiede der Nation" wurde das Ruhrgebiet im Zweiten Weltkrieg zum strategischen Ziel für Luftangriffe der Alliierten, bei denen der Essener Stadtkern und viele bedeutende Gebäude wie der Hauptbahnhof oder die Lichtburg beinahe vollständig zerstört wurden. Ein detailgetreuer Wiederaufbau war größtenteils nicht möglich.

Wandel zur Einkaufsstadt

Bis ins 20. Jahrhundert stellte der Bergbau den wirtschaftlichen Leitsektor dar. Ausgehend vom Hauptbahnhof begann jedoch um die Jahrhundertwende die Entstehung eines neuen Geschäftsviertels. Die neuen Kauf- und Warenhäuser entwickelten sich zu Publikumsmagneten, wodurch sich Hauptgeschäftstraßen wie die Kettwiger und Limbecker Straße herausbildeten. 1927 wurde die Limbecker Straße für den Verkehr gesperrt und somit zur ersten Fußgängerzone Deutschlands.

Das Jahr 2009 markiert einen weiteren zentralen Aspekt in der Entwicklung der Einkaufsstadt Essen. Mit der Eröffnung des Einkaufszentrums Limbecker Platz gewann auch die bis dato etwas in den Hintergrund gerückte Limbecker Straße wieder an Bedeutung, da sie das Einkaufszentrum mit der Kettwiger Straße verbindet.

 
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