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Imke Kahrmann über Werden

Foto: Abtei Werden

Die Mischung macht das Leben hier interessant

Foto: Frühlings-Picknick auf der Brehminsel
"Die Studenten hier sind so ein bestimmter Menschenschlag, sehr individuell. Außerdem gibt es gut 30 Prozent ausländische Studierende, viele stammen aus Korea oder vom Balkan."

Ich habe auch ein Lieblingsgebäude

"Das ist die Folkwang-Universität der Künste. Sie ist so ein Ort der Besinnung, der Kreativität, der Freiheit"

Ich liebe den Baldeneysee

"Mein Lieblingsort ist definitiv der Ruhrweg in Richtung Kettwig. Am schönsten ist es, wenn die Sonne auf den Wald scheint. ... Mit Freunden laufe ich dort gerne entlang oder gehe manchmal joggen."

Hier gibt es viele Folkwang-Wohngemeinschaften

"Eine WG zu gründen, ist kein Problem. Außerdem gibt es tolle Altbauten. Eine der WGs ist direkt gegenüber von meiner Wohnung."

Imke Kahrmann studiert an der Folkwang-Uni der Künste. Deshalb lebt sie seit 2009 im Stadtteil Werden. Erst lockte die gebürtige Essen-Bredeneyerin der Operngesang, doch seit einiger Zeit will sie ihre Musik lieber in Klassenzimmer bringen und wechselte zu Lehramt. Trotzdem steht das Klavier der BMV-Schülerin selten still in ihrem Zimmer. Und auch für den schönen Ausblick vom Balkon zu ihrer Uni, wo sie auch als studentische Hilfskraft immer mittendrin dabei ist, findet sie noch Zeit.

Ist Werden ein Stadtteil für junge Leute?

"Für mich war es die Gelegenheit zu Studienbeginn hier her zu ziehen. Aber ich wusste schon vorher: Werden ist sehr klein. Man lebt wie auf einem Dorf. Wenn man nachts unterwegs ist und in einer Kneipe noch was trinkt, trifft man mit Sicherheit seinen Dozenten dort. Aber das macht das Ganze familiär und das ist schön. Nur manchmal ist es dann eben doch ein wenig zu klein. Dann bin ich froh über die Anonymität, die man an der Uni Essen hat, wo ich mein Germanistikstudium absolviere. Wenn man hier wohnt, muss man häufig nicht in die Stadt fahren. Es gibt hier einfach alles. Trotzdem ist man von hier schnell in Rüttenscheid. Auch die S-Bahnverbindung ist wirklich gut. Und nach Düsseldorf ist es auch nicht weit, das finde ich nett. Mit dem Bus bin ich zudem schnell bei meiner Familie. Also: Ich finde, hier lebt es sich gut."

Wie sieht die Wohnungssituation für junge Leute aus?

"Hier gibt es viele Folkwang-Wohngemeinschaften. Eine WG zu gründen, ist kein Problem. Außerdem gibt es tolle Altbauten. Eine der WGs ist direkt gegenüber von meiner Wohnung. Wenn ich aus dem Fenster gucke, sehe ich sie. Eins tiefer wohnt außerdem ein Komponist, im Erdgeschoss ein Cellist und gegenüber im Hinterhof wohnen Tänzer. Das ist schon witzig, wenn man auf den Balkon geht und hinüberwinken kann. Die Studenten hier sind so ein bestimmter Menschenschlag, sehr individuell. Außerdem gibt es gut 30 Prozent ausländische Studierende, viele stammen aus Korea oder vom Balkan. Die Mischung macht das Leben hier interessant."

Dein spontaner Ausgeh-Tipp für heute Abend?

"Ich gehe oft in die Bar 'Arche Noah' und zum 'Mexikaner'. Das sind die Studenten-Kneipen, mit Studi-Preisen. Dort trifft man auch immer Studienfreunde."

Was ist Dein Lieblingsort in Werden?

"Ich liebe den Baldeneysee. Es ist toll, Wasser hier zu haben. Mein Lieblingsort ist definitiv der Ruhrweg in Richtung Kettwig. Am schönsten ist es, wenn die Sonne auf den Wald scheint. Dann sieht man den Pastoratsberg. In Richtung Kettwig sind weniger Leute unterwegs als am Baldeneysee. Mit Freunden laufe ich dort gerne entlang oder gehe manchmal joggen.

Aber ich habe auch ein Lieblingsgebäude. Das ist die Folkwang-Universität der Künste. Besonders mit dem Anblick des Domes im Hintergrund. Sie ist so ein Ort der Besinnung, der Kreativität, der Freiheit. Sowieso bietet Werden mir einen Raum der Stille und der Lebensqualität, durch all die Natur um mich. Wenn man sich der Folkwang näher, kann man überall Musik hören, das ist wunderbar und wirkt auf mich wie eine kleine Oase.“

In welcher Jahreszeit gefällt Dir Stadtteil am Besten?

"Ich liebe den Herbst. Da riecht es so gut, ein süßer Duft. Man sieht den Herbst. Hört das Wasserrauschen. Der Dom ist nachts beleuchtet. Außerdem ist die Folkwang-Uni, die von 7 bis 24 Uhr offen hat, dann nachts ganz mystisch. Ja mystisch. Man muss einfach mal nachts im Herbst am Nordflügel der Uni gewesen sein."

Wohin würdest Du deine Besucher ausführen?

"Neben den Studi-Kneipen ist zum Ausgehen das 'Haus am See' direkt am Baldeneysee gut geeignet. Wir hatten da mal einen Mädelsabend. Man blickt auf die Villa Hügel. Sitzt mit Decken umhüllt im Strandkorb oder im Liegestuhl, daneben brennt ein Feuer. Das ist Ferienstimmung pur. Und direkt am Wasser, da sitze ich gerne auf einem Steg - der ist auch ganz nah an dem Haus."

Was wünschst Du Dir für Werden?

"Hier fehlt eigentlich nur noch ein Folkwang-Cafe. Also eine Art Plattform wo Studierende arbeiten, aber vor allem ihre Bilder ausstellen oder eine Jazz-Session geben können. So ein Angebot kann ich mir gut vorstellen. Bisher gibt es nur ein bis zweimal im Semester eine Veranstaltung im Pina-Bausch-Theater, wo jeder Studierende sein Können zeigen kann. Aber das ist zu wenig, finde ich. Ich würde mir wünschen, mehr von all den Künsten nach draußen so tragen, damit mehr Menschen daran teilhaben können. Musik und Kunst ist einfach so etwas Wunderbares.“

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