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Mobilfunk - Gesundheitsgefahren

Die mit dem Mobilfunk verbundene elektromagnetische Strahlung kann über thermische und möglicherweise auch über nichtthermische (athermische) Effekte zu Gesundheitsgefährdungen führen.

Bei der Nutzung von Mobiltelefonen werden die hochfrequenten elektromagnetischen Felder vom Körper aufgenommen. Es kommt zu einer geringen Erwärmung des Körpergewebes. Als Folge können Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Übelkeit oder Grauer Star auftreten.

Die Strahlungsaufnahme wird durch die spezifische Absorptionsrate (SAR), einem Maß für den auf die Gewebemasse bezogenen Leistungsumsatz (W/kg), dargestellt. Die SAR-Werte für zur Zeit angebotene Handys liegen zwischen 0,037 W/kg und 1,7 W/kg. Der zulässige Höchstwert von 2 W/kg gilt allgemein als gesundheitlich unbedenklich. Für das gleiche Handy sind die SAR-Werte im Funktelefonnetz E in der Regel deutlich niedriger als im Funktelefonnetz D. In der Wissenschaft äußerst umstritten sind die nichtthermischen Effekte bis hin zum Krebsverdacht, die durch den Mobilfunk ausgelöst werden können. Obwohl oder gerade weil es unzählige Studien zu möglichen Gesundheitsgefährdungen durch elektromagnetische Strahlung gibt, sind die Ergebnisse häufig nicht aussagekräftig. Für fast alle behaupteten Effekte - wie z. B. Leukämie, Hirntumore, Veränderung der Hormonproduktion oder Veränderung der Durchlässig-
keit der Blut-Hirn-Schranke - gibt es Gegenstudien, die diesen Effekt nicht finden konnten oder sogar widerlegen sollen.

Viele Studien scheinen mit gravierenden methodischen Fehlern behaftet zu sein. Zur Zeit laufen unter Beteiligung staatlicher Stellen Untersuchungen, insbesondere auch zur Krebsproblematik, bei denen diese Fehler ausgeschlossen sein sollen. Es konnte kein Zusammenhang zwischen Krebsentstehung und Mobilfunk bei bis zu zehnjähriger Nutzung festgestellt werden.

Der Nachweis der Unschädlichkeit ist prinzipiell nicht möglich. Mit epidemiologischen Untersuchungen kann festgestellt werden, ob bestimmte Krankheiten gehäuft auftreten. Der Gesundheitszustand einer der Strahlung von Handys und Basisstationen ausgesetzten Personengruppe wird mit einer Kontrollgruppe, die dieser Strahlung nicht ausgesetzt ist, verglichen. Hierzu ist es allerdings notwendig, eine Kontrollgruppe zur Verfügung zu haben, die nicht dem Einfluss von Handy-Antennen ausgesetzt ist. Bei 50 Millionen Handynutzern und einer fast flächendeckenden Versorgung ist dies so gut wie unmöglich.

 
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