essen.de > Leben in Essen > Umwelt > Energie

Sonnenenergie

Solarpotenzialkataster für das Stadtgebiet Essen ist online.

Ab sofort gibt es auf der Internetseite der Stadtwerke Essen eine kostenfreie Solarenergieanalyse mit der sich herausfinden lässt, ob ein Haus für die Solartechnik geeignet ist.
zur Solarenergieanalyse

Solarthermie

Solarthermische Anlagen, auch Solarwärmeanlagen genannt, beruhen auf dem denkbar einfachen Prinzip des wassergefüllten, schwarzen Gartenschlauchs, der sich in der Sonne erwärmt.

Aufbau

Kernstück jeder Anlage ist der Wärmesammler (Sonnenkollektor). Er besteht im Wesentlichen aus einem schwarzen Blech und einem damit verbundenen Rohr (Absorber), das von einem Wasser, -Frostschutz-Gemisch durchflossen wird. Über dem Absorber befindet sich eine Glasscheibe und darunter eine Wärmedämmschicht.
Die Wärme aus dem Kollektor wird in einen gedämmten Wassertank, den Solarspeicher, eingespeist. Da das Trinkwasser nicht durch den Kollektor fließt, sondern erst im Speicher durch den Solarwärmetauscher erhitzt wird, ist das Warmwasser hygienisch und gesundheitlich unbedenklich.

Größe und Kosten

Ausgehend von einem täglichen Wasserbedarf von 30 bis 50 Litern pro Person benötigt man pro Person eine Kollektorfläche von 1 bis 1,5 Quadratmeter. Bei entsprechender Sonneneinstrahlung kann in den Monaten Mai bis September die Solarthermie die Warmwasserbereitung fast vollständig abdecken.

Auf diese Weise lassen sich jährlich etwa 60 Prozent der für die Trinkwassererwärmung notwendigen Energie einsparen! Das entspricht 5 bis 10 Prozent des Heizenergiebedarfs pro Jahr.
Die Kosten für eine Solarthermieanlage liegen fertig installiert bei rund 900 euro pro Quadratmeter bei Verwendung eines Flachkollektors.

Photovoltaik

Photovoltaik ist Stromerzeugung durch Licht, das auf ein Halbleiterkristall trifft. 90 Prozent der Solarzellen sind aus dem Halbleiter Silizium, dem zweithäufigsten Element der Erdkruste.

Aufbau

In einem Hochofenprozess werden Rohsiliziumstäbe, sogenannten "Einkristallstäbe", hergestellt. Diese 150-200 Millimeter (Durchmesser) dicken Stäbe werden in 0,2-0,3 Millimeter starke Scheiben (Wafer) gesägt. Wafer sind die Grundplatten der mono- und polykristallinen Solarzellen. 40 bis 80 Solarzellen werden zu einem Photovoltaik-Modul zusammengeschaltet. Ein Standardmodul hat eine Leistung von 100-250 Watt, eine Fläche von 0,6-1,8 Quadratmetern und wiegt 10-25 Kilogramm.

Leistung

Die Leistung von Photovoltaik-Anlagen wird in der Einheit kWp (Kilowatt Peak) angegeben. Die Peakleistung (Spitzenleistung) wird bei einer Lichtstärke von 1000 Watt pro Quadratmeter und einer Temperatur von 25 Grad Celsius bestimmt. In unseren Breiten produziert eine 1 kWp Anlage rund 800 Kilowattstunden im Jahr. Damit werden ca. 500 Kilogramm Kohlendioxidemissionen eingespart.

Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von einem Kilowatt Peak (kWp) hat je nach Wirkungsgrad der Anlage einen durchschnittlichen Flächenbedarf von 10 Quadratmetern.

Zum Vergleich: Der Durchschnittshaushalt in Deutschland hat einen jährlichen Strombedarf von 3.500 Kilowattstunden. Eine 4 kWp-Anlage führt demnach rein rechnerisch zur Bedarfsdeckung.

Solarmodule wandeln Sonnenenergie in Gleichstrom um. Der produzierte Strom wird in Wechselrichtern zu Wechselstrom umgewandelt. Über einen Einspeisezähler wird der Sonnen-Strom bei einer netzgekoppelten PV-Anlage in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Derzeit gibt es pro erzeugter Kilowattstunde PV-Strom 28,74 Cent Solarförderung.

Bürgersolaranlagen

Interessierten Bürgern, die keine eigene Immobilie besitzen, bietet die Stadt Essen mit dem Projekt Bürgersolarstromanlagen die Möglichkeit, auf stadteigenen Dachflächen selber Solarstrom zu produzieren. Nähere Informationen dazu finden Sie über den nebenstehenden Link.

 
Um das Informationsangebot der Internetseite nutzerfreundlicher zu gestalten, verwenden wir Cookies. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung weitere Informationen.
OK