Sicherung und Entwicklung städtischer Grünflächen

Handlungsfeld

Stadtentwicklung

Zeitraum

2008 - 2020

Projektstand

Projektidee

Projektbeteiligte

Herr Andreas Bergknecht

Projektidee

Angesichts des von Wissenschaftlern prognostizierten Klimawandels und den Folgen des Pfingststurm "Ela" in 2014, welcher insbesondere an den Bäumen enorme Schäden in der Stadt verursacht hat, ist im Hinblick auf künftige klimatische Veränderungen eine möglichst vorausschauend Entwicklung der Grün- und Parkanlagen erforderlich. Damit die Bäume und Grünanlagen dieser Stadt auch in Zukunft ihre wertvolle stadtklimatische Funktion erbringen können, werden z.B. besonders widerstandsfähige Bäume für die Ersatzpflanzungen ausgewählt, die auch unter den veränderten Klimabedingungen ihre wichtigen Aufgaben erfüllen können. Im Zuge des prognostizierten Klimawandels ist nicht nur von einer Erhöhung der mittleren Jahrestemperatur und einer Verschiebung der jahreszeitlichen Niederschläge auszugehen. Vielmehr wird mit einer Zunahme von Belastungssituationen in den Bereichen Temperatur (Zunahme der heißen Tage im Sommer mit Ausprägung von Hitzeinseln) und Niederschläge (Starkregenereignisse) gerechnet. Damit verbunden werden auch gravierende Nachteile für die Bevölkerung und die gesamte Infrastruktur sein. Untersuchungen zum Stadtklima zeigen, dass städtische Grünflächen, Parkanlagen und Waldgebiete in Abhängigkeit von ihrer Struktur die extremen Auswirkungen durch Verdunstung, Rückhaltung und Versickerung verzögern, beziehungsweise abmildern können. So erwärmen sich Vegetationsflächen nicht nur wesentlich langsamer als bebaute Flächen, indem sie weniger Strahlungsenergie aufnehmen und speichern, sondern durch ihre Wasserrückhaltefunktion und die Verdunstung des aufgenommenen Niederschlagwassers sorgen sie zudem für eine Absenkung der Lufttemperaturen bis in die Umgebung hinein. Grünanlagen mit ihren Baumbeständen besitzen eine hohe Aufnahmekapazität für Regenwasser. Dieser Effekt ist umso wichtiger, weil künftig vermehrt mit Starkregenereignissen gerechnet werden muss. Die städtische Kanalisation ist für derartige Wassermengen nicht konzipiert und bei Starkregen häufig restlos überlastet. Die Regenmassen können dann nicht mehr aufgenommen und abgeführt werden. Beträchtliche Schäden durch überflutete Straßen, Unterführungen und Häuser sind die Folge. Grünanlagen mit Bäumen können hier Abhilfe schaffen, denn Regenwasser kann vorübergehend zur Rückhaltung in geeignete städtische Grünflächen abgeleitet werden. Eine Überflutung des Straßenraumes oder sensibler infrastruktureller Einrichtungen würde somit verhindert oder abgemildert. ________________________________________ Chronologische Umsetzung: fortlaufend Freiraumanteil im RFNP Der Bau des zentralen Parks im Universitätsviertel sowie des Krupp-Parks am Rande der Innenstadt führen in ihrem Umfeld und in den betroffenen Stadtquartieren zu einer erheblichen Verbesserung der klima-ökologischen Situation. Auch bestehenden Parkanlagen sind auf ihre klimaökologische Ausgleichsfunktion hin zu überprüfen und wo gestalterisch und funktional möglich können Baumpflanzungen erfolgen.

Ansprechpartner

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Sebastian Schulz
Tel: 0201 / 88 - 59 214
Mail: sebastian.schulz@umweltamt.essen.de

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