"Mein Essen – Mein Becher": FAQ rund um den Mehrwegbecher für Essen

Um einen Beitrag zur Müllvermeidung zu leisten, hat die Stadt Essen gemeinsam mit der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (EWG), den Entsorgungsbetrieben Essen GmbH (EBE) und der EMG – Essen Marketing GmbH im September 2018 den ersten städtischen Mehrwegbecher vorgestellt: "Mein Essen – Mein Becher" bietet Bürgerinnen und Bürgern eine umweltfreundliche Alternative zum Einwegbecher für den Kaffee- oder Teegenuss "to go".

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Warum sollte ich besser einen Mehrwegbecher als einen Einwegbecher nutzen?

Alleine in Essen wandern jedes Jahr mehr als 20 Millionen Einwegbecher in den Müll. Aufgrund ihrer Beschichtung können sie nicht recycelt werden. Zudem sind für ihre Herstellung große Mengen von Holz, Erdöl, Wasser und Energie nötig. All dies ist wenig ressourcenschonend. Dadurch, dass Mehrwegbecher wie "Mein Essen – Mein Becher" mehrfach verwendet werden, sparen Nutzer*innen Rohstoffe ein: Im Vergleich zur Neuherstellung eines Einwegbechers werden so 430 Milliliter Wasser und 0,1 Kilowattstunden Energie eingespart sowie 21 Gramm CO2 vermieden. Darüber hinaus tragen die Nutzer*innen von Mehrwegbechern zur Reduktion von Abfall bei und sorgen damit auch für ein saubereres Stadtbild, denn häufig landen leere Einwegbecher neben dem Abfalleimer, auf der Straße oder in der Natur. Zudem profitieren Kund*innen in vielen Bäckereien und Cafés von einem Preisnachlass, wenn sie ihre eigenen Becher mitbringen.

Ist die Wiederbefüllung von selbst mitgebrachten Mehrwegbechern hygienisch unbedenklich?

In vielen Gastronomien ist das Wiederbefüllen von Mehrwegbechern mit Heißgetränken gelebte Praxis und weder nationales noch europäisches Lebensmittelrecht verbieten dies. Lebensmittel dürfen nur so hergestellt, behandelt oder in den Verkehr gebracht werden, dass sie bei Beachtung der erforderlichen Sorgfalt keiner nachteiligen Beeinflussung ausgesetzt werden. Hierfür trägt der Lebensmittelunternehmer bzw. die Lebensmittelunternehmerin nach der EU-Verordnung für Lebensmittelhygiene die Verantwortung. Grundsätzlich wird für Heißgetränke, wie Kaffee und Tee, das mikrobielle Risiko eher gering eingeschätzt. Zusätzlich minimiert der sachgerechte Umgang mit Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen die Hygienerisiken und beugt einer nachteiligen Beeinflussung von Lebensmitteln vor.

Worauf muss ich bei der Wiederbefüllung von meinem mitgebrachten Mehrwegbecher achten?

Sollen Heißgetränke in einem selbst mitgebrachten Mehrwegbecher ausgeschenkt werden, sollten Becher und Deckel vor dem Gebrauch gereinigt werden. Mitarbeitende von Gastronomien müssen Mehrwegbecher vor dem Befüllen durch Sichtkontrolle auf Sauberkeit überprüfen. Bei Verschmutzung werden sie nicht gefüllt, es sei denn, sie können vor Ort gereinigt werden. Im Geschäft sollten Kund*innen daher nur einen sauberen Becher ohne Deckel abgeben und anschließend den gefüllten Becher selbst mit ihrem Deckel verschließen.

Was müssen Gastronomien bei der Wiederbefüllung von selbst mitgebrachten Mehrwegbechern beachten?

Gastronomie-Personal muss Mehrwegbecher vor dem Befüllen durch Sichtkontrolle auf Sauberkeit überprüfen. Sind die Becher verschmutzt, werden sie nicht gefüllt, es sei denn, sie können vor Ort gereinigt werden. Zudem darf der Becher auf keinen Fall die Auslauftülle der Getränkemaschine, die Kannen oder andere Utensilien berühren.

Ist der "Mein Essen – Mein Becher" umweltfreundlich?

Der Mehrwegbecher "Mein Essen – Mein Becher" besteht aus einem hochwertigen Qualitätskunststoff, der unter niedrigen Temperaturen von etwa 200 Grad verarbeitet wird. Deshalb ist seine Herstellung energiesparender als beispielsweise die von Glas oder Porzellan. Da der Becher in Deutschland gefertigt wird, sind die Transportwege kurz und sein geringes Eigengewicht sorgt für Energieersparnisse beim Transport. Sein hochwertiges und bruchstabiles Material steigert die Haltbarkeit des Bechers und kann recycelt werden. Entscheidend für die Ökobilanz ist aber nicht das Material, sondern wie viel mehr wie oft der Becher genutzt wird. Auch wenn sie regelmäßig gereinigt werden müssen, sparen Mehrwegbecher bei jeder Wiederverwendung 430 Milliliter Wasser im Vergleich zur Herstellung eines Pappbechers ein, ebenso wie den anfallenden Müll.

Wo wird der Essener Mehrwegbecher hergestellt?

"Mein Essen – Mein Becher" ist "made in Germany" und wird von der Firma Ornamin-Kunststoffwerke GmbH & Co. KG im westfälischen Minden gefertigt.

Woraus besteht der Mehrwegbecher für Essen?

"Mein Essen – Mein Becher" wird aus einem hochwertigen Qualitätskunststoff hergestellt, der unter niedrigen Temperaturen von etwa 200 Grad verarbeitet wird. Konkret besteht er aus Styrol-Acrylnitril-Copolymer (SAN), sein Deckel aus thermoplastischen Elastomeren (TPE) und der Verschluss aus Polypropylen (PP). Dementsprechend ist der Becher für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet und somit gesundheitlich unbedenklich. Der Becher enthält zudem kein Melamin, das gesundheitlich bedenklich ist. Ebenso wird bei der Herstellung auf nicht lebensmitteltaugliche Weichmacher, schwermetallbasierte Farbpigmente und Bisphenol A (BPA) verzichtet.

Welche Eigenschaften hat der Becher?

"Mein Essen – Mein Becher" verfügt über eine Füllmenge von 400 Milliliter, ist mit seinem Deckel dicht verschließbar sowie spülmaschinenfest, für Mikrowellen und zum Tiefkühlen geeignet und platzsparend stapelbar. Seine gute Haptik macht ihn zum idealen Begleiter für unterwegs, der auch im Auto, auf dem Fahrrad oder am Kinderwagen auf viele handelsübliche Becherhalter passt. Zudem erfüllt der Mehrwegbecher sämtliche Hygienestandards und ist aus gesundheitlich unbedenklichen Stoffen gefertigt.

Hält der Deckel von "Mein Essen – Mein Becher" dicht?

Ja, bei normaler Befüllung des Bechers und sachgemäßem Gebrauch ist der Becher dicht.

Kann ich den Becher in der Mikrowelle nutzen?

Ja, "Mein Essen – Mein Becher" ist mikrowellengeeignet, sollte aber nur befüllt erhitzt werden. Er ist von -30 bis 70 Grad Celsius dauertemperaturbeständig. Eine kurzfristige Erwärmung auf 100 Grad Celsius ist für etwa eine Minute möglich, beispielsweise beim Einfüllen von heißen Speisen oder Getränken. Der Becher ist zur Nutzung als Kochutensil ausdrücklich nicht geeignet.

Wie reinige ich meinen Becher am besten?

Die Stadt Essen empfiehlt Kund*innen und Kunden, ihre Becher und Deckel nach jedem Gebrauch mit wenig Spülmittel und heißem Wasser zu reinigen. "Mein Essen – Mein Becher" ist während der Reinigung bis 95 Grad Celsius temperaturbeständig. Eine kurzfristige Erwärmung auf 100 Grad Celsius ist für etwa eine Minute möglich.

Ist "Mein Essen – Mein Becher" spülmaschinengeeignet?

Ja, der Mehrwegbecher ist spülmaschinenfest, es sollten aber möglichst keine chlorhaltigen Spülmittel und aggressiven Säuren verwendet werden.

Wo kann ich den Mehrwegbecher kaufen?

In der Essener Innenstadt wird "Mein Essen – Mein Becher" aktuell in der Tourist Info der EMG – Essen Marketing GmbH auf der Kettwiger Straße, im Café Konsumreform, in der Hania Kaffeemanufaktur, bei TeeGeschwender oder im Rathaus am Porscheplatz verkauft. Zudem ist er im Grugapark Essen in Rüttenscheid im KaffeeGarten Ruhr, in der Orangerie und im Kurhaus erhältlich sowie im Café Ruhrblick in Burgaltendorf und im Ökumenischen Weltladen in Borbeck.

Was kostet "Mein Essen – Mein Becher"?

Der Essener Mehrwegbecher kostet inklusive Deckel 3,90 Euro.

Ich habe weitere Fragen. An wen kann ich mich wenden?

Für weitere Informationen steht Margret Schulte, Grüne Hauptstadt Agentur der Stadt Essen, telefonisch unter +49 201 88-82377 oder per E-Mail an margret.schulte@gha.essen.de zur Verfügung.

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Margret Schulte
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