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Naturnaher Umgang mit Regenwasser

Regenwassermanagement

Niederschlagswasser, das von Dächern und anderen befestigten Flächen, wie Terrassen, Wegen, Höfen sowie wenig befahrenen Straßen abläuft, ist normalerweise nicht oder nur geringfügig verschmutzt. Trotzdem wird das Regenwasser häufig wie Abwasser oder Schmutzwasser behandelt. Hauptsächlich über Mischwasserkanäle wird das Regenwasser zusammen mit den Schmutzwässern aus den Haushalten, Gewerbe und Industrie den Kläranlagen zugeleitet und dort aufwändig und kostenintensiv gereinigt. Die Stadt Essen unterstützt daher seit 1994 intensiv die Bestrebungen einer naturnahen Regenwasserbewirtschaftung und wird weiterhin im Stadtgebiet Projekte und Ideen im Rahmen des Regenwassermanagements initiieren und verfolgen.

Neu: Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“

Der Projekt-Wettbewerb der Landesregierung will die Zukunftsinitiative Regenwasser stärken und neue Impulse bei Stadt- und Freiraumentwicklungen geben.

Ebenfalls bis 2020 soll das Regenwasser nicht mehr klassisch über die Kanalisation abgeleitet, sondern möglichst in offenen Wasserflächen, Dachbegrünungen oder im Boden zwischengespeichert, verdunstet oder versickert werden. Dadurch sollen Hitzeinseln, Überflutungen und volle Kanäle vermieden werden. Diese Vereinbarung trafen die Emscherstädte, die Emschergenossenschaft und das Land NRW in 2014.

Neu: Förderprogramm der Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“

Das Land NRW gewährt Zuwendungen bis zu 80% der Baukosten für Stadt- und Freiraumplanungen, die durch innovative Regenwasserbeseitigung im Emschergebiet einen besonderen Beitrag zur Verbesserung des Grundwassers oder eines Gewässers leisten. Die Zwischenspeicherung von Regenwasser in offenen Wasserflächen, Dachbegrünungen und in Böden kühlt direkt, vermeidet Hitzeinseln und verbessert so das Stadtklima.

Teilnahmeberechtigt sind die Beteiligungskommunen der Zukunftsinitiative (Gemeinden), Gemeindeverbände und sonstige juristische Personen des öffentlichen Rechts im wasserwirtschaftlichen Einzugsgebiet der Emscher

Zukunftsvereinbarung Regenwasser

Bis 2020 sollen 15% des Regenwasserabflusses von der Kanalisation abgekoppelt werden. Dieses Ziel haben sich die Emscherstädte, die Emschergenossenschaft und das Land NRW als gemeinsame Strategie vorgenommen. Die Stadt Essen hat 2005 die Zukunftsvereinbarung Regenwasser unterzeichnet und setzt entsprechende Maßnahmen um.

Förderprogramm der Zukunftsvereinbarung Regenwasser

Das aktuelle Förderprogramm der Emschergenossenschaft gilt vorrangig für Eigentümer von großen Flächen im Einzugsbereich der Emscher, die an das Mischwasserkanalnetz angeschlossen sind. Zusätzlich ergibt sich für Haus- und Grundstückseigentümer ein finanzieller Anreiz durch die Absenkung der Abwassergebühren.

Informationen

Gern erteilen wir Ihnen telefonische Auskünfte über naturnahe Regenwasserversickerung, aktuelle Modellprojekte und Fördermöglichkeiten.

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