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Ausnahmeregelungen von den Fahrverboten der Umweltzone

seit 01.07.2014 Einfahrt in die Umweltzone Ruhrgebiet auf dem Stadtgebiet Essen nur noch mit grüner Plakette

Umweltzone Ruhrgebiet in Essen

Seit 01.01.2012 Umweltzone Ruhrgebiet auf dem Stadtgebiet Essen

Skyline von Essen

Grüne tschechische Umweltplakette ist grüner deutscher Plakette gleichgestellt

Grüne tschechische Umweltplakette

Sonderregelung für langjährige Halter von nichtnachrüstbaren Fahrzeugen mit gelber Plakette - Weiterfahrt ohne Ausnahmegenehmigung mit spezieller Bescheinigung hinter der Windschutzscheibe

Fahrzeuge mit gelber Plakette (ab Werk), die nicht nachrüstbar sind und vor dem 01.01.2008 auf den jetzigen Fahrzeughalter/das Unternehmen oder dessen Rechtsvorgänger zugelassen wurden, können einen Nachweis der Nichtnachrüstbarkeit erhalten. Mit dieser speziellen Bescheinigung ist die Weiterfahrt aufgrund Anerkennung per Allgemeinverfügung in der Umweltzone weiter möglich. Sie kostet 50,- Euro bis 75,- Euro und ist hinter der Windschutzscheibe auszulegen.

Berechtigt zur Ausgabe der speziellen Bescheinigung der Nichtnachrüstbarkeit für die Windschutzscheibe sind folgende Personen/Institutionen (TÜV, DEKRA, GTÜ):

  • Amtlich anerkannte Sachverständige oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr
  • von einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation betraute Prüfingenieure
  • eine zur Untersuchung der Abgase amtlich anerkannte Kraftfahrzeugwerkstatt

(mehr Informationen zur Sonderregelung siehe weiter unten unter Befreiungen von Amts wegen per Allgemeinverfügung)

Generelle Ausnahmen von der Plakettenpflicht und den Verkehrsverboten der Umweltzonen (bundeseinheitlich)

Nach dem Anhang zur 35. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung) sind die nachfolgend aufgelisteten Fahrzeuge von der Plakettenpflicht und den Verkehrsverboten der Umweltzonen in Deutschland befreit:

  • mobile Maschinen und Geräte
  • Arbeitsmaschinen
  • Land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen
  • Zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge
  • Krankenwagen, Arztwagen mit Kennzeichnung "Arzt Notfalleinsatz" (gem. § 52 Abs. 6 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung)
  • Kraftfahrzeuge mit denen Personen fahren oder gefahren werden, die außergewöhnlich gehbehindert, hilflos oder blind sind und dies durch die nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 der Schwerbehindertenausweisverordnung im Schwerbehindertenausweis eingetragenen Merkzeichen "aG", "H" oder "Bl" nachweisen
  • Fahrzeuge, für die Sonderrechte nach § 35 der Straßenverkehrs-Ordnung in Anspruch genommen werden können
  • Fahrzeuge nichtdeutscher Truppen von Nichtvertragsstaaten des Nordatlantikpaktes, die sich im Rahmen der militärischen Zusammenarbeit in Deutschland aufhalten, soweit sie für Fahrten aus dringenden militärischen Gründen genutzt werden
  • zivile Kraftfahrzeuge, die im Auftrag der Bundeswehr genutzt werden, soweit es sich um unaufschiebbare Fahrten zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben der Bundeswehr handelt
  • Oldtimer (gem. § 2 Nr. 22 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung), die ein Kennzeichen nach § 9 Absatz 1 (sogenannte "H"-Kennzeichen) oder § 17 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (Rotes Kennzeichen) führen, sowie Fahrzeuge, die in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union, einer anderen Vertragspartei des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Türkei zugelassen sind, wenn sie gleichwertige Anforderungen erfüllen

Ausnahmeregelungen für die Umweltzonen des Luftreinhalteplans Ruhrgebiet

Befreiungen von Amts wegen - per Allgemeinverfügung

Ohne Antrag und ohne gesonderte Ausnahmegenehmigung per Allgemeinverfügung gelten für folgende Kraftfahrzeuge / Sachverhalte zusätzlich die nachfolgenden Befreiungen von den Verkehrsverboten in den Umweltzonen des Luftreinhalteplanes Ruhrgebiet:

  • Fahrzeuge mit rotem Händlerkennzeichen (Beginn der Erkennungsnummer mit 06) und Fahrzeuge mit Kurzzeitkennzeichen (Beginn der Erkennungsnummer mit 04),
  • Versuchs- und Erprobungsfahrzeuge nach § 70 Abs. 1a oder § 19 Abs. 6 der StVZO und
  • Fahrzeuge von Menschen mit beidseitiger Amelie oder Phokomelie oder mit vergleichbaren Funktionsstörungen. Innerhalb der Umweltzone erfolgt der Nachweis der Schwerbehinderung durch deutlich sichtbares Auslegen der Ausnahmegenehmigung zur Bewilligung von Parkerleichterungen für behinderte Menschen hinter der Windschutzscheibe des Kraftfahrzeuges (Sichtbarkeitsprinzip).
  • Um dem erforderlichen Ausweichverkehr von den nicht mit Verkehrsverboten belegten Autobahnen Rechnung zu tragen, werden in Anlehnung an die Regelung in § 41 Abs. 2 Nr. 6 der StVO von den Verkehrsverboten die Fahrten ausgenommen, die auf ausgewiesenen Umleitungsstrecken (Zeichen 454, 455, 457 oder 460 oder über den sog. "Roten Punkt" im Sinne des Erlasses des Ministeriums für Bauen und Verkehr III B 3 – 75-02/217 vom 08. Februar 2006) durchgeführt werden, um besonderen Verkehrslagen Rechnung zu tragen.
  • Sonderregelung -gilt ab Umweltzone "grün" (ab 01.07.2014):
    Pkw, Nutzfahrzeuge (Kraftfahrzeuge der Klasse N1, N2 und N3), Reisebusse und ausländische Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 3 (gelbe Plakette) gemäß Anhang 2 Nr. 3 Abs. a - h der 35. BImSchV, d.h. Abgasstufe Euro 3, für die technisch keine Nachrüstung möglich ist und die vor dem 01.01.2008 auf den Fahrzeughalter/das Unternehmen oder dessen Rechtsvorgänger zugelassen wurden.
    Die Nichtnachrüstbarkeit mit einem handelsüblichen Partikelminderungssystem des Fahrzeugs der Schadstoffgruppe 3 (gelbe Plakette) zur Schadstoffgruppe 4 (grüne Plakette) ist von folgenden Personen/Institutionen zu bestätigen (z.B. TÜV, DEKRA, GTÜ):
    • Amtlich anerkannte Sachverständige oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr
    • von einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation betraute Prüfingenieure
    • eine zur Untersuchung der Abgase amtlich anerkannte Kraftfahrzeugwerkstatt
    Der Nachweis ist bei jeder Fahrt in der Umweltzone mitzuführen und im ruhenden Verkehr sichtbar hinter der Windschutzscheibe auszulegen.
    Kosten: 50,- Euro (Fahrzeuge bis 3,5 t) bis 75,- Euro (Fahrzeuge über 3,5t)
    Achtung: Von dieser Regelung sind ältere Fahrzeuge mit gelber Plakette (Erstzulassung vor dem Jahr 2000), die bereits durch ein geeignetes Partikelminderungssystem von der Schadstoffgruppen 0-2 (ohne und rote Plakette) auf die gelbe Plakette nachgerüstet wurden, nicht erfasst. (Fahrzeuge nach Anhang 2 Nr. 3 Abs. i - l der 35. BImSchV)

Ausnahmegenehmigungen auf Antrag

Befreiungen auf Antrag werden in drei verschiedenen Fallkonstellationen gewährt:

  • Wohnmobilbesitzer für Fahrten vom Wohnort zur Autobahn, wenn das Fahrzeug vor dem 01.01.08 auf den jetzigen Halter zugelassen wurde, nicht nachgerüstet werden kann oder die Nachrüstkosten des Fahrzeuges mit einem Partikelminderungssystem mehr als 4.500 Euro übersteigen.
    Ein Antragsformular mit den benötigten Unterlagen finden Sie als Download (pdf, 976 kB) rechts.
  • Ausnahmegenehmigungen für nicht nachrüstbare Fahrzeuge, die vor dem 01.01.2008 auf den Halter zugelassen wurden, nur bei nachgewiesener wirtschaftlicher und soziale Härte für bestimmte Fahrzwecke. Antragsformulare mit den benötigten Unterlagen für Privatpersonen und Gewerbetreibende finden Sie als Download rechts. => Mehr Informationen
  • Busse im ÖPNV => Mehr Informationen
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