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Häufige Fragen zum Bewohnerparken

Wer bekommt einen Bewohnerparkausweis?

Einen Parkausweis erhalten grundsätzlich alle Bewohner/-innen, die in dem Gebiet mit Hauptwohnsitz gemeldet sind und zudem über ein auf ihren Namen zugelassenes oder dauernd von ihnen genutztes Kraftfahrzeug verfügen.

Für welche Fahrzeuge gilt der Parkausweis?

Grundsätzlich wird nur ein Kraftfahrzeugkennzeichen in den Bewohnerparkausweis eingetragen. Die Erteilung eines Ausweises ganz ohne Eintragung eines Kennzeichens oder mit der Eintragung mehrerer Fahrzeuge kann nur ausnahmsweise erfolgen (zum Beispiel bei Zulassung mehrerer Fahrzeuge auf eine(n) Bewohner/-in oder bei ständig wechselnden Firmenwagen, wenn ein entsprechender Nachweis erbracht wird).

Erhält man für sein Zweitfahrzeug auch einen Ausweis?

Jede(r) Bewohner/-in erhält nur einen Parkausweis für ein auf ihn/sie als Halter/-in zugelassenes oder nachweislich von ihm/ihr dauerhaft genutztes Kraftfahrzeug.

Kann für ein Motorrad auch ein Bewohnerparkausweis beantragt werden?

Motorräder werden beim Parken auf Bewohnerparkplätzen wie Kraftfahrzeuge behandelt, wobei die Befestigung des Ausweises am Fahrzeug durch den Halter sicherzustellen ist. Für Krafträder wird kein Zweitausweis erstellt.

Wo erhält man einen Bewohnerparkausweis?

Die Ausweise werden vom Amt für Straßen und Verkehr auf Antrag erteilt. (siehe Link "Bewohnerparkausweise" auf der rechten Seite)
Die Antragstellung kann mit Hilfe eines Antragsformulars oder auch formlos schriftlich unter Beifügung der notwendigen Unterlagen (siehe nächste Frage) in Kopie erfolgen. Sollte die Beantragung durch eine(n) Vertreter/-in erfolgen, ist zusätzlich eine schriftliche Vollmacht erforderlich.

Welche Unterlagen werden für die Beantragung eines Ausweises benötigt?

Es sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • gültiger Personalausweis zum Nachweis des Wohnsitzes oder einen gültigen Reisepass in Verbindung mit einer Meldebescheinigung
  • Fahrzeugschein zum Nachweis des/der Halters/-in und als Beleg für das Kraftfahrzeugkennzeichen, welches in den Bewohnerparkausweis eingetragen wird
  • eine Benutzungsbescheinigung vom/von der Fahrzeughalter/-in über die dauerhafte Überlassung des Fahrzeuges, wenn dieses nicht auf den/die Antragsteller/-in/Bewohner/-in zugelassen ist (zum Beispiel bei Firmenwagen)
  • Führerschein, wenn das Kraftfahrzeug nicht auf den/die Antragsteller/-in/Bewohner/-in zugelassen ist
  • den alten Parkausweis im Falle einer Fristverlängerung oder bei einer Kennzeichenänderung
  • gegebenenfalls eine Bescheinigung über die Mitgliedschaft in einer Car-Sharing-Organisation    

Wie hoch sind die Gebühren für einen Bewohnerparkausweis?

Die Verwaltungsgebühren für den Ausweis betragen pro Jahr 30,00 Euro. Für eine Neuausstellung zum Beispiel bei einem Fahrzeugwechsel oder bei Ausweisverlust 15,00 Euro. Für Besucherausweise zahlt man 5,00 Euro pro Paket. Ein solches Paket besteht aus einer Wochenparkkarte und neun Tagesparkkarten.

Wie lange gilt ein Bewohnerparkausweis?

Die Gültigkeit eines Ausweises beträgt ein Jahr. Auf Wunsch kann er auch für die Dauer von zwei Jahren ausgestellt werden. Die Gebühren für den Ausweis betragen dann 60,00 Euro.

Gibt es eine Gebührenerstattung, wenn der Bewohnerparkausweis nicht mehr benötigt wird (zum Beispiel bei einem Wohnungswechsel)?

Eine Gebührenerstattung erfolgt nur, wenn der Bewohnerparkausweis für zwei Jahre ausgestellt wurde und der Verzicht auf eine weitere Ausnutzung und die Ausweisrückgabe im ersten Jahr erfolgt. In diesem Fall ist für das zweite Jahr eine Gebührenrückerstattung möglich. Für den hiermit verbundenen Verwaltungsaufwand werden 10,00 Euro berechnet, sodass man einen Betrag in Höhe von 20,00 Euro zurückerhält.

Welche Parkmöglichkeiten gibt es in einem Bewohnerparkgebiet?

Folgende Parkmöglichkeiten stehen im Gebiet zur Verfügung:
  • Stellplätze nur für Bewohner/-innen
  • Kombinierte Stellplätze, das heißt Stellplätze gegen Gebühr, auf denen Bewohner/-innen mit Ausweis frei parken dürfen und nicht an die Höchstparkdauer gebunden sind (siehe auch bewirtschaftete Stellplätze).
  • Tag-/Nachtregelung als zusätzliche Regelung für einige Bereiche, das heißt tagsüber kombinierte Stellplätze, die jedoch nachts ausschließlich den Bewohnern/-innen vorbehalten bleiben.
  • Bewirtschaftete Stellplätze, das heißt Stellplätze für jederman gegen Gebühr, unter Beachtung der Höchstparkdauer von 4 Stunden. Die Bewirtschaftung findet in der Zeit von Montag - Freitag 9.00 - 18.00 Uhr und samstags von 9.00 - 13.00 Uhr statt. Außerhalb dieser Zeiten kann hier frei geparkt werden.
  • freie Stellplätze

Wo gilt mein Bewohnerparkausweis?

Ein Bewohnerparkgebiet besteht zumeist aus mehreren Zonen. Für jede dieser großzügig bemessenen Zonen werden Bewohnerparkausweise ausgestellt, die dann nur hier ihre Gültigkeit haben.

Wo können Besucher parken?

Jede(r) Bewohner/-in eines Gebietes mit einer Parkraumregelung kann jährlich auf Antrag bis zu fünf Pakete Besucherparkausweise erhalten. Ein Paket besteht aus einer Wochenparkkarte und neun Tagesparkkarten. Die Verwaltungsgebühr hierfür beträgt 5,00 Euro. Außerdem stehen in einem Bewohnerparkgebiet auch Parkflächen zur allgemeinen Nutzung für alle Autofahrer/-innen zur Verfügung.

Wo können bestellte Handwerker parken?

Handwerker haben die Möglichkeit, gegen Gebühr einen sogenannten Ruhrgebietshandwerkerausweis zu erwerben. Hiermit haben sie die Erlaubnis, auch in Bewohnerparkgebieten frei zu parken. Dieser Ausweis ist ebenfalls ein Jahr gültig. Ist dieser Ausweis nicht vorhanden, bleibt die Möglichkeit eine Besucherkarte zu nutzen.

Erhalten Gewerbebetriebe auch Besucherkarten?

Das Liefern und Laden ist überall gestattet, wo der Verkehr nicht behindert wird. Außerdem besteht für Lieferanten die Möglichkeit, in ausgewiesenen Lieferzonen zu parken. Für Gewerbetreibende werden grundsätzlich keine Besucherkarten ausgestellt, da in einem Bewohnerparkgebiet auch Parkflächen zur allgemeinen Nutzung zur Verfügung stehen (kombinierte, bewirtschaftete, freie Stellplätze).

Wo können Berufspendler parken?

Soweit auf einem Firmengelände keine Mitarbeiterparkplätze zur Verfügung stehen, müssen Mitarbeiter/-innen, die ein Auto nutzen, auf die freien, bewirtschafteten oder kombinierten Stellplätze zurückgreifen (bei Beachtung der Höchstparkdauer). Für Pendler/-innen besteht allerdings auch die Möglichkeit, einen Dauerparkplatz in einem öffentlichen Parkhaus anzumieten, das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs oder das Fahrrad zu nutzen.