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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Baustellen und Verkehr

Warum gibt es so viele Arbeitsstellen im Straßenraum?

Die große Masse der baulichen Maßnahmen im Verkehrsraum machen die Arbeiten an Ver- und Entsorgungseinrichtungen, wie zum Beispiel Gas-, Wasser- und Entwässerungsleitungen sowie Fernwärme-, Strom und Kommunikationsleitungen aus, die für eine Stadt lebenswichtig sind.

Etwa 20 Prozent aller Straßenbaumaßnahmen dienen dem Erhalt, dem Ausbau oder dem Neubau von Straßen und Straßenabschnitten. 86% der Essener Hauptverkehrsstraßen sind älter als 30 Jahre und 27% sogar älter als 60 Jahre (Durchschnittswerte aus dem Jahr 2012). Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Fahrbahnbeläge saniert werden müssen. Hinzu kommen noch die ganzjährig durchgeführten Arbeiten am Straßenbegleitgrün sowie private Baumaßnahmen, die in den Straßenverkehr hineinstrahlen.

Von den zahlreichen Maßnahmen im Stadtgebiet und einer gewarteten Infrastruktur profitieren nicht nur Anlieger, sondern alle Essener Bürgerinnen und Bürger.

Warum finden gerade in den Sommerferien so viele Baumaßnahmen statt?

In der Sommerferienzeit sinkt das Verkehrsaufkommen im Stadtgebiet um rund 20 Prozent. Daher werden gezielt große Baumaßnahmen, die einen besonders starken Eingriff in den Straßenverkehr bedeuten, in den Sommerferien durchgeführt.

Wer koordiniert die Arbeitsstellen im Straßenraum und ist für die Verkehrsplanung zuständig?

Alle Baumaßnahmen, die Einfluss auf die Essener Straßen und damit den Straßenverkehr haben, benötigen von der Verkehrsbehörde des Amtes für Straßen und Verkehr eine Erlaubnis. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsbehörde koordinieren die bis zu 14 000 pro Jahr angemeldeten Maßnahmen im Essener Stadtgebiet.

Die Verkehrsbehörde ist dabei nicht der Bauvorhabenträger, sondern ausschließlich für die zeitliche Abfolge, die verkehrliche Absicherung und die Planung der alternativen Verkehrsführung zuständig.

Lassen sich die Arbeitsstellen nicht besser koordinieren?

Im Voraus gut planbar sind die Baustellen, die rechtzeitig von den Bauvorhabenträgern angemeldet werden.

Anders verhält es sich bei unvorhergesehenen Ereignissen. Platzt etwa eine Wasserleitung oder sackt eine Straße aufgrund eines Hohlraums ab, muss schnell gehandelt werden. Die Verkehrsführung muss dann bedarfsgerecht angepasst werden. Dadurch lässt es sich in einigen Fällen nicht vermeiden, dass auch Baustellen auf Umleitungsstrecken entstehen.

Können nicht mehr Baustellen am Wochenende und in der Nacht durchgeführt werden?

Aus Gründen des Lärmschutzes können Baustellen, vor allem in Wohngebieten, häufig nicht während Sonn- und Feiertagen oder in der Nacht durchgeführt werden. Näheres regelt das Bundes Immissionsschutzgesetz und die Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm.

Worauf wird bei Umleitungen geachtet?

Bei der Planung von Umleitungen wird darauf geachtet, den Verkehr möglichst über andere Hauptverkehrsstraßen zu führen. Von besonderer Bedeutung sind bei der Planung Schulen und Kindergärten, weiterhin werden Anliegerinteressen berücksichtigt. Die Umleitungen sind immer nur als Empfehlungen zu verstehen.

Was muss bei den Planungen beachtet werden?

Die Planungen für Großbaustellen beginnen in der Regel etwa zwei Jahre vor Beginn einer Maßnahme. Bevor eine Baustelle an den Start geht, gibt es zunächst Abstimmungsgespräche mit den Versorgungs- und Infrastrukturdienstleistern, wie den Stadtwerken Essen oder den Essener Verkehrsbetrieben, um die Bautermine abzustimmen und wenn möglich Synergieeffekte zu schaffen. Ist beispielsweise die Erneuerung einer Fahrbahndecke geplant, wird im Vorfeld abgesprochen, ob sich die Maßnahme mit einem Vorhaben eines Versorgungsdienstleisters kombinieren lässt. Damit soll vermieden werden, dass eine erneuerte Straßendecke kurz nach Fertigstellung erneut aufgerissen wird.

Auch Anwohnerinnen und Anwohner, Anliegerinnen und Anlieger sowie politische Gremien werden an den Planungen beteiligt. Wichtiger Partner sind zudem die Feuerwehr und die Polizei.

Warum sieht man auf vielen Baustellen oft gar keine Arbeiter?

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb auf Baustellen manchmal keine Arbeiter zu sehen sind. Häufig werden Baustellen großräumig um die eigentliche Arbeitsstelle abgesperrt, um die Verkehrsführung zu vereinfachen und sicherer zu gestalten. Arbeiten an Straßen sind zudem stark witterungsabhängig. Sowohl Temperaturen als auch Regen und Feuchtigkeit können Einfluss auf bestimmte Tätigkeiten haben und die Bauarbeiten einschränken. Absperrungen schützen weiterhin nicht nur aktive Arbeiten an einer Baustelle sondern beispielsweise auch trocknende Straßenbeläge vor Einwirkungen und Schäden.

Wo kann ich mich informieren?

Für alle die sich informieren und ihre Routenplanung im Essener Stadtgebiet optimieren möchten, stellt die Verkehrsbehörde auf der Internetseite der Stadt Essen eine Karte mit den aktuellen und geplanten Baustellen auf den Hauptverkehrsstraßen bereit.
Zur Baustellenkarte der KOST

Über große Bauvorhaben oder kurzfristige Verkehrsbehinderungen wird auch auf der Startseite www.essen.de/aktuelles und auf der Facebook-Seite der Stadt Essen informiert.

Direkte Ansprechpartner sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsbehörde.
Telefon: +49 201 88 66530
E-Mail: kost@amt66.essen.de

Über Baumaßnahmen, die den öffentlichen Nahverkehr einschränken, informiert die EVAG auf ihren Internetseiten unter www.evag.de.