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Nahverkehrsplan der Stadt Essen

Die kreisfreie Stadt Essen ist als Aufgabenträger für Planung, Ausführung und Ausgestaltung des lokalen ÖPNV im Stadtgebiet verantwortlich.

Gemäß § 8 ÖPNVG NRW ist die Stadt dazu angehalten, zur Sicherung und Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs einen Nahverkehrsplan aufzustellen. Dieser dient als Planungsinstrument dazu, eine tragfähige und finanziell realistische Grundlage für die Ausgestaltung des ÖPNV zu schaffen. Es sind die Ziele der Raumordnung und Landesplanung ebenso wie die bereits vorhandenen Verkehrsstrukturen zugrunde zu legen. Zudem sind die Belange der Barrierefreiheit im Sinne des Behindertengleichstellungsgesetzes sowie die Belange des Umweltschutzes und des Städtebaus zu beachten.

Die Planung, Organisation und Weiterentwicklung des Schienenpersonennahverkehrs in der Stadt Essen liegt in der Zuständigkeit des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und ist damit nicht unmittelbarer Gegenstand der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für die Stadt.

Nach zweieinhalbjähriger Bearbeitung und Abstimmung hat der Rat der Stadt Essen am 27. September 2017 den neuen Nahverkehrsplan beschlossen.

Nachdem der vorherige Nahverkehrsplan aus dem Jahr 2008 noch von einem Rückgang der Einwohnerzahl ausging, beinhaltet der neue Plan im Kontext mit der wieder „wachsenden Stadt“ einen Paradigmenwechsel. Der Nahverkehrsplan verfolgt dabei eine wirksame Erhöhung der Leistungsfähigkeit im kommunalen Schienennetz von Stadtbahn und Straßenbahn, um die infolge des Bevölkerungswachstums prognostizierten Fahrgastzuwächse im bereits heute hochausgelasteten Netz abwickeln zu können.

Das „Schlüsselprojekt“ des Nahverkehrsplans ist die oberirdische Bahnhofstangente als „Bypasslösung“ im Straßenbahnnetz, welche eine wirksame Entlastung der Tunnelstrecken bewirken soll. Der Plan sieht weiterhin eine Angebotsverdichtung auf den Hauptachsen im Straßenbahnnetz und eine Stärkung von Stadtteilverbindungen im Busnetz vor. Weitere Schwerpunkte des Nahverkehrsplans sind die Festlegung der Leitlinien und Prioritäten zur Schaffung eines barrierefreien ÖPNV sowie das Aufzeigen der Handlungserfordernisse zur Modernisierung des Straßenbahnnetzes und zur Umsetzung von linien- und streckenbezogenen Beschleunigungsprogrammen. Der Nahverkehrsplan formuliert weiterhin das Verständnis der Stadt Essen, das beauftragte Verkehrsunternehmen als integrierten Mobilitätsdienstleister zu entwickeln.

Der vollständige Nahverkehrsplan mit den dazu gehörenden Karten wird voraussichtlich im November 2017 hier einzusehen sein.

In der Übergangszeit verweisen wir auf den beschlossenen Entwurf im Ratsinformationssystem (nebenstehender Link).



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