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Bewohnerparken

Im Jahr 1980 wurde das Instrument des Anwohnerparkens in die Straßenverkehrsordnung eingeführt, um für Anwohner die Parkplatznot in dicht bebauten Stadtteilbereichen zu lindern. Ende 2001 hat der Gesetzgeber die Regelungen überarbeitet, so dass sie jetzt für "Bewohner städtischer Quartiere mit erheblichem Parkraummangel" gelten. 

Was ist Bewohnerparken?

Mit Bewohnerparken wird die in der Straßenverkehrsordnung gegebene Möglichkeit beschrieben, dass Bewohner ihr Fahrzeug über einen längeren Zeitraum in einem Bereich abstellen dürfen, in dem ein Halteverbot mit Ausnahmen für Bewohner gilt oder in dem Parken ansonsten nur mit Parkschein erlaubt ist. Hierfür wird ein Parkausweis benötigt, den alle in dem Gebiet mit Hauptwohnsitz gemeldeten Bewohner, die über ein auf ihren Namen zugelassenes oder dauernd von ihnen genutztes Kraftfahrzeug verfügen, gegen Gebühr beim Amt für Straßen und Verkehr erhalten können.

Aufgrund dichter Bebauung und unterschiedlichster Nutzungen in einigen Stadtteilen sind die Bewohner in besonderem Maße auf Parkplätze im öffentlichen Straßenraum angewiesen, die gleichzeitig auch Besucher und Beschäftigte nutzen wollen.

Die Stadt Essen hat im Sommer 1993 als Pilotprojekt eine Anwohnerparkregelung im Museums- und Sternviertel eingeführt. Diese wurde im Jahr 2003 durch eine überarbeitete Bewohnerparkregelung aktualisiert und den neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst.

Weitere Bewohnerparkgebiete sind die Innenstadt und das Ostviertel.

Der Rat der Stadt Essen hat im Zuge der Haushaltsberatungen am 28.11.2012 beschlossen, dass verschiedene Aufgaben, die die Stadt Essen bisher ohne gesetzliche Verpflichtung - also freiwillig - leistet, nicht mehr weitergeführt werden dürfen. Diese unvermeidlichen Beschlüsse mussten getroffen werden, um die Überschuldung der Stadt Essen zu verhindern. Eine dieser Entscheidungen betrifft auch die Aufgabe "Planungen von Bewohnerparkzonen". Seitdem werden keine Neuregelungen zum Bewohnerparken mehr getroffen.