Presseeinladung/ Fototermin: "Verpflegung war mickrig, arbeiten musste man schwer. Vom (Über-)Leben russischer Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Essen"

Donnerstag, 18. Februar, 14.30 Uhr, Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv, Raum S.04 UG (Seminarraum 1), Ernst-Schmidt-Platz 1 (ehemalige Luisenschule)

11.02.2016

Das Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv hat im Rahmen der Bildungspartnerschaft mit dem Burggymnasium erfolgreich am Programm "Schule und Archiv" des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport teilgenommen. Das Projekt "Zwangsarbeit in Essen während des Zweiten Weltkrieges" erhielt eine finanzielle Förderung, so dass der Themenkomplex mit und für Schülerinnen und Schüler nachhaltig aufgearbeitet werden kann.

Im ersten Teil des Projektes erarbeiteten 28 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 unter Begleitung der Archivpädagogin Monika Josten und der Kursleiterin Brigitte Sternberg im Schuljahr 2015/ 16 die "lecture performance: "Verpflegung war mickrig, arbeiten musste man schwer. Vom (Über-)Leben russischer Zwangsarbeiterinnenund Zwangsarbeiter in Essen".

Die Basis für das Projekt bildeten Originalbriefe, die ehemalige Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter Ende der neunziger Jahre vor dem Hintergrund der Entschädigungsverfahren an das Stadtarchiv geschickt hatten. Der Bestand umfasst 33 Aktenordner voller Briefe. Viele von ihnen sind nur in Auszügen übersetzt. Dank der Mitwirkung von vier russisch sprechenden Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern liegen nun einige besonders interessante Briefe vollständig übersetzt vor. Neben der Erarbeitung des historischen Hintergrundes haben sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Themenkomplex "Zwangsarbeit" kreativ auseinandergesetzt, sodass ein eigenständiges Werk entstanden ist, das über die bloße "Inszenierung von Geschichte" hinausgeht.

Die geplante "lecture performance" zu dem Thema wird am Samstag, 27. Februar, in den Bunkerräumen der ehemaligen Luisenschule der Öffentlichkeit präsentiert.

Im zweiten Teil des Förderprojektes werden Unterrichtsmaterialien in der Reihe "Materialien für den Unterricht – Stadtgeschichte" erarbeitet. Sie beinhalten auch Arbeiten der Schülerinnen und Schüler. Nach Erscheinen werden diese der Öffentlichkeit vorgestellt.

Beim Pressetermin erläutern folgende Ansprechpartnerinnen und -partner das Projekt:

  • Dr. Klaus Wisotzky, Leiter des Hauses der Essener Geschichte/ Stadtarchiv,
  • Monika Josten, Historische Bildungsarbeit, Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv,
  • Oberstudiendirektorin Petra Schnell-Klöppel, Schulleiterin des Burggymnasiums,
  • Brigitte Sternberg, Lehrerin am Burggymnasium.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Hinweis an die Redaktionen: Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Monika Josten, Telefon: 88-41317 oder Email: monika.josten@hdeg.essen.de.

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