Verleihung des MRE-Hygiene-Siegels an Essen Krankenhäuser

14 Essener Akut-Kliniken erneut zertifiziert

05.10.2016

Bereits zum zweiten Mal ist heute (5.10.) im Essener Rathaus das MRE-Hygiene-Siegel für Qualität und Transparenz vergeben worden. Das Siegel wird seit 2013 vom Gesundheitsamt der Stadt Essen und dem Netzwerk Essener Standard - Schutz vor Infektionen mit multiresistenten Erregern (MRE) verliehen. Zum zweiten Mal in Folge haben alle 14 Essener Akut-Kliniken die Standards zur Bekämpfung und Prävention von Multi-Resistenten Erregern erfüllt und können sich damit über eine erneute Zertifizierung freuen.

Mit den jeweiligen Standorten wurden folgende Kliniken ausgezeichnet:

  • Alfried Krupp Krankenhaus,
  • Elisabeth-Krankenhaus Essen,
  • Evangelisches Krankenhaus Essen-Werden,
  • Katholisches Klinikum Essen,
  • Katholische Kliniken Ruhrhalbinsel,
  • Kliniken Essen-Mitte,
  • LVR-Klinikum Essen,
  • Ruhrlandklinik Essen,
  • St. Josef Krankenhaus Essen-Werden,
  • Universitätsklinikum Essen.

Bei der feierlichen Übergabe des Zertifikats der Stufe Zwei an die Vertreterinnen und Vertreter der Krankenhäuser durch Oberbürgermeister Thomas Kufen, Gesundheitsdezernent Peter Renzel und Dr. Rainer Kundt, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Essen, wies das Stadtoberhaupt auf die Bedeutung des Siegels angesichts eines gestiegenen Bewusstseins für Hygienestandards in Mitteleuropa hin: "Die Essener Gesundheitskonferenz hat schon im Jahr 2007 beschlossen, im Kampf gegen multiresistente Keime sektorenübergreifend und interdisziplinär einen Standard zu entwickeln und umzusetzen. Dies führte zur Gründung des Essener Netzwerkes MRE. Darin arbeiten verschiedene Dienstleister der Gesundheitswirtschaft eng zusammen, um dem zunehmenden Problem mit multiresistenten Erregern entgegenzutreten. Diesen Kampf müssen wir auch zukünftig auf hohem Niveau weiterführen. Dabei ist das Siegel, das die Arbeit des Netzwerkes und die hohe Qualität der Siegelträger transparent macht, eine große, sichtbare Unterstützung, um Vertrauen bei den Patientinnen und Patienten zu schaffen", hob der Oberbürgermeister Thomas Kufen den Mehrwert der Auszeichnung für die zertifizierten Häuser hervor.

Ziel des Siegels ist vor allem, die Essener Krankenhäuser zur Erreichung eines überdurchschnittlichen Hygiene-Standards zu motivieren, immer wieder aktuelle Standards zu definieren und diese über die Qualitätsziele des Siegels umzusetzen, die Kommunikation zwischen Gesundheitsamt und den Kliniken zu intensivieren und den Gesundheitsstandort Essen zu stärken.

Die vom Netzwerk Essener Standard entwickelten Maßnahmen sind 2012 auch in die Projektliste der Landesinitiative "Gesundes Land Nordrhein-Westfalen" aufgenommen worden. Derzeit erarbeitet das Netzwerk unter Leitung von Dr. Rainer Kundt und Anne Eva Lauprecht bereits die erweiterten Kriterien für das Siegel der Stufe 3. Das nun vergebene Siegel Zwei behält Gültigkeit bis zum 31. März 2018.

Zum Hintergrund:

In Deutschland kommt es Schätzungen zufolge jährlich zu mindestens 400.000 bis 600.000 Infektionen im Zusammenhang mit medizinischen Behandlungen. 94 Prozent dieser Infektionen werden durch Antibiotika-empfindliche Bakterien, die meist aus der Patienten-eigenen Flora stammen, verursacht. Bei etwa 6 Prozent jedoch handelt es sich um Bakterien mit besonderen Antibiotika-Resistenzen, sogenannte multiresistente Erreger (MRE). Dies erschwert die Behandlung, führt häufig zu einem verlängerten Aufenthalt im Krankenhaus mit stärkeren Belastungen für die Patientinnen und Patienten und je nach Erreger zu besonderen Hygiene-Schutzmaßnahmen. Krankenhäuser gelten als besonderer Risikobereich, da hier besonders kranke, zunehmend ältere und oftmals mehrfacherkrankte Patientinnen und Patienten behandelt werden.

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Vergabe des Essener Hygiene-Siegels MRE für Qualität und Transparenz an die Essener Akutkrankenhäuser Foto: Elke Brochhagen
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