"Kurve kriegen" – Programm zur Prävention von Jugendkriminalität

02.11.2016

Gemeinsam mit der Polizei Essen präsentierte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger heute (2.11) in Essen das Programm "Kurve kriegen".

Das Projekt zur Prävention von Jugendkriminalität wird von bislang zwölf auf insgesamt 19 Standorte ausgebaut.
In Essen wird das Projekt ab sofort in Kooperation mit der Polizei und der Stadt Essen durchgeführt. Als anerkannter Träger pädagogischer Arbeit ist die Arbeiterwohlfahrt verantwortlich für die inhaltliche Ausführung. Die pädagogischen Fachkräfte des Jugendamtes kümmern sich frühzeitig und zielgerichtet um die jungen Täter.

Innenminister Jäger betonte bei der Vorstellung, dass der Erfolg des Projekts wissenschaftlich belegbar sei und betonte, dass "40 Prozent der Teilnehmenden nicht wieder straffällig werden".

Mit dem Projekt "Kurve kriegen" geht die Polizei in NRW ganz neue Wege der Kriminalitätsprävention. Die Polizei holt pädagogische Fachleute und Betroffene ins Boot. In Abstimmung mit den Jugendämtern bieten sie gezielte Unterstützung für Kinder und Jugendliche und ermöglichen individuelle und frühzeitige Hilfeangebote, die langfristig kriminalpräventiv wirken sollen.

Das Konzept richtet sich an straffällig gewordene Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 15 Jahren. Kinder und Jugendliche sollen vor einem dauerhaften Abrutschen in die Kriminalität bewahrt und die Zahl der Straftaten verringert werden. In Kooperation mit den pädagogischen Fachkräften soll den Kindern frühzeitig und individuell geholfen werden. Der frühe und individuelle Ansatz verhindert aus polizeilicher Sicht Kriminalität und zahlreiche weitere Opfer und ist aus pädagogischer Sicht besonders sinnvoll, um notwendige positive Verhaltensänderungen herbeizuführen.

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