Vermittlung Schwerbehindeter in Arbeit V.l.n.r. Manuel Biedermann, Nicole Köster, Bodo Kalveram, Jutta Eckenbach, Sven Thom, Klaus Peters und Martin Schnell Vermittlung Schwerbehindeter in Arbeit V.l.n.r. Manuel Biedermann, Nicole Köster, Bodo Kalveram, Jutta Eckenbach, Sven Thom, Klaus Peters und Martin Schnell Foto: B. Steiner / Franz Sales Haus

Essen. Inklusive. Arbeit

Zwischenbilanz nach dem ersten Projektjahr

30.11.2016

Nach dem ersten Projektjahr von "Essen. Inklusive. Arbeit" zogen die beteiligten Institutionen jetzt vor den Essener Bundestagsabgeordneten Jutta Eckenbach und Dirk Heidenblut eine positive Zwischenbilanz. Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderte Kooperationsprojekt von JobCenter und Arbeitsagentur Essen mit dem Franz Sales Haus hat die Integration von schwerbehinderten Menschen in den 1. Arbeitsmarkt zum Ziel.

"Das angestrebte Integrationsergebnis haben wir mit 30 Integrationen im ersten Jahr glatt verdoppelt", freut sich Projektleiter Bodo Kalveram vom JobCenter. "Positiv ist auch, dass wir die prognostizierte Verbleibdauer von acht Monaten im Projekt bei der Vermittlung in Arbeit deutlich unterschreiten konnten. Die Projektmittel ermöglichen es uns zudem, grundsätzlich Überzeugungsarbeit bei den Unternehmen zu leisten."

"Viele Arbeitgeber scheuen die Beschäftigung von Menschen mit Handicap, weil sie glauben, sich damit auf Dauer zu binden. Hinzu kommen Vorurteile in Bezug auf krankheitsbedingte Ausfallzeiten oder mangelnde Einsatzfähigkeit. Diese Ängste, aber auch die Sorge vor einem undurchdringlichen Zuständigkeits-Dschungel möchten wir den Arbeitgebern mit 'Essen. Inklusive. Arbeit' nehmen", erläutert Klaus Peters, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Essen.

"Ein wichtiges Handlungsfeld im Projekt ist deshalb die intensive Beratung von Arbeitssuchenden und Arbeitgebern durch unsere speziell geschulten Jobcoaches", ergänzt Nicole Köster, Leiterin Arbeitsmarktintegration im Franz Sales Haus. "Wir informieren auf Workshops und Expertenforen, sind bei Innungs- und Kammertreffen dabei und schulen die Arbeitgeber."

Dass der persönliche Kontakt von großer Bedeutung ist, bestätigt Maler Sven Thom. Der 38-jährige Selbständige hat Anfang Oktober zunächst die 57-jährige Cornelia Winkler als kaufmännische Mitarbeiterin über "Essen. Inklusive Arbeit" angestellt. Zum Jahresanfang 2017 folgt nun der 23-jährige Manuel Biedermann als Maler. Beide weisen nach einer Erkrankung einen Grad der Behinderung von 50 auf. Ihre Einstellung wird von der Agentur für Arbeit und vom JobCenter mit einem Eingliederungszuschuss über zwei Jahre beziehungsweise über ein Jahr gefördert.

"Wichtig ist vor allem, dass die Chemie zwischen Arbeitgeber und Angestelltem stimmt", sagt Sven Thom. "Vorbehalte, die ich wie wahrscheinlich viele Arbeitgeber hatte, wurden aber durch die intensive Beratung ausgeräumt".

Mit Aufklärungsarbeit wird es deshalb im kommenden Projektjahr bei "Essen. Inklusive. Arbeit" weitergehen: Geplant ist die Einrichtung einer digitalen Landkarte, die alle Unterstützungsangebote zur beruflichen Integration von schwerbehinderten Menschen im Essener Stadtgebiet zeigt. Mitte 2017 soll ein Aktionsmonat das Thema Schwerbehinderung und Arbeit ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Und für das Folgejahr ist ein Imagefilm zum Thema geplant.

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