2. Essener Gesundheitsforum 2. Essener Gesundheitsforum

2. Essener Gesundheitsforum

03.04.2017

Mit fast 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat am Samstag (1.4.) das 2. Essener Gesundheitsforum stattgefunden. Essen ist der Gesundheitsstandort Nummer 1 der Region. Expertinnen und Experten aus Medizin, Forschung, Pflege, Pharmazie und Lehre haben sich auf Einladung von Oberbürgermeister Thomas Kufen in der Messe Essen informiert, vernetzt und ausgetauscht. Im Mittelpunkt stand das Thema "Medizin 4.0".

Gestartet ist der Kongress entsprechend mit einem Initialvortrag "Medizin und künstliche Intelligenz" von Professor Dr. Michael Forsting vom Universitätsklinikum Essen. Die danach durchgeführten fachlichen Dialoge zu Medizin 4.0, Multiresistente Erreger (MRE), Neurovaskuläres Netzwerk/ Schlaganfallverbund, Altersmedizin und Notfallmedizin auf der großen Bühne zeigten den rund 300 Besucherinnen und Besuchern die große und überaus interessante Vielfalt des Gesundheitsstandortes Essen.

Im Anschluss konnte Gesundheitsdezernent Peter Renzel drei mit 1.000 Euro dotierte Sonderpreise der Arbeitsgemeinschaft "Essen forscht und heilt" verleihen.

Hiermit wurden besonders innovative und zukunftsorientierte Projekte und Ideen ausgezeichnet. In diesem Jahr waren es drei Projekte in den Kategorien "Medizin und Wissenschaft", "Medizin und Entwicklung" sowie "Medizin und Unternehmen".

Kategorie: "Medizin und Wissenschaft"

In einem von der Deutschen Forschungsgesellschaft geförderten Projekt zwischen der Arbeitsgruppe von Professorin Astrid Westendorf (Medizinische Mikrobiologie) und Professor Matthias Epple (Anorganische Chemie) wurden Nanopartikel zur Behandlung chronischer Entzündungen entwickelt. Solche Entzündungen treten beispielsweise im Darm (Morbus Crohn) oder im Mund (Parodontitis) auf. Durch die Kombination von biologisch abbaubaren Nanopartikeln mit Nukleinsäuren können Entzündungsfaktoren selektiv und effizient reduziert werden. Im ebenfalls DFG-geförderten Deutsch-Chinesischen Transregio 60 konnten die Preisträger auch zeigen, dass sich mit ähnlichen Nanopartikeln auch virale Infektionen wie Hepatitis und Grippe erfolgreich zurückdrängen lassen.

Kategorie: "Medizin und Entwicklung"

Der Verein "Wiese" koordiniert und unterstützt seit vielen Jahren weit mehr als 300 Selbsthilfegruppen in Essen. Das Wiesenetz ist zu einem wichtigen Standortfaktor des Essener Gesundheitsstandortes geworden – mit viel Akzeptanz bei medizinischen Leistungserbringern, Kostenträgern und insbesondere bei Patientinnen und Patienten, die mit ihren teils schweren und chronischen Erkrankungen durch den Austausch mit Menschen, die ihnen im Schicksal verbunden sind, Zuspruch und Hilfen erfahren. Es ist wichtig, dass erkrankte Menschen durch soziale Kontakte Erfahrungen anderer Betroffener bekommen, um somit medizinisch und im alltäglichen Leben eine bessere Orientierung erhalten und damit auch ein mehr an sozialer Teilhabe.

Kategorie: "Medizin und Unternehmen"

Die Caritas Sozialstationen gGmbH bieten Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein breites Angebot von Maßnahmen innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Das machen auch andere Unternehmen. Das wirklich wichtige ist, dass die Caritas ihre Angebote speziell nach den Belangen und Bedarfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuschneiden. Hierbei gibt es nicht nur kurative Maßnahmen, sondern auch präventive Angebote. Daneben werden auch Lebensstile, Lebenssituationen und Lebensmodelle in das BGM integriert. Es geht also nicht nur um Erkrankungen und Schädigungen von Organen oder Bewegungsapparaten, sondern auch um Arbeitszeitmodelle entsprechend der Lebenssituation und Förderung solidarischer Teambuilding-Prozesse. Beispielhaft ist dabei, dass diese Maßnahmen auch einer kontinuierliche Evaluierung unterworfen sind und sie sich somit immer in einen Entwicklungsprozess befinden.

Das 3. Essener Gesundheitsforum soll am 14. April 2018 stattfinden.

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