Grundstücksmarktbericht 2017

23.05.2017

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat den Grundstücks-marktbericht 2017 veröffentlicht. Der Umsatz auf dem Essener Immobilienmarkt ist weiter auf historisch hohem Niveau. Insgesamt wurden im Jahr 2016 knapp 4.500 Kauffälle bei einem Rekordumsatz von 1,7 Milliarden Euro verzeichnet.

Im Jahr 2016 wurden 4.493 Kauffälle durch den Essener Gutachterausschuss registriert. Gegenüber dem Vorjahr wurden damit circa sieben Prozent mehr Kaufverträge abgeschlossen. Damit sind die Vertragszahlen weiterhin auf dem historisch hohen Niveau der letzten beiden Jahre.

Mit einem Geldumsatz von über 1,7 Milliarden Euro wurde ein neuer Rekordumsatz verzeichnet. Der Anstieg des Geldumsatzes um circa 34 Prozent gegenüber 2015 resultiert in erster Linie aus den Teilmärkten "Geschosswohnungsbau" und "Gewerbe".

Der Grundstücksmarktbericht 2017 analysiert den Essener Immobilienmarkt des Jahres 2016. Datengrundlage ist die Kaufpreissammlung des unabhängigen Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Essen. Um seinen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen erhält der Gutachterausschuss sämtliche Kaufverträge über in Essen verkaufte Immobilien und wertet diese aus. "Der Grundstücksmarktbericht leistet einen wesentlichen Beitrag zum Verbraucherschutz, denn er verschafft entsprechend dem Willen des Gesetzgebers Laien und Fachleuten einen tiefen Einblick in den Grundstücksmarkt", sagt Peter Rath, Vorsitzender dieses Sachverständigengremiums. Werter-mittlungssachverständige schätzen den Bericht wegen seiner zahlreichen Daten, die für eine sachgerechte Verkehrswertermittlung unerlässlich sind.

Unbebaute Baugrundstücke

Für die 163 veräußerten unbebauten Wohnbaugrundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 144.000 Quadratmeter wurden insgesamt 62 Millionen Euro erlöst. Die Preise für Grundstücke des individuellen Wohnungsbaus sind auf dem erhöhten Niveau des Vorjahres geblieben.

Typische baureife Grundstücke für Doppelhaushälften und Reihenendhäuser kosten in guter Lage rund 360 Euro/Quadratmeter, in mittlerer Lage 260 Euro/Quadratmeter und in mäßiger Lage 185 Euro/Quadratmeter. Für Baugrundstücke, auf denen Eigentumswohnungen errichtet werden sollen lagen die Preise entsprechend bei 390 Euro/Quadratmeter, 310 Euro/Quadratmeter bzw. 205 Euro/Quadratmeter.

16 Gewerbegrundstücke wurden mit einer Fläche von rd. 62.000 Quadratmeter für insgesamt rund neun Millionen Euro verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Umsatz unbebauter Gewerbegrundstücke halbiert.

Bebaute Grundstücke

Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke

2016 wurden 947 Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft. Das Kaufpreisvolumen betrug rund 295 Millionen Euro gegenüber rund 251 Millionen Euro im Vorjahr. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Verkäufe um circa neun Prozent und der Umsatz um circa 18 Prozent gestiegen. Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser (Weiterverkäufe) sind gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig um knapp ein Prozent gestiegen.

Mietwohngebäude

Die Zahl der veräußerten Mietwohngebäude ist um circa 14 Prozent gestiegen. 495 Objekte mit einem Geldumsatz von 375 Millionen Euro wechselten 2016 den Eigentümer.

Wohnungseigentum

Wohnungseigentum bildet in Essen wie in den meisten deutschen Großstädten zahlenmäßig den größten Teilmarkt. 2.347 Wohnungen wechselten den Eigentümer (Vorjahr 2.296). Der Geldumsatz ist von rund 287 auf rund 309 Millionen Euro gestiegen. Die Zahl der Verkäufe neu errichteter Eigentumswohnungen lag mit 253 Einheiten (88 Millionen Euro) in etwa auf dem Vorjahresniveau (260 Einheiten, 87 Millionen Euro). Zugenommen hat die Zahl der aus Mietwohnungen umgewandelten Eigentumswohnungen (346 gegenüber 316 Einheiten). Bei den Eigentumswohnungen in der Kategorie "Weiterverkäufe" ist im Jahr 2016 eine Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 4,5 Prozent zu verzeichnen. Für neu errichtete Eigentumswohnungen zahlten die Käufer durchschnittlich circa 2.900 Euro/Quadratmeter-Wohnfläche

Gewerbeobjekte

Insgesamt wurden 2016 125 bebaute Gewerbegrundstücke verkauft (2015: 112). Der Geldumsatz lag mit rund 525 Millionen Euro um mehr als 30 Prozent über dem Vorjahresniveau (rund 397 Millionen Euro).

Typische Immobilienpreise

Im neuen Grundstücksmarktbericht findet der Nutzer detaillierte Informationen über durchschnittlich gezahlte Immobilienpreise:

Durchschnittliche Kaufpreise der letzten drei Jahre je Quadratmeter Wohnfläche für Einfamilienhäuser aus den Baujahren 1975 bis 2013 in ausgewählten Stadtteilen sind nachfolgend aufgeführt. In Klammern ist der Gesamtkaufpreis bei einer Wohnfläche von 130 Quadratmetern dargestellt.

  • Altenessen-Nord: 1.650 Euro (214.500 Euro)
  • Burgaltendorf: 2.300 Euro (299.000 Euro)
  • Horst: 1.700 Euro (221.000 Euro)
  • Kettwig: 2.400 Euro (312.000 Euro)
  • Rüttenscheid 3.150 Euro (441.000 Euro)
  • Schönebeck: 2.100 Euro (273.000 Euro)
  • Stoppenberg: 1.750 Euro (227.500 Euro)

Für Eigentumswohnungen aus dem gleichen Baujahreszeitraum wurden je Quadratmeter Wohnfläche im Durchschnitt der letzten drei Jahre die nachfolgenden Kaufpreise bezahlt. In Klammern ist der Gesamtkaufpreis bei einer Wohnfläche von 85 Quadratmetern dargestellt.

  • Altenessen-Nord: 1.100 Euro ( 93.500 Euro)
  • Bredeney: 2.300 Euro (195.500 Euro)
  • Burgaltendorf: 1.600 Euro (136.000 Euro)
  • Horst: 850 Euro ( 72.250 Euro)
  • Kettwig: 1.850 Euro (157.250 Euro)
  • Schönebeck: 1.800 Euro (153.000 Euro)
  • Stoppenberg: 1.200 Euro (102.000 Euro)

Die Abbildungen in der Anlage zu dieser Pressemitteilung zeigen das Preisniveau in den Stadtteilen für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser und für Wohnungseigentum.

Daten für Sachverständige

Für Wertermittlungssachverständige enthält der Marktbericht in einem speziellen Kapitel zahlreiche Informationen zur Erstellung von Gutachten, so zum Beispiel aktuelle Liegenschaftszinssätze sowie Tabellen zur Marktanpassung im Sachwertverfahren. Diese Daten sind nach den neuen Wertermittlungsmodellen ermittelt worden.

Bezugsquellen

Der aktuelle Grundstücksmarktbericht kann im Internet unter der Adresse www.boris.nrw.de kostenfrei abgerufen werden. Außerdem ist er bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Rathenaustraße 2 (Theaterpassage), 45127 Essen, FAX: 0201-88-68503, erhältlich (Geschäftszeiten Montag bis Freitag 8:30 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung). Die Gebühr für die Druckversion liegt bei 30 Euro.

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung sind Peter Rath: 88–68500 und Gabriele Wennersheide: 88–68502.

Herausgeber:

Stadt Essen
Presse- und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
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