Baden in der Ruhr - Offizielle Eröffnung des Naturbades am SeaSide Beach. V.l.n.r.: Prof. Dr. Norbert Jardin, Ruhrverband, Bau- und Umweltdezernentin Simone Raskob, Oberbürgermeister Thomas Kufen, Christian Keller mit Tochter, Gerhard Odenkirchen, Abt-Leiter Wasserwirtschaft im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, Dr. Wolf Merkel, IWW Zentrum Wasser. Baden in der Ruhr - Offizielle Eröffnung des Naturbades am SeaSide Beach. V.l.n.r.: Prof. Dr. Norbert Jardin, Ruhrverband, Bau- und Umweltdezernentin Simone Raskob, Oberbürgermeister Thomas Kufen, Christian Keller mit Tochter, Gerhard Odenkirchen, Abt-Leiter Wasserwirtschaft im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, Dr. Wolf Merkel, IWW Zentrum Wasser. Foto: Peter Prengel

Großes Medieninteresse bei der offiziellen Eröffnung des Naturbades am SeaSide Beach. Foto: Peter Prengel, Stadt Essen, 23.05.2017Großes Medieninteresse bei der offiziellen Eröffnung des Naturbades am SeaSide Beach. Großes Medieninteresse bei der offiziellen Eröffnung des Naturbades am SeaSide Beach. Foto: Peter Prengel

Der Profischwimmer Christian Keller gehört zu den Ersten, die das Baden in der Ruhr erproben. Der Profischwimmer Christian Keller gehört zu den Ersten, die das Baden in der Ruhr erproben. Foto: Peter Prengel

Erlebe dein blaues Wunder – Baden in der Ruhr nach 46 Jahren wieder möglich

Badestelle am Seaside Beach Baldeney eröffnet

23.05.2017

Über vierzig Jahre mussten die Essener Bürgerinnen und Bürger auf das Baden in "ihrer" Ruhr verzichten. Jetzt hat das Warten endlich ein Ende: Zahlreiche Gäste besuchten heute (23.5.) die offizielle Eröffnung der Badestelle am Seaside Beach Baldeney. Nach dem Startschuss von Thomas Kufen, dem Oberbürgermeister der Stadt Essen, wagten einige begeisterte Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit dem ehemaligen Profischwimmer Christian Keller den ersten Sprung in das kühle Nass.

"Es ist sowohl für mich als auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Essen ein unbeschreibliches Gefühl, die Badestelle an der Ruhr eröffnen zu dürfen und die jahrelange Forschung und das Engagement von Ruhrverband, Stadt und Partnern damit honorieren zu können. Das Baden in der Ruhr ist ein einzigartiges Projekt, durch das unser blaues Wunder für jeden erlebbar gemacht wird", sagte Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, der die Pilotbadestelle am Sonntag gemeinsam mit Simone Raskob (Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 und Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen), Gerhard Odenkirchen (Abteilungsleiter Wasserwirtschaft im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen), Prof. Dr. Norbert Jardin (Vorstand Technik und Flussgebietsmanagement des Ruhrverbands) und Christian Keller (ehemaliger deutscher Schwimmer) eröffnete.

Die Ruhr steht exemplarisch für die Entwicklung der Stadt Essen. Von einem Fluss, an dem nur wenige Mühlen und Handwerksbetriebe siedelten, wurde das Fließgewässer zu einem Transportweg für Kohle und Entsorgungsort für Industrieabwässer. Durch das Ruhrreinhaltegesetz von 1913 kam dann die entscheidende Wendung: Die Ruhr entwickelt sich zurück zu einem blauen und sauberen Gewässer, in welchem heute wieder die ersten Bürgerinnen und Bürger der Stadt baden können und dürfen. Unter dem Projektnamen "Sichere Ruhr" wurden 2012 die Rahmenbedingungen für ein sicheres und rechtskonformes Baden und ein Frühwarnsystem erarbeitet, das die innerhalb der EU geltenden hygienischen Standards berücksichtigt. Dieses System sagt Schwankungen der Wasserqualität voraus. Nur nach Starkregenereignissen, in dessen Folge eine Entlastung durch die Regenbecken erfolgen muss, wäre eine Sperrung des Badebereiches notwendig.

Die Badestelle am Seaside Beach Baldeney erstreckt sich über eine Uferlänge von 50 Metern und reicht 15 Meter in den See hinein. Der Einstieg in das Fließgewässer ist über drei Stege möglich. Durch das eigens entwickelte Frühwarnsystem können Interessierte tagesaktuell auf der Homepage des der Stadt Essen www.essen.de/badeninderruhr und des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) abrufen, an welchen Tagen das Baden in der Ruhr möglich und erlaubt ist. Eine Badeaufsicht sowie eine entsprechende Infrastruktur mit Toiletten, Umkleiden und Verpflegung sind durch das Seaside Beach Baldeney gewährleistet. Die Nutzung der Badestelle ist im regulären Eintrittspreis von 3,50 Euro (ermäßigt, 3 Euro) enthalten.

"Baden in der Ruhr ist ein wegweisendes und nachhaltiges Projekt der Grünen Hauptstadt Europas, das weit über das Jahr 2017 hinaus wirkt. Den Startschuss für das Projekt können wir also zu Recht mit Stolz geben. Durch das Forschungsprojekt 'Sichere Ruhr' wurde der Grundstein dafür gelegt, dass wir den Menschen in Essen heute ihren Fluss zurückgeben und im besten Fall in den nächsten Jahren weitere Badestellen eröffnen können", so Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017. Ob und wann weitere Badestellen umgesetzt werden, wird vor allem davon abhängig sein, wie die Pilotbadestelle und das Frühwarnsystem am Seaside Beach Baldeney angenommen werden.

Das Baden in der Ruhr – es ist seit Dienstag eines der erlebbaren Wunder in der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017.

Über Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017

Am 18. Juni 2015 hat die Europäische Kommission der Stadt Essen den Titel "Grüne Hauptstadt Europas 2017" verliehen. Mit dem Titel wird eine europäische Stadt ausgezeichnet, die nachweislich hohe Umweltstandards erreicht hat und fortlaufend ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt. Essen ist die grünste Stadt in Nordrhein-Westfalen und drittgrünste in ganz Deutschland. Im Grüne Hauptstadt-Jahr werden zahlreiche Veranstaltungen, Kongresse und Bürgerprojekte stattfinden, um nachhaltige Prozesse und Entwicklungen anzustoßen, die dauerhaft die Lebensqualität der Stadt Essen sichern und verbessern. Dabei ist die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger von entscheidender Bedeutung. Die Stadt Essen, die als einzige europäische Stadt die Titel Kulturhauptstadt (2010) und Grüne Hauptstadt Europas trägt, startet 2017 in eine Grüne Dekade: Der Emscherumbau wird 2020 abgeschlossen sein, im Jahr 2022 findet die Ergebnispräsentation der KlimaExpo.NRW statt und im Dezember erhielt die Region den Zuschlag für die Internationale Gartenausstellung 2027.

Weitere Informationen zur Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 erhalten Sie unter www.essengreen.capital und auf den Social-Media-Kanälen der Grünen Hauptstadt Europas.

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Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017
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