Wie grün sind unsere Städte? – Mitmachen beim GEO-Tag der Natur am 17./18. Juni auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein

NRW-Stiftung ist Hauptförderer der zentralen Veranstaltung in Essen

29.05.2017

Am 17. und 18. Juni 2017 findet der GEO-Tag der Natur mit hunderten Aktionen in ganz Deutschland statt. Das Schwerpunktthema in diesem Jahr: „Wie grün sind unsere Städte?“. Forscher und Interessierte schwärmen aus, um festzustellen, welche Tier- und Pflanzenarten in Metropo-len, Städten und Gemeinden leben und wachsen. Die Hauptveranstaltung, die maßgeblich von der NRW-Stiftung unterstützt wird, findet in diesem Jahr auf dem Gelände des UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen statt. Zu ihr laden der NABU Nordrhein-Westfalen und der GEO-Tag der Natur e.V. gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern ein.

Mehr als 50 Forscher werden neben den ausgewählten Untersuchungsgebieten im Zollverein Park zudem den Borbecker Mühlenbach als typischen Vertreter eines Fließgewässers des städtischen Raums untersuchen, um festzustellen, welche Tier- und Pflanzenarten in der Ruhrmetropole zu finden sind. Der Borbe-cker Mühlenbach wurde über Jahrzehnte als Schmutzwasserlauf gebraucht und ist erst vor einigen Jahren von der Emschergenossenschaft im Rahmen des Generationenprojekts Emscher-Umbau erfolgreich renaturiert worden.

Bereits am 17. Juni sind kleine und große Naturfreunde eingeladen, den Forschern bei der „Nachtschicht“, die sich speziell den nachtaktiven Bewohnern von Zollverein widmet, über die Schulter zu schauen. Am Sonntag, den 18. Juni geht es weiter mit dem GEO-Tag-Erlebnis für die ganze Familie. Auf dem Forum vor der ehemaligen Kohlenwäsche von Schacht XII und bei Exkursionen stellen unter anderem Libellen-, Spinnen- und Heuschreckenexperten die überraschende Vielfalt ihrer Artengruppen vor. Schmetterlings-, Moos- und Flechtenforscher zeigen die Schönheit und manchmal auch „Unscheinbarkeit“ von Tieren und Pflanzen. Im Jugendforschercamp haben Jugendliche zwischen 10 und 17 Jah-ren die Möglichkeit, gemeinsam mit Forscherpaten die biologische Vielfalt des Untersuchungsgeländes zu entdecken. Hier warten spannende Funde, interessante Entdeckungen und der ein oder andere fachliche Tipp.

Naturbegeisterten Familien, Besuchern des Ruhr Museums und des UNESCO-Welterbes Zollverein bieten sich an diesem Tag darüber hinaus zahlreiche weitere Angebote rund um das Thema Stadtnatur sowie „Natur auf Zollverein“. Hier laden Industrienaturführungen, Führungen des Denkmalpfads ZOLLVEREIN® sowie öffentliche Führungen des Ruhr Museums in der Sonderausstellung „Grün in der Stadt Essen. Mehr als Parks und Grün“ dazu ein, die Natur in Essen bes-ser kennen zu lernen. Der „Markt der Möglichkeiten auf dem Forum lockt mit Foodtrucks, Umweltmobilen, Kräuterworkshops, Nistkasten- und Saatbonbonsbau sowie Infoständen und einem Bühnenprogramm Hier werden zudem regelmäßig die Zwischenstände der Untersuchungen bekannt gegeben.

Weitere Informationen zum vollständigen Programm des GEO-Tages der Natur in Essen gibt es unter www.NABU-NRW.de/geotagdernatur.

Unter www.geo-tagdernatur.de kann sich zudem jeder über weitere Angebote in seiner Nähe informieren.

Eine Übersicht aller bundesweiten Aktionen steht unter www.naturgucker.de/geo zur Verfügung.

Als Hauptförderer der zentralen Veranstaltung auf dem Welterbe Zollverein konnte die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege gewonnen werden. Weitere Projektpartner sind neben der RAG Montan Immobilien GmbH die Stiftung Zollverein, das Ruhr Museum, die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet sowie die Emschergenossenschaft. Der GEO-Tag der Natur findet zudem im Rahmen der „Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017“ statt und wird von der Stadt Essen als offizielles Projekt gefördert. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, Natur und Artenvielfalt zu schützen und über das Naturerleben, Verständnis für die Belange von Natur und Arten zu wecken.

Zitate

Christoph Kucklick, GEO-Chefredakteur: „Mit dem diesjährigen GEO-Tag der Natur wollen wir auf eine gravierende Verschiebung aufmerksam machen: Auf dem Land sinkt die Artenvielfalt, in unseren urbanen Zentren steigt sie. So wer-den unseren Städte immer wichtiger für den Erhalt der Artenvielfalt. Bei allen Veranstaltungen zum GEO-Tag geht es außerdem darum, gemeinsam auf Ent-deckungsreise zu gehen und Spaß in der Natur zu haben.“

Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender NABU Nordrhein-Westfalen: „Unser ge-meinsames Ziel ist es, Verständnis für die Belange von Natur und Arten zu we-cken und ihre Vielfalt zu schützen. Die Industriebrachen des Ruhrgebiets beher-bergen eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten im unmittelbaren Umfeld des Menschen. Sie spielen daher eine bedeutende Rolle für die Artenvielfalt in urba-nen Räumen. Stellvertretend für über 100 Industriebrachen erkunden wir das UNESCO-Welterbe Zollverein speziell zum GEO-Tag, um die herausragende Bedeutung dieser struktur- und artenreichen Lebensräume hervorzuheben und Grundlagen für Ihren Schutz zu schaffen."

Martina Grote, Geschäftsführerin NRW-Stiftung: „Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege unterstützt seit 1986 Vereine, Verbände und Initiativen, die sich für die Naturschönheiten und Kulturschätze in NRW einsetzen. Rund 2.700 Projekte hat sie bisher fördern können, unter anderem auch hier auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zollverein. Zu den Förderpartnern der NRW-Stiftung gehören auch die Naturschutzverbände des Landes, viele Trägervereine der Biologischen Station und lokale Naturschutz-vereine. Da die NRW-Stiftung auch den Auftrag hat, Öffentlichkeitsarbeit für die Ziele des Naturschutzes zu betreiben, unterstützen wir den GEO-Tag der Natur

in NRW besonderes gerne. Eignet er sich doch besonders dafür, den etwas sperrigen Begriff 'Biodiversität' anschaulich und begreifbar zu machen".

Hermann Marth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein: „Das UNESCO-Welterbe Zollverein durchläuft seit der Stilllegung der Zeche und Kokerei einen für das Ruhrgebiet bespielhaften Transformationsprozess. Der Zollverein Park auf den Freiflächen des rund 100 Hektar großen Areals verbindet Industrienatur, denkmalgeschützte Architektur und neu gedachte Gartenkunst auf innovative Art und Weise. Im Jahr der „Grünen Hauptstadt Europas“ möchten wir die Besucher einladen, den Wandel des Geländes von einem Industrieareal zu einem Freizeit- und Naherholungsgebiet mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt unmit-telbar zu erleben. Der GEO-Tag der Natur bietet dazu eine sehr gute Gelegen-heit.“

Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilen GmbH: „Den Geo-Tag der Natur hier auf Zollverein verstehen wir als besondere Ehrung. Denn damit wird deutlich welche Qualität aus Sicht des Natur- und Artenschutz inzwischen auf diesem einzigartigen Areal zu finden ist. Als Entwickler von altindustriellen Standorten wissen wir, wie wichtig die Vereinbarkeit von Natur- und Artenschutz sowie nachhaltigem Flächenmanagement ist. Und diesen Ansatz haben wir in unsere Entwicklungskonzepte integriert: So schaffen wir - wie hier auf Zollverein - Ausweichquartiere für Fledermäuse oder Turmfalken, Biotope für Kreuzkröten oder siedeln Bienenvölker auf unseren Standorten an. Insofern ist unsere Kooperation mit dem NABU eine hervorragende Basis für eine umweltverträgliche Nachnutzung und damit auch für die Akzeptanz unserer Flächenentwicklungsprojekte.

Service

Alle aktuellen Meldungen finden Sie auf www.essen.de/presseservice

Kontakt

Stadt Essen
Presse- und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
45127 Essen
E-Mail: info@essen.de

 
Um das Informationsangebot der Internetseite nutzerfreundlicher zu gestalten, verwenden wir Cookies. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung weitere Informationen.
OK