N. Wehr und die Kunst der Literaturvermittlung

Kulturtreff POSITIONEN zum 2. Mal im Maschinenhaus

05.02.2013

Erstmals im neuen Jahr hatte der Geschäftsbereich Kultur, Integration und Sport die Kreativen der Stadt zum Kulturtreff POSITIONEN ins Maschinenhaus auf dem Gelände der Zeche Carl eingeladen. Als „Position“ wurden diesmal das „Schreibheft“, wie sich zeigte ein „Kulturjuwel“ aus Essen, und sein Herausgeber Norbert Wehr vorgestellt.

Geschäftsbereichsvorstand Andreas Bomheuer streifte in seiner Rede zum neuen Jahr etliche aktuelle Themen, die für die Gäste von besonderem Interesse waren. So wertete er den Beschluss des Rates, in den Jahren 2013 und 2014 insgesamt fünf Mio. Euro mehr für die Kultur zur Verfügung zu stellen, als Anerkennung der geleisteten Arbeit. Daraus ergebe sich eine gute Perspektive für die Kultur in Essen. Immerhin sei es der Verwaltung gelungen, die Vorgaben zum Personalabbau umzusetzen, ohne Einrichtungen schließen zu müssen. Der Beigeordnete bedankte sich bei der Politik ebenso wie bei den Fachbereichs- und Institutsleitern seines Geschäftsbereichs für ihre Kooperationsbereitschaft und ihr intensives Bemühen um die Haushaltskonsolidierung.

Position bezog der Kulturdezernent auch zum Bürgerbegehren „kulturgutEssen“: „Ich erkenne an, dass die Bürgerinnen und Bürger im Kern zwar die Kultureinrichtungen stärken möchten, allerdings im Erfolgsfall das Gegenteil bewirken dürften. Das Bürgerbegehren hat weder das Kulturbüro noch das Museum Folkwang genannt, und somit würden bei einem erfolgreichen Bürgerbegehren nach derzeitiger Praxis die Einsparungen dort vorgenommen werden müssen.“

Andreas Bomheuer erinnerte weiter daran, dass Essen trotz der unumgänglichen Kürzungen auf sein Angebot in den Bereichen der kulturellen Grundversorgung, der Spitzenleistungen mit internationaler Ausstrahlung sowie der vitalen Freien Szene stolz sein könne. „Das Kulturleben unserer Stadt Essen“, sagte Andreas Bomheuer, „wirkt identitätsstiftend und lokal, regional wie auch international weiter als jede Marketingkampagne.“

Der engagierten Rede folgte die Vorstellung des „Schreibheftes“, einer der renommiertesten deutschsprachigen Literatur-Zeitschriften. Sie wird seit 30 Jahren von dem Essener Norbert Wehr herausgegeben, der dafür zahlreiche Preise erhielt. Die POSITIONEN-Gäste honorierten seinen lebhaften Bericht und die exemplarischen Kurzlesungen mit viel Beifall.

Es gehört zum Konzept des Kulturtreffs, jedes Mal eine Persönlichkeit oder eine Einrichtung aus dem Essener Kulturleben zu porträtieren.

Den nächsten „POSITIONEN“-Abend im Maschinenhaus gibt es am 21. Mai. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von der A. Sutter Fair Business GmbH.

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