Verleihung des Titels " Fairtrade- Stadt " an Essen. Es freuen sich Lisa Herrmann Kampagnen-Verantwortliche Fairtrade-Towns bei TransFair e.V. und Bürgermeister Rudolf Jelinek Foto: Elke Brochhagen Verleihung des Titels " Fairtrade- Stadt " an Essen. Es freuen sich Lisa Herrmann Kampagnen-Verantwortliche Fairtrade-Towns bei TransFair e.V. und Bürgermeister Rudolf Jelinek Foto: Elke Brochhagen

Essen ist "Fairtrade-Stadt“

18.11.2013

Bürgermeister Rudolf Jelinek hat am Freitag, den 15. November im Rathaus aus den Händen der Koordinatorin der Fairtrade-Town-Kampagne von TransFair, Lisa Herrmann, die Urkunde zur Auszeichnung der Stadt Essen als "Fairtrade-Stadt“ erhalten. Essen wird damit zu den Ruhrgebietsstädten zählen, denen am kommenden Mittwoch, den 20. November als erster Großregion in Deutschland der Titel "Faire Metropole“ verliehen wird.

Jelinek verwies auf die zahlreichen Brand- und Einsturzopfer in Textilfabriken in Bangladesh: "Solche Unglücke erinnern daran, unter welchen Umständen vielerorts für den Weltmarkt und auch für deutsche Händler produziert wird. Umso wichtiger ist es, dass es zunehmend auch Alternativen für die Verbraucher gibt.“ So habe sich in Deutschland der Jahresumsatz von Fairtrade-Produkten allein in den letzten 4 Jahren verdoppelt: auf mittlerweile über 650 Millionen Euro.

Jelinek gratulierte dem Netzwerk "Faire Metropole Ruhr“ – einem Zusammenschluss von Städten und Initiativen, die Fairtrade im gesamten Ruhrgebiet voranbringen wollen – zur unmittelbar bevorstehenden Verleihung des Titels "Faire Metropole“.

Er erinnerte daran, dass die Essener Regenbogenschule als bundesweit erste Grundschule als Fairtrade-Schule ausgezeichnet worden sei. Und er zeigte sich überzeugt davon, dass Essen auch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen weiter dazu beitragen könne, den Fairtrade-Gedanken voranzubringen.

Lisa Herrmann freute sich darüber, dass nun schon die 210. deutsche Gemeinde als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet werden könne. Essen befinde sich auch international in "guter Gesellschaft“ mit Städten wie London, Madrid, Rom und Paris wie auch mit den Essener Partnerstädten Sunderland und Tampere.

Essen habe schon frühzeitig eine Fairtrade-Vorreiter-Rolle gespielt, indem hier schon 1995 beschlossen worden sei, für Rat und Ausschüsse ausschließlich Fairtrade-Kaffee anzubieten.

Neben Herrmann gratulierten auch Vertreter von Misereor, Eine-Welt-Forum, Evangelischer Kirche, Rundem Umwelt-Tisch und Agenda-Forum der Stadt zur Titel-Verleihung.

Im Rahmen der Verleihungs-Feier wurde auch eine Ausstellung zu Kinderarbeit von Misereor und dem Netzwerk "Faire Metropole Ruhr“ präsentiert.

Der Rat der Stadt Essen hatte im September 2012 beschlossen, sich der Fairtrade-Stadt-Kampagne anzuschließen. Die Konstituierung der Steuerungsgruppe "Millenniums-Erklärung / Fairtrade-Stadt“ fand Mitte Oktober dieses Jahres statt. Damit hatte Essen auch das letzte noch offene Kriterium erfüllt, um "Fairtrade-Stadt“ werden zu können. Zu den weiteren Kriterien zählen unter anderem erreichte Mindestanzahlen von Einzelhandelsgeschäften und Gastronomiebetrieben, die Fairtrade-Produkte anbieten, sowie Schulen, Vereine und Kirchengemeinden, die sich mit dem Thema "Fairer Handel“ auseinandersetzen. Ferner gehört auch dazu, dass es gelingt, das Thema in den lokalen Medien zu verankern.

Hinweis an die Redaktionen:

Ansprechpartner für Rückfragen sind Günter Blocks, Büro Stadtentwicklung der Stadt Essen, Telefon 88-88711, und Lisa Herrmann, TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland), Telefon 0221/942040-85

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