Foto: 20 Jahre Essener Konsens 2o Jahre Essener Konsens v.l.n.r: Dirk Otto, Dieter Hillebrand, Dietmar Gutschmidt, Harald Filip, Torsten Withake, Ulrich Lorch, Oberbürgermeister Reinhard Paß, Ulrich Meier, Jochen Fricke und Prof. Dr. Stefan Sell Foto: Elke Brochhagen

20 Jahre Essener Konsens – Eine Institution, die eigentlich keine ist

Netzwerk mit bundesweiter Ausstrahlung

08.12.2014

Keine formelle Institution, sondern eine Überzeugung – das ist das Selbstverständnis des Essener Konsens, einem Netzwerk dem die Stadt Essen, die Kreishandwerkerschaft, die Agentur für Arbeit, die Industrie-und Handelskammer, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die EWG-Essener Wirtschaftsförderung Gesellschaft mbH und die Essener Arbeit- und Beschäftigungsgesellschaft angehören. Das Netzwerk lebt vom persönlichen Engagement der Beteiligten, die an einem Strang ziehen, um Projekte zu realisieren, die dem Gemeinwohl dienen und arbeitslosen Menschen Beschäftigung und Qualifizierung bringen.

Sein 20-jähriges Bestehen feierte der Essener Konsens heute (8.12.) mit einem Festakt in der Kreuzeskirche. Oberbürgermeister Reinhard Paß eröffnete die Feier und stellte in seiner Rede noch einmal zentrale Merkmale des Essener Konsens in den Mittelpunkt und erinnerte auch daran, dass die Renovierung der Kreuzeskirche damals zu einem der ersten Konsens-Projekte gehörte. Der Essener Konsens habe damit maßgeblich zum Erhalt des Gebäudes beigetragen. Vor allem aber betonte er das herausragende Engagement aller Akteure, die das Netzwerk letztlich so einzigartig macht: "Der Essener Konsens wurde und wird bis heute getragen vom großen persönlichen Engagement und außerordentlicher Einsatzbereitschaft seiner Mitglieder – dies oft weit über etwaige berufliche Verpflichtungen hinaus. Jeder aus dem Kreis der Teilnehmer wirkt dort, wo er oder sie am meisten bewirken kann – ganz unbürokratisch und spartenübergreifend. Genau das macht unsere gemeinsame Arbeit im Essener Konsens bis heute so erfolgreich."

Zur Feierstunde kamen rund 100 geladene Gäste, darunter auch die Gründerväter, von denen einzig Ulrich Meier, der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, noch aktiv im Berufsleben ist. Ihm stand auch die Ehre zu, nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Reinhard Paß, in seinem Vortrag die erfolgreichen 20 Jahre zu resümieren und einen Ausblick auf die Zukunft zu wagen.

Einen Fachvortrag zum Thema "Jugendarbeitslosigkeit" hielt Professor Dr. Stefan Sell, der dem Essener Konsens bescheinigte, bundesweit einzigartig zu sein. Dass es den sehr unterschiedlichen Partnern gelungen ist, über diesen langen Zeitraum zu bestehen und auch mit wechselnden Akteuren immer wieder neue Projekte zu schaffen, den Arbeitslosen neue Perspektiven zu geben und den Bürgern und der Stadt nutzen, ist etwas Besonderes, das unbedingt zu bewahren sei.

Unter der fachkundigen Moderation von Dr. Tobias Blasius, Landeskorrespondent der WAZ, berichteten drei Vertreter von Projekten aus der Praxis. Dirk Otto, Vorstandsvorsitzender des Triple Z, das eines der ersten Essener Konsens Projekte war, konnte von den Erfolgen des Gründerzentrums in Katernberg berichten. Andreas Wieser, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG) erläuterte, wie der Essener Konsens den Bau der neuen Rettungswache am Baldeneysee ermöglicht hat. Hier wurde vor kurzem das Richtfest gefeiert. Und der Chef der Weissen Flotte-Baldeney, Franz-Josef Ewers, stellte seine Vision eines Zukunftsprojektes vor, die Restaurierung einer historischen Fähre, die anschließend den See befahren soll. Hier fehlen nur noch finanzielle Mittel, um die Idee Realität werden zu lassen.

Weitere Bau- und Gartenbaurojekte wie der Lokschuppen der Hespertalbahn, Haus Fuhr oder das Haus der Naturschutzjugend in der Voßgätters Mühle wurden in einer aktuellen Broschüre präsentiert. Ermöglicht wurden die Jubiläumsfeier und die Erstellung der Broschüre durch zahlreiche Sponsoren und Unterstützer. Weitere Informationen zum Essener Konsens finden Sie unter www.essen.de/essenerkonsens.

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