Cool bleiben und fair streiten wollen gelernt sein. Katharina Böhrke und Thorsten Simon von der Studiobühne Essen erklären den Kindern wie es geht.

Aus dem Wutbären eine Maus machen

Bei "Cool bleiben – fair streiten" lernen Kita-Kinder Konflikte zu lösen

20.04.2015

Im Gymnastikraum der Kita Sachenring ist es mucksmäuschenstill. Auf Gummimatten haben 15 Kita-Kinder Platz genommen. Jetzt betreten Frau Blume und Herr Sumsum die improvisierte Bühne. "Wer war denn schon einmal wütend?", fragen sie und 15 Arme schnellen noch oben. Dann spielen sie eine Szene, in der Frau Blume Herrn Sumsum wegen seiner Lieblings-Mütze auslacht. Herr Sumsum wird wütend und beide geraten in Streit. In dieser und weiteren Szenen erklären sie den Kindern, wie man fair miteinander umgeht und was sie tun können, wenn sie einen Streit alleine nicht lösen können. Zum Abschluss singen sie mit den Kindern den "Wutbären-Reim". In ihm lernen die Kleinen, wie sie ihre Wut besser kontrollieren können. Tief ein und ausatmen lautet die Empfehlung: "Atme ein und aus, dann wird der Wutbär - eins zwei drei - so klein wie eine Maus".

"Cool bleiben – fair streiten" heißt das Stück in dem Katharina Böhrke und Thorsten Simon von der Studiobühne Essen jetzt auch Kita-Kindern zeigen, wie sie Konflikte konstruktiv lösen können. Das interaktive Theaterstück, das sich seit mehreren Jahren an Essener Grundschulen bewährt, wurde von seiner Autorin Sarah Jäger eigens für Vorschul-Kinder umgeschrieben und soll nach den Osterferien in 17 Kitas im Bezirk VII aufgeführt werden. Kita-Leiterin Susanne Breyer ist begeistert von dem Projekt: "Das Stück ist ein wichtiger Baustein, um die Kinder mit Streitregeln vertraut zu machen", sagt sie. Breyer lässt alle Vier- und Fünfjährigen an dem Projekt teilnehmen, "sie tragen die Regeln in ihre Kita-Gruppen und sind auch für den Schulbesuch besser gewappnet", ist die Kita-Leiterin überzeugt. Unterstützt wird das Gelernte durch Plakate mit den Streitregeln, die in allen Gruppen und an anderen Orten im Stadtteil aufgehängt wurden. So präsentiert Jessica Krupp vom Jugendamt das Plakat im Bürgerhaus Oststadt: "Die Kinder erkennen das Plakat und werden so an die Streitregeln erinnert. Das sorgt für ein besseres Miteinander", findet Krupp. Auch Roswitha Paas vom Sozialdienst katholischer Frauen Essen-Mitte e.V. ist von dem Projekt überzeugt, "von dem auch so mancher Erwachsene noch viel lernen kann", schmunzelt die Sozialarbeiterin.

Entwickelt wurde das Projekt in Zusammenarbeit von Jugendamt, Sozialdienst katholischer Frauen Essen-Mitte e.V. und der Studio Bühne Essen. Die Staffel, die jetzt in den 17 Kitas im Bezirk VII startet, finanziert das Jugendamt mit 4.500 Euro.

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