Foto: Vertragsunterzeichnung zur Koorperationvereinbarung der Stadt Essen und Changzhou

Foto: Vertragsunterzeichnung zur Koorperationvereinbarung der Stadt Essen und Changzhou Vertragsunterzeichnung zur Koorperationvereinbarung der Stadt Essen und Changzhou, Auf dem Foto: Oberbürgermeister Reinhard Paß (vorne links) und sein Amtskollege Fei Gaoyun. Foto: Roberto Pfeil

Städtepartnerschaft zwischen Essen und Changzhou unterzeichnet

22.04.2015

Die Städtepartnerschaft zwischen der chinesischen Millionenstadt Changzhou und der Stadt Essen ist nun auch offiziell besiegelt. Oberbürgermeister Reinhard Paß und sein Amtskollege aus Changzhou, Fei Gaoyun, unterzeichneten heute im Beisein von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Nanjing den Städtepartnerschaftsvertrag.

Anlässlich der Unterzeichnung betonte Oberbürgermeister Reinhard Paß die Bedeutung der Partnerschaft: "Die Zusammenarbeit mit Changzhou trägt bereits jetzt erste Früchte: Der Automobilzulieferer Nanfang Bearing hat ein Büro hier eröffnet, die IHK baut ihre Kontakte intensiv auf, die FOM arbeitet mit der Universität Changzhou zusammen und auch die Stiftung Mercator begleitet unsere Kooperation. Und wir sind erst am Anfang unserer Zusammenarbeit. Ich hoffe sehr, dass sich das zarte Pflänzchen unserer Beziehungen gut entwickelt."

Die Partnerschaft zwischen Essen und Changzhou ist Teil eines Rahmenabkommens zwischen der Europäischen Union und der Volksrepublik China zur Urbanisierung und genießt damit höchststaatliche Unterstützung. Das wurde außerdem durch die Anwesenheit der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein Westfalen, Hannelore Kraft, des Gouverneurs der Provinzregierung Jiangsu, Li Xueyong, und des deutschen Generalkonsuls in Chengdu, Gerold Amelung, unterstrichen.

Und auch Dietmar Düdden, Geschäftsführer der EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH erklärte: "Die Städtepartnerschaft mit Changzhou bietet ein riesiges Potenzial für die Wirtschaft in Essen und für Kooperationen in den Bereichen Energie, Umwelt, Bildung und Gesundheit. Insbesondere dem Essener Mittelstand eröffnen sich Chancen für ein unternehmerisches Engagement in der stark wachsenden Metropole Changzhou. Mit der Partnerschaft haben wir einen großen Schritt getan, den Essener Unternehmen den Eintritt in den chinesischen Markt zu erleichtern."

Die Städtepartnerschaft soll aber nicht nur als Wirtschaftsbeziehung zwischen den beiden Städten verstanden werden, das unterstrich Oberbürgermeister Reinhard Paß: "Herr Fei und ich sind uns einig, dass eine Städtepartnerschaft erst durch die Verankerung in der Bürgerschaft richtig lebt. Und hierzu wollen wir natürlich beitragen. Ich bin hier sehr nett aufgenommen worden und das Wiedersehen mit meinem Kollegen Fei Gaoyun war sehr herzlich."

Oberbürgermeister Reinhard Paß und Dietmar Düdden werden noch bis Freitag in Changzhou sein und im Rahmen ihres Besuches unter anderem das Gelenkwellenwerk von Thyssen/ Krupp sowie die Changzhou Science & Education Town besichtigen.

Zum Hintergrund:
Der Rat der Stadt Essen hatte die Städtepartnerschaft in seiner letzten Sitzung beschlossen. Die Stadt Essen ist eine von zwölf europäischen Städten, die zusammen mit ihren chinesischen Partnern Teil des großangelegten Programms "China-EU Partnerschaft zur Urbanisierung" sind. Dieses Programm dient der Verbesserung des europäisch/chinesischen Austauschs im Bereich Stadtentwicklung und Ressourcenschutz. Die Zusammenarbeit zwischen Essen und Changzhou wurde von der chinesischen Regierung aus 400 eingereichten Vorschlägen ausgewählt.

Bereits in der Anfangsphase der Kooperation waren verschiedene Essener Organisationen, Institutionen und Unternehmen beteiligt. So haben die Universität Changzhou und die FOM Hochschule für Ökonomie und Management eine Zusammenarbeit vereinbart. Die RAG Montan Immobilien ist für Flächenrecycling-Maßnahmen von der Stadt Changzhou angefragt worden, die ThyssenKrupp AG ist dort aktiv und mit der Gründung des Colani-Designinstituts wird die Millionenstadt auch für Projekte aus diesem Bereich attraktiv. So ist diese Kooperation im Bereich der Wirtschaft nicht auf Essen begrenzt.

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