Foto: Grundsteinlegung der Neubaumaßnahme Notunterkünfte Liebrechtstraße Grundsteinlegung der Neubaumaßnahme Notunterkünfte Liebrechtstraße. V.l.n.r.: Tobias Bünemann, Architekt; Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel; Peter Renzel, Geschäftsbereichsvorstand Jugend, Bildung und Soziales; Oberbürgermeister Reinhard Paß, Polier Daniel Glaser und Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorstand Umwelt und Bauen. Foto: Peter Prengel, 19. 05. 2015

Notunterkünfte Liebrechtstraße

Grundstein für den Neubau der Notunterkunft Liebrechtstraße wurde heute (19.5.) gelegt

19.05.2015

Zum Neubau der Notunterkunft an der Liebrechtstraße haben Oberbürgermeister Reinhard Paß, Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorstand Umwelt und Bauen, Peter Renzel, Geschäftsbereichsvorstand Jugend, Bildung und Soziales, heute (19.5.) den Grundstein gelegt.

Oberbürgermeister Reinhard Paß unterstrich die soziale Verantwortung der Stadt Essen: "Die Unterbringung ist für alle, die hier wohnen und leben, eine echte Akuthilfe – das heißt, sie finden hier bei Wohnungsverlust durch Wohnungsräumung einen ersten Ort um zur Ruhe zu kommen. Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang, dass wir alle Betroffenen hier nicht alleine mit ihrem jeweiligen Schicksal lassen. Die wertvolle menschliche und fachliche Begleitung leisten seit vielen Jahren erfolgreich unsere Partner – AWO und CVJM Sozialwerk, denen ich herzlich für diese gute Zusammenarbeit danke."

Nachdem Ende 2012 hoher Sanierungsbedarf in den Räumen der Notunterkunft für Obdachlose festgestellt wurde und sich eine Sanierung der bisherigen Wohnblöcke aus den 1960er Jahren gegenüber einem Neubau als unwirtschaftlich darstellte, hat der Rat der Stadt 2014 einen Neubau beschlossen.

Das Bauvorhaben

In der Liebrechtstraße entstehen 87 Ein-Raum-Wohnungen, zehn Zwei-Raum-Wohnungen und vier Drei-Raum-Wohnungen, also insgesamt 101 Wohneinheiten für rund 120 Personen. Darin enthalten sind vier barrierefreie Wohnungen im Erdgeschoss. Die Fertigstellung der rund acht Millionen Euro teuren Baumaßnahme ist für Ende 2017 geplant.

Auf dem rund 5.550 Quadratmeter großen Grundstück in Überruhr-Hinsel entstehen insgesamt drei Gebäude mit jeweils zwei Stockwerken.

Während der Baumaßnahme werden die aktuellen Bewohnerinnen und Bewohner in den zwei zur Verfügung stehenden, alten Gebäuden auf dem Gelände untergebracht.

Die Notunterkunft

In der Notunterkunft an der Liebrechtstraße kommen Menschen unter, die akut von Obdachlosigkeit bedroht sind. Häufigster Grund hierfür ist eine richterlich angeordnete Räumung der alten Wohnung. Aber auch durch Brände können Familien und Einzelpersonen zum Beispiel akut von Obdachlosigkeit bedroht sein. Aktuell wohnen in der Einrichtung insgesamt 82 Personen.

Unterstützung bieten seit Jahren die Partner AWO und CVJM Sozialwerk vor Ort an. Die Hilfen reichen von der Regelung von Behördenangelegenheiten, persönlichen Alltagsunterstützungen bis hin zu Angeboten der Krisenintervention, wie zum Beispiel Schuldenberatung oder der Suchtberatung.

Zwei städtische Heimleiter und die Sozialarbeiterin und der Sozialarbeiter der AWO werden Büros vor Ort haben. Das Beratungsbüro in der Liebrechtstraße steht neben den Bewohnerinnen und Bewohnern auch den Anwohnern in der Umgebung zur Verfügung und ist Anlaufstelle bei Fragen und Problemen.

Entwicklung der Bewohnerzahlen

Durch die enge Kooperation zwischen den beteiligten Partnern Stadt Essen, AWO und Diakonisches Werk konnte die Bewohnerzahl der Notunterkünfte in Essen weitgehend minimiert werden:

  • 1970 lebten 6.340 Personen in städtischen Obdachlosensiedlungen,
  • 1980 lebten 2.133 Personen in städtischen Obdachlosensiedlungen,
  • 1990 lebten 954 Personen in städtischen Obdachlosensiedlungen,
  • 2000 lebten 605 Personen in städtischen Obdachlosensiedlungen,
  • Heute leben 82 Personen in der städtischen Obdachlosensiedlung.

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