Foto: Übergabe Förderbescheid für das Projekt "Interkommunaler Entwicklungsplan IKEP_Mitte" Mit dem Förderbescheid v.l.n.r.: Rudolf Jelinek, Bürgermeister der Stadt Essen; Bernd Tischler, Oberbürgermeister der Stadt Bottrop; Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien; Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk.

Das Team hinter dem Projekt mit Vertretern der Planungsämter der Städte Bottrop und Essen sowie Vertretern der RAG Montan Immobilien.

Förderbescheid für das Projekt "Interkommunaler Entwicklungsplan IKEP_Mitte"

Start für Machbarkeitsstudie zur wirtschaftlichen und marktorientierten Revitalisierung von rund 200 Hektar Bergbauflächen in Bottrop und Essen

21.03.2016

Mit der Übergabe des Förderbescheides durch Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk, an die beiden Städte Bottrop und Essen sowie an die RAG Montan Immobilien ist der Weg frei zur Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie für das gemeinsame Projekt "Interkommunaler Entwicklungsplan IKEP_Mitte".

Die Städte Essen und Bottrop wollen gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien rund 200 Hektar Bergbauflächen entwickeln. Auf der Immobilienmesse Expo Real in München wurde dazu im Oktober letzten Jahres die Kooperation "Interkommunaler Entwicklungsplan IKEP_Mitte" vereinbart. Es ist im Rahmen der Bergbauflächen-Vereinbarung "Wandel als Chance" ein interkommunales Vorreiterprojekt. Über das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm des Landes wird dieses Projekt jetzt zu 75 Prozent aus Mitteln der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) gefördert.

Im Essener Norden und Bottroper Süden gibt es zahlreiche gewerblich-industriell genutzte Flächen, die sich in unterschiedlichsten Nutzungsstadien befinden. Die RAG Montan Immobilien hat in diesem Raum Zugriff auf das Flächenpotenzial der RAG von insgesamt 152 Hektar, darunter Emil Emscher in Essen, die Welheimer Mark und das Bergwerk Prosper II in Bottrop. Teilweise konnten Flächen aufgrund von Restriktionen und fehlender ausreichender verkehrlicher Anbindung in den letzten Jahrzehnten nicht mobilisiert werden. Die Städte Bottrop und Essen möchten gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien kurzfristig einen Standort für innovative technologisch orientierte Firmen und Produktionsbetriebe entwickeln, der in einer grünen Landschaft integriert ist.

Gemeinsam erstellen die Partner jetzt eine Machbarkeitsstudie zur wirtschaftlichen und marktorientierten Revitalisierung der Bergbauflächen. Alle technischen und planerischen Fragen sowie das Thema der zeitlichen Verfügbarkeit werden nun zu einem Planwerk zusammengefasst, was für die Steuerung des Gesamtprozesses von enormer Bedeutung ist. Bis Ende des Jahres sollen erste Konzepte erstellt sein, 2018 soll die Machbarkeitsstudie vorliegen.

Die drei Partner sehen sich gemeinsam in der Verantwortung für die Region und wollen gemeinsam den Wandel auf den Flächen in der Region nach dem Ende des Bergbaus – explizit nach dem Ende der Steinkohleförderung in 2018 – erfolgreich und nachhaltig vorantreiben.

"Das Projekt IKEP verdient volle Unterstützung durch die Landesregierung", sagte Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk. "Mit der städteübergreifenden Planung erschließen die Projektpartner das große wirtschaftliche Potenzial, das die Flächen in Bottrop und Essen bieten."

"Wir übernehmen hier gemeinsam Verantwortung für eine zukunftsorientierte Folgenutzung, die in den beiden Städten Bottrop und Essen neue Wirtschaftskraft entfalten kann", ergänzte Bernd Tischler, Oberbürgermeister der Stadt Bottrop. "Wir räumen nicht nur in den Hinterhöfen der beiden Städte auf, sondern wollen diesem Standort ein neues Profil geben", fügte Rudolf Jelinek, Bürgermeister der Stadt Essen, hinzu.

"Getragen wird dieses Projekt durch den Willen zur Kooperation. Der angestrebte Erfolg ist der guten Partnerschaft zu verdanken – einschließlich der Unterstützung durch das Land", sagte Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien. "Wir freuen uns selbstverständlich über die Förderzusage durch das Land, denn ohne eine derartige Unterstützung ist ein solch komplexes Projekt von nachhaltiger Zukunftsgestaltung nur schwer zu realisieren", ergänzte Thomas Schürkamp, Projektleiter RAG Montan Immobilien.

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