Verschiedenheit ist unser Potenzial

Drei Folkwang Maßnahmen im Gender- und Diversity-Management wurden mit einem Fördervolumen von insgesamt 1,5 Millionen Euro bewilligt. Sechs neue Stellen werden geschaffen.

22.04.2016

Die Folkwang Universität der Künste beschäftigt sich seit sechs Jahren intensiv mit den Themen Gender & Diversity. Unter dem Motto "Verschiedenheit ist unser Potenzial" werden sie gezielt zusammengedacht und als Chance begriffen, gemeinsam mit Studierenden, Lehrenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Potenziale zu entdecken, Diskriminierung zu erkennen, Barrieren abzubauen und Zugänge zu schaffen. Nun hat die Folkwang Universität der Künste den Zuschlag für zwei weitere Maßnahmen aus dem "NRW Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen" sowie eine Maßnahme aus dem "Qualitätspakt Lehre" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Gesamtfördersumme von rund 1,5 Millionen Euro erhalten. In den nächsten drei beziehungsweise fünf Jahren können zusätzlich sechs Stellen für die Gender & Diversity Arbeit an Folkwang eingerichtet werden. "Ein großer Erfolg für unser Anliegen, Gender & Diversity als Kernaufgaben der Hochschulentwicklung an Folkwang zu etablieren", so die Rektoratsbeauftragte für Gender und Diversity-Management Dr. Karoline Spelsberg-Papazoglou. "Dass wir 2012 aus dem Stand unser erstes Zertifikat im Audit "Ungleich besser – Verschiedenheit als Chance!" vom Stifterverband und 2014 dann das zweite Zertifikat "Vielfalt gestalten in NRW" vom Wissenschaftsministerium verliehen bekamen, war eine wunderbare Grundlage für unsere Arbeit. Mit den drei neu bewilligten Maßnahmen sind wir jetzt hervorragend aufgestellt."

Die Maßnahmen aus dem "NRW Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen" ermöglichen zum einen, für den Zeitraum von drei Jahren eine neue Brückenprofessur "Genderforschung unter Einschluss von Diversityperspektiven" einzurichten, die den Fachbereich Gestaltung mit den anderen Folkwang Disziplinen Musik, Theater, Tanz und Wissenschaft verbindet. Sie wird jährlich mit 75.000 Euro gefördert. Zum anderen kann ebenfalls für drei Jahre eine zusätzliche Stelle zur Nachwuchsförderung für "Elektronische Komponistinnen" eingerichtet werden. Diese Stelle wird mit jährlich 65.000 Euro gefördert. Im Rahmen des Qualitätspakts Lehre fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt "Exzellent beraten reloaded". Dort werden vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Aufgabe haben, ein professionelles und diversitätsorientiertes Beratungsnetzwerk nachhaltig zu implementieren. Das Projekt wird über fünf Jahre mit einer Gesamtsumme von 1,1 Millionen Euro gefördert. "Wir werden sämtliche Organisationseinheiten und ihre Akteurinnen und Akteure einbeziehen, um Maßnahmen zu entwickeln, die die Beratungskultur an Folkwang nachhaltig verbessern und Strukturen sichern", so die Projektleitung Sandra Gadinger, stellvertretende Kanzlerin und Leitung Akademische Verwaltung der Hochschule.

"In der reflektierten Auseinandersetzung mit der Vielfalt an unserer Hochschule, liegt für Folkwang ein enormes Potenzial.", so Folkwang Rektor Professor Kurt Mehnert. "Darum haben wir die Forschung im Bereich Gender & Diversity ausgebaut, eine breit angelegte Studierendenbefragung unter Berücksichtigung von Diversity-Aspekten durchgeführt und als erste Kunst- und Musikhochschule eine Kommission Gender & Diversity eingerichtet. Die Maßnahmen der Gleichstellungsförderung sowie die internen Fortbildungen runden die Aktivitäten zu Gender & Diversity ab. Ich danke allen Beteiligten für ihr außerordentliches Engagement bei dieser wichtigen Arbeit. Wir leben und gestalten Diversität an Folkwang und bereichern so das künstlerische wie wissenschaftliche Lehren, Lernen und Produzieren."

Weitere Maßnahmen im Bereich Gender & Diversity an Folkwang:

"Forschendes Lehren & Lernen in den Künsten" ist der Titel des vom Stifterverband mit 50.000 Euro geförderten Fellowship-Konzeptes, das Dr. Karoline Spelsberg-Papazoglou erarbeitet. Die Ergebnisse sollen einen vertieften Einblick in die Lehr- und Lernpraxis heterogener Lerngruppen geben und somit zu bewusstem und produktivem Umgang mit Lernendenverschiedenheit beitragen. Die Rückbindung der Ergebnisse in nationale und internationale Forschungs-Netzwerke befördert aktiv den Austausch zum Themenkomplex "Diversity in Education".

Als Novum an einer Kunst- und Musikhochschule hat die Folkwang Universität der Künste ihre Gleichstellungskommission erweitert zu der "Kommission Gender & Diversity". Diese Kommission ist ein beratendes Gremium, das Hochschulentwicklungsprozesse, wie Personalentwicklung, familiengerechte Hochschulstrukturen oder Curriculumentwicklung, unter Einschluss von Gender- und Diversitätsaspekten diskutiert.

Im vergangenen Jahr 2015 hat im Rahmen des Qualitätsmonitorings, ebenfalls finanziert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), eine breit angelegte Studierendenbefragung an Folkwang stattgefunden. Kernthemen dabei waren die Diversitätsmerkmale der Studierenden und die Studierendenzufriedenheit. Die Ergebnisse werden aktuell in zielgruppenorientierten Gesprächszirkeln diskutiert, an denen alle Statusgruppen der Hochschule teilnehmen. Ziel ist es, auf dieser Basis Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die in die Qualität von Studium und Lehre einfließen und die Grundlage für ein Gesamtkonzept Diversity-Management an Folkwang bilden sollen.

Interne Fortbildungen sollen für den professionellen Umgang mit Diversität an der Hochschule sensibilisieren. "Der Umgang mit Vielfalt verlangt Handlungskompetenz und Reflexion", so die Fortbildungsbeauftrage Gabi Bruckschen. Im Institut für Lebenslanges Lernen flankiert sie im Arbeitsbereich 'Interne Weiterbildung' die Gender & Diversityarbeit der Hochschule durch Fortbildungen und Veranstaltungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lehrende und Studierende.

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