Französische Freunde in den Alpen

Zu Weltruhm gelangte die Alpenstadt Grenoble als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1968. Sechs Jahre später, 1974, knüpfte Essen die ersten Kontakte mit Grenoble, bei denen einige Hemmschwellen zu überwinden waren. Immerhin war Grenoble eine Keimzelle des französischen Widerstands gegen die Nazi-Besatzung und die Vorbehalte gegenüber Deutschland wurzelten tief. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb war man auf beiden Seiten in besonderer Weise bemüht, der Partnerschaft eine Chance zu geben. Dies gelang überraschend schnell und die freundschaftlichen Bande zwischen Bürgerinnen und Bürgern, zahlreichen Institutionen, Vereinen, Verbänden, Bildungs- und Kulturgruppen vertieften sich.

Austausche mit dem beliebten Wintersportort

Für das immense Interesse gerade junger Essenerinnen und Essener an dem französischen Wintersportort gibt es neben den politischen auch starke touristische Gründe. Die Stadt liegt mitten in der Dauphiné, einer der schönsten Gegenden im Südosten Frankreichs. Deshalb ist die Tourismusbranche eine der wirtschaftlichen Standbeine der Stadt und Region.

Eliteuniversität, Molekularbiologie und berühmtes Museum

Die etwa 60.000 an den drei Universitäten eingeschriebenen Studierenden haben Grenoble 2013 zur beliebtesten Universitätsstadt Frankreichs gekürt. Die Stadt beherbergt zudem mit der "Grenoble École de Management" eine der Eliteuniversitäten des Landes und eine der weltweit führenden Business Schools. Darüber hinaus besitzt die mit knapp 160.000 Einwohnern größte am Hochgebirge liegende Stadt der Alpen ein hochentwickeltes Wirtschaftspotential auf den Gebieten der Kernenergie, Elektrotechnik und Elektronik. So befindet sich u. a. eine der vier Standorte des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie vor Ort.
Das "Musée de Grenoble" beherbergt nach den Museen in Paris und Lyon die drittgrößte Kunstsammlung Frankreichs. Mit 187.000 Besuchern pro Jahr ist es eines der berühmtesten Museen Frankreichs, vor allem wegen seiner Sammlungen zeitgenössischer Kunst und der Sammlungen von Gemälden aus dem 13. bis 21. Jahrhundert.