Teil der China-EU Partnerschaft

Angestoßen durch das Programm "China-EU Partnerschaft zur Urbanisierung", ist Essen eine Partnerschaft mit der chinesischen Stadt Changzhou in der Provinz Jiangsu eingegangen und hat damit bereits bestehende Kooperationen des Landes NRW auf die kommunale Ebene ausgeweitet. Die Zusammenarbeit zwischen Changzhou und Essen wurde von der chinesischen Regierung aus 400 eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Seit 1984 besteht bereits eine wirtschaftlich-technologische Partnerschaft zwischen NRW und der ostchinesischen Provinz Jiangsu. Die herausragende Bedeutung NRWs als Investitionsstandort und besonders Essen als zentrale Stadt des Ruhrgebietes, werden durch die Kooperation betont und auf höchststaatlicher Ebene wahrgenommen.

Ein starker Partner

Mit rund 79 Mio. Einwohnern stellt Jiangsu knapp sechs Prozent der Gesamtbevölkerung Chinas und ist eine der wohlhabendsten und am dichtesten besiedelten Provinzen im Jangtsekiang-Delta. In dieser wachstumsstarken Region mit großem (Investitions-) Potential, mit Eisenbahn- und Fernstraßenverbindungen und direkt am stark befahrenen Kaiserkanal zwischen Shanghai und Nanjing liegt Changzhou.

Beispiele der Zusammenarbeit

Zu Beginn der Kooperation waren Essener Organisationen, Institutionen und Unternehmen aktiv am Aufbau der Partnerschaft beteiligt: Seit 2008 befasst sich das Burggymnasium auf sprachlich-kultureller Ebene mit dem Partner in Fernost. Außerdem haben die Universität Changzhou und die FOM Hochschule für Ökonomie und Management 2013 eine Zusammenarbeit vereinbart. Weitere Austausche basieren auf einem Fachärztepraktikum mit dem Uniklinikum Essen, dem Aufenthalt einer chinesischen Praktikantin bei einem Essener Architektenbüro sowie ein durch die Stiftung Mercator gefördertes Kooperationsprojekt zum nachhaltigen Städtebau mit dem Wuppertal Institut im Jahr 2015.
Für die 4,7 Mio. Einwohner Changzhous sind besonders die Wirtschaftszweige Maschinenbau, Automobilzulieferindustrie, Informations- und Umwelttechnik wichtige Arbeitgeber. Die ThyssenKrupp AG ist dort mit einem Werk für Automobilkomponenten vertreten und mit der Gründung des Colani Design Instituts ist Changzhou nun auch für andere Projekte attraktiv.