Foto: Eine Feuerwehrfrau und ein Feuerwehrmann stehen lächelnd vor einem grauen Hintergrund

Die Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr

Der Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften wird bei der Berufsfeuerwehr Essen schon seit Jahren ein besonders hoher Stellenwert beigemessen.
Der Einstellung von Nachwuchskräften geht ein Auswahlverfahren voraus, in dem sportliche Übungen und schriftliche Eignungsnachweise zu absolvieren sind. Entsprechend seiner Plazierung wird der Bewerber zu einem Einstellungsgespräch geladen, wonach bei positiver Bewertung noch die "Hürde" der gesundheitlichen Eignung beim Amtsarzt zu nehmen ist.

Durch den technologischen Fortschritt und die sich immer komplizierter darstellenden Aufgaben der Gefahrenabwehr werden an die Vielseitigkeit der Berufsfeuerwehren - und somit an die Ausbildung von Nachwuchskräften - höchste Ansprüche gestellt.
Neben der Flut aller denkbaren Arten von Brandeinsätzen und Rettungsdiensteinsätzen sind weitere Aufgaben im Bereich der technischen Hilfeleistung und des Umweltschutzes hinzugekommen.
Nicht nur auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnologie, der Kommunikationstechnik und der technischen Einsatzgeräte wird dem Feuerwehrmann ein hohes Maß an technischem Fachwissen vermittelt; auch die medizinische Erstversorgung von Notfallpatienten und die Handhabung und Anwendung medizinischer Geräte zur Notfallversorgung stellt an die Ausbildung von Nachwuchskräften höchste Anforderungen.

Die 18 Monate dauernde Ausbildung umfasst vier Ausbildungsabschnitte, die nach Ausbildungsinhalt und Ausbildungsdauer gegliedert sind:

  • Grundausbildung , Theoretische Rettungssanitäterausbildung (6 Monate)
  • Rettungssanitäterausbildung im Krankenhaus (6 Monate),
  • Rettungssanitäterausbildung in der Rettungswache,
  • Abschlusslehrgang der Rettungssanitäterausbildung mit Rettungssanitäterprüfung,
  • Berufspraktische Ausbildung Teil 1
  • Ausbildung für Sonderfunktionen (5 Monate)
  • Berufspraktische Ausbildung Teil 2
  • Vorbereitung auf die Laufbahnprüfung und Ablegen der Laufbahnprüfung (1 Monat)


Während dieser umfangreichen und komplexen Ausbildung in allen theoretischen und praktischen Bereichen werden den Auszubildenden die zur späteren Ausübung ihrer Tätigkeit erforderlichen einsatztaktischen und technischen Zusammenhänge sowie die dazu erforderlichen praktischen Abläufe dargestellt und vermittelt. Nach der Einweisung an Fahrzeugen und Geräten erfolgt die taktische Ausbildung in allen Bereichen des Feuerwehrdienstes in Form von Einsatzübungen. Nicht nur einsatztaktische Belange finden hier Berücksichtigung, vielmehr ist auch der Sinn darin zu sehen, dass fast alle Situationen und Ereignisse zur Gefahrenabwehr, bei denen die Feuerwehr eingesetzt wird, im Team bekämpft und bewältigt werden. Hiermit soll das Gruppenverhalten der Auszubildenden geweckt und gefördert werden.

Ein weiteres wichtiges Ausbildungsziel ist die körperliche Ertüchtigung der Nachwuchskräfte. Trotz allen technischen Fortschritts ist die Menschenrettung immer noch der Hände Arbeit und setzt bei den Einsatzkräften der Feuerwehren eine besondere körperliche Leistungsfähigkeit voraus.
Der Stellenwert von Sport hat somit in den Stoffplänen für die Ausbildung von Nachwuchskräften entsprechende Berücksichtigung gefunden. Die Übungen sehen Konditionstraining und die Ausbildung im Rettungsschwimmen vor.

Die im Ausbildungsabschnitt 4 vorgesehenen Sonderausbildungen wie zum Beispiel die Teilnahme an einem Lehrgang über "Gefährliche Stoffe und Güter" , die Vermittlung von Grundkenntnissen im "Strahlenschutz", eine erweiterte Ausbildung in der technischen Hilfeleistung sowie die Ausbildung zum Rettungssanitäter tragen dazu bei, nach bestandener Laufbahnprüfung Kräfte zur Verfügung zu haben, die vielseitig verwendet und eingesetzt werden können.

Nach Absolvierung der vorgesehenen Ausbildungsabschnitte wird am Ende des Vorbereitungsdienstes die Laufbahnprüfung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst abgelegt.
Über diese grundlegenden Qualifikationen hinaus können nach Eignung und persönlicher Neigung weitere "Sonderausbildungen" wie zum Beispiel Leitstellentelegrafist, Feuerwehrtaucher, Feuerwehrlehrtaucher, Bootsführer, Fahrlehrer, Atemschutzgerätewart, Desinfektor, Rettungsassistent, Lehrrettungsassistent, Drehleiter- und Kranmaschinist angeschlossen werden.

Hinweis:
Derzeit gibt es bei der Berufsfeuerwehr Essen 3 Frauen im feuerwehrtechnischen Dienst. Ziel ist es, verstärkt weibliche Nachwuchskräfte für einen Einsatz im feuerwehrtechnischen Dienst zu gewinnen.

Bewerbungsfrist:
Bewerbungen werden jederzeit angenommen und für das nächste Auswahlverfahren berücksichtigt.

Bewerbungsadresse:

Stadt Essen
Feuerwehr 37-A-1
Eiserne Hand 45
45139 Essen

Kontakt

Personaleinsatz, Angelegenheiten der Freiwilligen Feuerwehr, Statistik

Symbol: E-Mail verschicken
+49 201 1237007
 
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