Wahl der Mitglieder des Parlamentes der
Bundesrepublik Deutschland

Wahlperiode:

Grundsätzlich vier Jahre.

Wahltermin:
2021

Wahlberechtigte in Essen am 13. August 2017:
419.492 Wahlberechtigte

Wahlberechtigung:

Wahlberechtigt sind deutsche Staatsangehörige mit Vollendung des
18. Lebensjahres, sofern sie mindestens 3 Monate vor der Wahl mit Hauptwohnsitz in Deutschland gemeldet und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Wahlberechtigt sind bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen auch diejenigen Deutschen im Sinne des Artikels 116 Absatz 1 des Grundgesetzes, die am Wahltag außerhalb der Bundesrepublik Deutschland leben, sofern sie

1. nach Vollendung ihres vierzehnten Lebensjahres mindestens drei Monate ununterbrochen in der Bundesrepublik Deutschland eine Wohnung innegehabt oder sich sonst gewöhnlich aufgehalten haben und dieser Aufenthalt nicht länger als 25 Jahre zurückliegt oder

2. aus anderen Gründen persönlich und unmittelbar Vertrautheit mit den politischen Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland erworben haben und von ihnen betroffen sind.

Weitere Informationen dazu gibt der Bundeswahlleiter.

Wahlgebietseinteilung:

Seit 2002 ist das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 299 Wahlkreise eingeteilt, die alle eine vergleichbare Einwohnerzahl aufweisen.

In Essen liegen die Wahlkreise 118 bis 120, wobei für den Wahlkreis 118 das Gebiet der Stadt Mülheim und der Essener Stadtbezirk IV (Stadtteile Schönebeck, Bedingrade, Frintrop, Dellwig, Gerschede, Borbeck-Mitte, Bergeborbeck und Bochold) durch das Wahlkreisgesetz zusammengelegt wurden.

Die Stadt Mülheim stellt den Kreiswahlleiter für den Wahlkreis 118.
Die Wahl in den Bundestagswahlkreisen 119 und 120 (Essen II und III) liegt in der Verantwortung des Kreiswahlleiters Essen, des Oberbürgermeisters.

Zur Stimmabgabe ist das Essener Stadtgebiet in 322 Wahlbezirke
(bei Kommunal- und Landtagswahlen: Stimmbezirke) eingeteilt.

Wahlsystem:

Gewählt werden 299 Direktkandidaten beziehungsweise Kandidatinnen aus den Bundestagswahlkreisen mit einfacher Mehrheit ("relative Mehrheitswahl") und mindestens 299 Listenkandidaten und Listenkandidatinnen über den Stimmenanteil der einzelnen Parteien an den bundesweit gültig abgegebenen Zweitstimmen ("Verhältniswahl mit vorgeschalteter Mehrheitswahl" oder "personalisierte Verhältniswahl").

Der Deutsche Bundestag besteht also grundsätzlich aus 598 Mitgliedern.

Stimmabgabe:

Jede Wahlberechtigte und jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen.
Mit der Erststimme wird der Direktkandidat beziehungsweise die Direktkandidatin, mit der Zweitstimme die Liste einer Partei gewählt.

Wählbarkeit:

Wählbar ist jede Deutsche und jeder Deutsche, der beziehungsweise die das 18. Lebensjahr vollendet hat und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist oder durch Richterspruch die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt.

Ermittlung des Wahlergebnisses:

Das bisherige Verfahren der Sitzberechnung nach Hare / Niemeyer wird durch das Divisorverfahren mit Standardrundung nach Sainte-Lague / Schepers ersetzt.
Die Anwendung des Verfahrens regelt §6 Bundeswahlgesetz.