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Gewerbeanmeldung Gewerbeummeldung Gewerbeabmeldung

Hier gelangen Sie zur Online-Gewerbemeldung:

Die Gewerbeordnung (GewO) geht vom Grundsatz der Gewerbefreiheit aus. Jedermann hat somit Zugang zu allen gewerblichen Tätigkeiten, sofern die eventuell bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (zum Beispiel: Meisterbrief oder Konzession). Allerdings sind die Tätigkeiten der zuständigen Behörde anzuzeigen. Für das Stadtgebiet Essen ist zuständige Behörde die Gewerbemeldestelle beim Stadtsteueramt der Stadt Essen.

Häufig gestellte Fragen:

Kontakt:

Stadt Essen
Finanzbuchhaltung und Stadtsteueramt - Gewerbemeldestelle
45121 Essen

Porscheplatz 1/Rathaus
Zimmer 17.24/17.25
45127 Essen

Buchstabenaufteilung A - B
Telefon: +49 201 88 21510

Buchstabenaufteilung C - Kai
Telefon: +49 201 88 21511

Buchstabenaufteilung Kaj- Rat
Telefon: +49 201 88 21514

Buchstabenaufteilung Rau - Z
Telefon: +49 201 88 21513

Fax:
+49 201 88 21580

gewerbemeldestelle@steueramt.essen.de

Öffnungszeiten:

Montags, dienstags und donnerstags 8.30 - 12.30 Uhr und 14.00 - 15.00 Uhr
Freitags 8.30 - 12.30 Uhr
Mittwochs geschlossen

Gewerbeanzeige

Gemäß § 14 GewO ist bei einer gewerblichen Tätigkeit im stehenden Gewerbe (zum Beispiel: Ladengeschäft, Büro, Werkstätte, Wohnung) deren

  • Beginn
  • Veränderung; in der Form, dass der Gegenstand des Gewerbes gewechselt oder ausgedehnt wird
  • Verlegungen - innerhalb der Gemeinde
  • Beendigung

unverzüglich anzuzeigen.

Wann ist anzuzeigen?

Die Anzeige ist gleichzeitig mit Beginn des Betriebes beziehungsweise des anzeigepflichtigen Ereignisses zu erstatten. Die Unterlassung der Anzeige kann als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld bis zu 1.000 Euro nach der Gewerbeordnung und unter Umständen auch nach dem Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit mit Bußgeld bis zu 300.000 Euro geahndet werden.

Wer hat anzuzeigen?

Anzeigepflichtig sind alle Gewerbetreibenden, die eine gewerbliche Niederlassung im stehenden Gewerbe (Verkaufsstelle, Dienstleistungsbetrieb, Büroräume, Gaststätte und so weiter) als Haupt- oder Filialbetrieb führen. Ohne Bedeutung ist hierbei, ob die gewerbliche Tätigkeit haupt- oder nebenberuflich ausgeübt wird, sowie die Höhe des erzielten Gewinnes.

Bei Personengesellschaften ohne eigene Rechtspersönlichkeit (BGB-Gesellschaft, OHG, KG) ist jeder geschäftsführende Gesellschafter anzeigpflichtig (jeder geschäftsführende Gesellschafter füllt einen Vordruck für die Gewerbemeldung aus).

Bei juristischen Personen (zum Beispiel: GmbH, AG) obliegt die Verpflichtung zur Anzeige dem gesetzlichen Vertreter (zum Beispiel Geschäftsführer der GmbH).

Form der Anzeige

Sie haben die Möglichkeit die Gewerbemeldungen schriftlich oder online einzureichen. Eine persönliche Vorsprache ist nicht erforderlich.

Ihre Gewerbemeldung können Sie online über den Link auf der rechten Seite einreichen. Im Verlauf der Online-Gewerbemeldung werden Sie aufgefordert, eine Bilddatei Ihres Personalausweises oder Reisepasses (inklusive aktueller Meldebescheinigung) hochzuladen. Die Bezahlung der Verwaltungsgebühren erfolgt per SEPA-Lastschriftverfahren.

Wenn Sie die Gewerbemeldung auf dem Postweg oder per Telefax einreichen möchten, finden Sie dafür zu verwendenden Formulare (bundeseinheitlich vorgeschrieben) auf der rechten Seite. Diese Vordrucke sind vollständig ausgefüllt und unterschrieben mit den Kopien der erforderlichen Unterlagen (siehe unten) zu übersenden. Eine Bestätigung wird anschließend per Nachnahme zugestellt.

Folgende Unterlagen sind bei Erstattung der Anzeige erforderlich:

  • Kopie des Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung zur Überprüfung der Personalien.
  • Bei im Handels-, Vereins- oder Genossenschaftsregister eingetragenen Firmen ein aktueller Registerauszug.
  • Bei einer GmbH in Gründung eine Abschrift des notariellen Gründungsvertrages und eine Vollmacht der Gründer, wonach der Gewerbebeginn bereits vor der Handelsregistereintragung aufgenommen werden soll.
  • Etwaige Erlaubnisse (siehe Erlaubnispflichten)

Bei persönlicher Vorsprache sind zusätzlich folgende Unterlagen erforderlich:

  • Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung zur Überprüfung der Personalien. Die Meldebescheinigung muss aktuell sein, d. h. nicht älter als 2 Wochen.
  • Bei Bevollmächtigung eine schriftliche Vollmacht und Ausweis des Vollmachtgebers sowie des Bevollmächtigten im Original - Kopien werden nicht anerkannt.

Bei welcher Behörde ist anzuzeigen?

Örtlich zuständig ist die Gemeinde, in deren Bereich das Gewerbe begonnen wird (Betrieb im Stadtgebiet Essen) oder das anzeigepflichtige Ereignis eintritt, zum Beispiel bei Betriebssitzverlegung innerhalb des Stadtgebietes ist eine Gewerbeummeldung erforderlich.

Bei Verlegung in eine andere Gemeinde ist eine Abmeldung bei der bisherigen Gemeinde und eine Anmeldung bei der neuen Gemeinde erforderlich.

Welche Aufgabe hat die Behörde?

Die Behörde bescheinigt den Empfang der Gewerbeanzeige (sogenannter Gewerbeschein).

Die Gewerbebehörde hat unter anderem folgende Stellen zu verständigen:

Finanzamt, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, gesetzliche Unfallversicherung, Landesverband der Berufsgenossenschaften, Statistisches Landesamt, Ordnungsamt sowie das Hauptzollamt.

Eine gesonderte Anzeige bei der Finanzbehörde ist demzufolge nicht erforderlich.

Erlaubnispflichten

Erlaubnispflichtig sind die Tätigkeiten, bei denen ein besonderes Schutzbedürfnis der Öffentlichkeit vorliegt. Unter anderem sind das Tätigkeiten, die nach den Bestimmungen der Gewerbeordnung einer besonderen Erlaubnis bedürfen, wie zum Beispiel:

  • Die Vermittlung von Versicherungen (siehe Industrie-und-Handelskammer)
  • Die Vermittlung von Immobilien, Darlehen, sowie bestimmter Kapital- und Vermögensanlagen
  • Die Ausübung eines Bewachungs-, Versteigerer- oder Pfandleihgewerbes
  • Schank- und Speisewirtschaften, Imbissbetriebe, Cafés, Bistros u.a. mit Ausschank von alkoholischen Getränken
  • Spielhallen
  • Güterkraftverkehrserlaubnis, Taxenkonzession

Diese Auflistung der erlaubnispflichtigen Tätigkeiten ist nicht abschließend. Einzelheiten können bei der Gewerbebehörde erfragt werden. Die Gewerbeanzeige allein berechtigt nicht zum Betrieb eines erlaubnispflichtigen Gewerbes. Der selbständige Betrieb eines Handwerks als stehendes Gewerbe ist nur den in der Handwerksrolle eingetragenen natürlichen und juristischen Personen, sowie Personengesellschaften gestattet. Nähere Informationen hierzu erteilt Ihnen die

Kreishandwerkerschaft Essen
Katzenbruchstr. 71, 45141 Essen
Telefon: +49 201 32 00 8-0

Auskünfte aus der Gewerbekartei

Die Führung der Gewerbemeldekartei erfolgt in der Stadt Essen durch das Stadtsteueramt. Die Gewerbemeldekartei ist kein öffentliches Auskunftregister, sondern dient vorrangig der Erfassung für Behörden.

Anfragen von privaten Personen müssen daher ausschließlich schriftlich unter Nachweis eines rechtlich berechtigten Interesses an die

Finanzbuchhaltung und Stadtsteueramt
Gewerbemeldestelle
45121 Essen

gerichtet werden.

Diese Auskünfte sind - auch im Falle einer Nichterfassung - gebührenpflichtig (10 bis 30 Euro je nach Aufwand, siehe Hinweis zur Zahlung der Verwaltungsgebühren).

Fernmündliche Anfragen dürfen aus Datenschutzgründen nicht beantwortet werden.

Auskünfte werden ausschließlich schriftlich per Post erteilt.

Ausländer

Ausländer mit Ausnahme der EU-Ausländer, die in eigener Person im Inland eine gewerbliche Tätigkeit ausüben wollen, bedürfen einer Aufenthaltserlaubnis der dafür zuständigen Ausländerbehörde, nach der ihnen die Ausübung des betreffenden Gewerbes ausländerrechtlich gestattet ist.

Weitere Ordnungsvorschriften nach der Gewerbeordnung

Gewerbetreibende, die eine offene Verkaufsstelle, eine Gaststätte oder eine sonstige jedermann zugängliche Betriebsstätte führen, haben ihren ausgeschriebenen Vor- und Zunamen am Eingang anzubringen. Gewerbetreibende für die keine Firma im Handelsregister eingetragen ist, müssen auf allen Geschäftsbriefen, die an einen bestimmten Empfänger gerichtet werden, ihren Familiennamen mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen angeben.

Bezüglich der Eintragungsvoraussetzungen in das Handelsregister können nähere Informationen beim

Registergericht
Zweigertstr. 52, 45130 Essen
Telefon: +49 201 80 3-0

eingeholt werden.

Weitere Informationen für Existenzgründer

Informationen und Anregungen für Existenzgründer und Antworten zu speziellen Fragen über Finanzierungshilfen von Bund und Land, zum Unternehmenskonzept, Einstellung von Arbeitnehmern, soziale Absicherung und so weiter, erhalten Sie hier:

Industrie- und Handelskammer Essen, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr zu Essen
Am Waldthausenpark 2, 45127 Essen
Telefon: +49 201 1892-0

Gründungs- und Unternehmensberatung - Triple Z
Katernberger Str. 107
45327 Essen
Telefon: +49 201 88 72 100

EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH
Lindenallee 55, 45127 Essen
Telefon: +49 201 82024-0

Weitere Informationen zum Thema Gewerbeanmeldung:
Infocenter Gewerbeanmeldung NRW

Existenzgründer im Bereich Handwerk sollten sich direkt an die

Handwerkskammer Düsseldorf
Georg-Schulhoff-Platz 1
40221 Düsseldorf
Telefon: +49 211 8795 0

beziehungsweise an die

Kreishandwerkerschaft Essen
Katzenbruchstr. 71
45141 Essen

wenden.

Verwaltungsgebühren

Gewerbeanmeldung

  • 20,00 Euro

Gewerbeummeldung

  • 20,00 Euro

Gewerbeabmeldung

  • Gebührenfrei

Ersatzbescheinigung (bei Verlust des Gewerbescheins)

  • 10,00 Euro

Auskünfte

  • 10,00 bis 30,00 Euro

Bei persönlicher Vorsprache ist die Verwaltungsgebühr per Barzahlung oder per EC-Karte vor Ort zu entrichten. Bei EC-Karten-Zahlung ist eine PIN erforderlich. Wird die Gewerbemeldung auf dem schriftlichen Wege eingereicht, kann die Verwaltungsgebühr lediglich per Verrechnungsscheck oder per Nachnahme entrichtet werden. Wenn Sie das Online-Verfahren nutzen, wird die Verwaltungsgebühr durch SEPA-Lastschriftverfahren von Ihrem Konto abgebucht.

Überweisungsträger, Lastschriften können aus verwaltungstechnischen Gründen nicht eingelöst werden. Gleiches gilt für Verrechnungsschecks, die auf einen nicht zutreffenden Gebührenbetrag ausgestellt sind. Diese werden Ihnen entwertet zurückgesandt, um Mißbrauch und arbeitsintensive Nachforschungen zu vermeiden.

Nachnahmegebühren und Zeitverzögerungen können mit Blanko-Verrechnungsschecks, die mit einem schriftlichen Vermerk "Höchstbetrag 20,00 Euro", bei Auskünften mit dem Vermerk "Höchstbetrag 30,00 Euro" versehen sind, vermieden werden (Auskunftsgebühren fallen unterschiedlich aus und liegen zurzeit zwischen 10,00 Euro und 30,00 Euro).

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