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Getränkeschankanlagen

Getränkeschankanlagen, das heißt alle technischen Vorrichtungen, die Getränke aus großen Behältern in Zapfanlagen befördern, insbesondere dann, wenn sie mit Druck (beispielweise Kohlensäure) arbeiten, sind wartungs- und überwachungsbedürftig.

Die allgemeinen Anforderungen an Errichtung und Betrieb von Schankanlagen richten sich nach der Betriebssicherheitsverordnung, dem Gesetz über die Bereitsstellung von Produkten auf dem Markt und den Technischen Regeln für Getränkeschankanlagen (TRSK).

Zu den Getränkeschankanlagen gehören auch die Räumlichkeiten, in denen die technischen Gerätschaften aufgestellt sind.

Reinigungen

Die Reinigung von Schankanlagen liegt in der alleinigen Verantwortung des Gewerbetreibenden und kann von ihm selbst vorgenommen, aber auch auf geeignete Fachfirmen übertragen werden. Die Räumlichkeiten, in denen sich Schankanlagen oder Teile davon befinden, müssen in die Reinigungen einbezogen werden, auch und besonders der Bierkeller.

Nach DIN 6650-6 soll sich die regelmäßige Reinigung von Zapfkopf, Getränkeleitungen und Zapfarmaturen orientieren an folgenden nach der Getränkeart gestaffelten

Intervallen

Fruchtsaft, Fruchtnektar, Fruchtsaftgetränke
jeden Tag
alkoholfreies Bier
alle 1 bis 7 Tage
Bier
alle 7 Tage
Wein, kohlensäurehaltige und alkoholfreie Erfrischungsgetränke, kohlensäurehaltiges Wasser
alle 7 bis 14 Tage
Getränkegrundstoffe, Spirituosen
alle 30 bis 90 Tage
Wasser
alle 90 bis 180 Tage

Getränke unterliegen als Lebens- und Genussmittel zusätzlich auch den lebensmittelrechtlichen Bestimmungen und Hygienekontrollen.

Betriebsbuch

Zu jeder Getränkeschankanlage gehört ein Betriebsbuch, in das alle wichtigen technischen Daten, deren Veränderung und Niederschriften über Wartungsprüfungen sowie Reinigungen der Anlagen eingetragen werden.
Dieses Betriebsbuch muss immer am Betriebsort der Anlage aufbewahrt und den Dienstkräften der Überwachungsbehörden auf Verlangen vorgelegt werden. Sollten Sie ihre Anlage selbst reinigen, müssen Sie auch selbst die Eintragungen über die Reinigungen vornehmen. Die Bestimmungen über die Führung und Aufbewahrung zu Unterlagen über Schankanlagen können sich noch ändern.

Treibmittel (Kohlensäureflaschen)

Behälter für Treibmittel müssen standsicher und im notwendigen Umfange temperaturgeschützt aufbewahrt werden. Eine Lagerung darf insbesondere nicht im Bereich von Rettungswegen, auch nicht in Kellergängen, erfolgen.

Überwachung

Die Überwachung von Schankanlagen obliegt den Sachkundigen, also den Personen, die entweder derartige Anlagen verkaufen, vermieten, oder aber reinigen. Bitte befolgen Sie alle Anweisungen dieser Personen. Besonderes Augenmerk kommt der Überwachung auch hinsichtlich der möglichen Ansammlung gefährlicher Gase in tief gelegenen Räumen zu. Hier sind oft Warn- und Lüftungsanlagen erforderlich.

Auskünfte, auch zu anderen Fragen über Druckbehälter, gibt die Dienststelle

Staatlicher Arbeitsschutz
bei der
Bezirksregierung Düsseldorf

Postanschrift:
Postfach 300865
40408 Düsseldorf
E-Mail: poststelle@brd.nrw.de

Gebäudeanschrift:
Außenstelle Essen
Ruhrallee 55
45138 Essen
Tel. +49 (0)201 27 67 - 0
Fax +49 (0)201 27 67 323.

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