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Sortiererklärung

Was ist eine Sortiererklärung zu Vornamen?

Diese Erklärungsmöglichkeit wurde durch den Gesetzgeber ab dem 01.11.2018 geschaffen (§ 45 a des Personenstandsgesetzes). Bestehende Vornamen einer Person können neu sortiert d.h. - abweichend von der bisherigen Angabe in der Geburtsurkunde - in der Reihenfolge umgestellt werden (z. B. von Karla Marie in Marie Karla).

Was kann nicht erklärt werden?

Es können keine neuen Vornamen bestimmt werden. Ebenso können keine Vornamen oder Bindestriche zwischen Namen hinzugefügt werden oder wegfallen. Auch Änderungen der Schreibweise der Vornamen sind nicht möglich (z. B. von Joseph in Josef).

Für Personen, die Ihren Vornamen nach dem Bundesvertriebenengesetz ändern können, gelten gesonderte Vorschriften. Gleiches gilt für Personen, die ihren – nach ausländischem Recht erworbenen – Vornamen einer deutschen Schreibweise angleichen wollen, oder Personen, die ihren Vornamen ursprünglich in einem anderen EU-Staat erworben haben.

Wer kann erklären?

Alle Personen, deren Namensführung dem deutschen Recht unterliegt. Hierzu gehören deutsche Staatsangehörige, Staatenlose, anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte mit gewöhnlichem Aufenthalt im Bundesgebiet.

Kinder, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, können die Erklärung mit Zustimmung des gesetzlichen Vertreters nur selber abgeben. Für Kinder unter 14 Jahren erklären die gesetzlichen Vertreter alleine die gewünschte Sortierung.

Wie und wo kann erklärt werden?

Die Erklärung zur Vornamenssortierung muss öffentlich beglaubigt werden. Eine persönliche Anwesenheit des Erklärenden ist hierfür notwendig. Zuständig für die Aufnahme der Erklärung sind z.B. alle Standesämter und Notare. Erklärungen können von den vorgenannten Stellen auch unabhängig vom Geburtsort entgegengenommen werden. Damit die Erklärungen wirksam werden können, müssen sie allerdings dem Geburtsstandesamt zugeleitet werden.

Eine Aufnahme der Erklärung beim Standesamt Essen bedarf einer vorherigen Terminvereinbarung.

Wann wird die Erklärung wirksam?

Mit Zugang beim Geburtsstandesamt. Ist das Kind nicht in einem deutschen Geburtenregister beurkundet, mit Eingang bei dem Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich das Kind oder ein Elternteil seinen Wohnsitz hat oder zuletzt hatte oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Treffen die vorgenannten Zuständigkeiten nicht zu, wird die Erklärung mit Eingang beim Standesamt I Berlin wirksam.

Welche Kosten entstehen?

Für eine Aufnahme der Erklärung beim Standesamt Essen entstehen Gebühren in Höhe von 21,00 Euro.

Was ist noch zu beachten?

Personalausweise und Reisepässe, in denen noch die alte Reihenfolge der Vornamen vermerkt ist, werden mit Wirksamkeit der Sortiererklärung ungültig. In Reisepässen enthaltene Visa werden in der Regel ebenfalls ungültig. Bitte beachten Sie, dass die Neuausstellung von Ausweispapieren mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann und berücksichtigen Sie dies bei Abgabe der Namenserklärung.

 
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